Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik – Ausbildung
Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik, kurz Bauwerksmechaniker, werden beim Rückbau von Gebäuden und technischen Einrichtungen eingesetzt. Sie zerlegen nicht mehr genutzte Bestandsbauten oder Teile davon fachgerecht, trennen die anfallenden Reststoffe und führen verbleibende Wertstoffe dem Recycling zu. Aber sie schalen, betonieren und montieren auch, um Bauwerke zu stabilisieren, abzudichten und zu dämmen.
Was macht ein Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik?
Ein Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik macht kaputt. Als „Terminator“ tritt er am Ende des Lebenszyklus von Bestandsbauten in Aktion und zerstört Gebäude, Bauwerksteile und technische Anlagen – aber mit genauer Planung und großer Umsicht.
Dazu entkernt er zunächst die Wohn- und Geschäftsgebäude, Werkshallen oder auch Fabrikanlagen. Er entfernt also Bodenbeläge, Verkleidungen, Einbaumöbel und Deckenplatten und deinstalliert technische Einrichtungen wie Heizkessel und Leuchtstoffröhren sowie Ver- und Entsorgungsleitungen für Gas, Wasser, Strom, Druckluft oder Abwasser. Dann deckt er Dächer ab, reißt Trennwände und Mauern ein, demontiert Stahl- und Holzkonstruktionen und bricht Zwischenböden, Betonplatten und Fundamente ab. Vieles führt er in Handarbeit durch, gröbere Arbeiten erledigt er mithilfe von Bagger und Abrissbirne oder durch Sprengung. Die Einzelteile und Bruchstücke werden vom Bauwerksmechaniker sortiert und auf Wiederverwendbarkeit geprüft. Unter Beachtung von Altlasten wie Dämmmaterialien, Heizöl- und Schmiermittelrückständen oder Chemikalien trennt er dann die Reststoffe auf. So bereitet er die Entsorgung von Bauschutt und das Recycling von Wertstoffen vor.
Aber ein Bauwerksmechaniker zerstört nicht nur, er baut auch auf. Zu den Baumaßnahmen, die er durchführt, gehören Maurerarbeiten ebenso wie Beton- und Stahlbetonarbeiten. Er mauert Wände und verputzt diese, baut Stahlbetonfertigteile ein und schneidet beispielsweise Fenster- und Türöffnungen in diese. Sind vor Ort Betonierarbeiten durchzuführen, stellt er die Schalungen für die Betonteile her, biegt und flechtet Stahlbewehrungen und betoniert Decken, Wände, Stützen oder Pfeiler. Darüber hinaus verlegt er Estriche, dichtet Bauwerke ab und verbaut Dämmstoffe für den Wärme-, Kälte-, Schall- und Brandschutz.
Bevor der Bauwerksmechaniker mit seiner Arbeit beginnt, sichert er das Baustellengelände durch Absperrungen oder Einzäunungen und richtet die Baustelle ein. Er bringt Netze an der Außenseite des Gebäudes an, um Passanten vor herabfallenden Teilen zu schützen, kennzeichnet anhand von Bauplänen den Verlauf von Leitungen und bringt Planen und Absaugeinrichtungen an, um die Verschmutzung der Luft durch Stäube und Schadstoffe bei den Demontagearbeiten zu reduzieren. Bei der Arbeit freigesetzte Fasern und Späne, die beim Schneiden, Sägen oder Bohren entstehen, werden mit Bindemitteln abgefangen.
Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik arbeiten bei Abbruchunternehmen und Unternehmen für Gebäudeentkernung, aber auch in Bauunternehmen sowie in Betonbohr- und Betonsägebetrieben. Sie arbeiten im Gebäudeinneren sowie im Freien, an Außen- und auf Dachflächen, auch in größeren Höhen. Trotz technischer Hilfsmittel wie Baustellenfahrzeugen, Hebe- und Transportgeräten sowie motorbetriebenen Handwerkzeugen ist die Tätigkeit körperlich anstrengend und fordernd.
Zu den Tätigkeiten, die ein Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik durchführt, gehören damit unter anderem:
- Einrichtung von Baustellen und Durchführung von Sicherungsmaßnahmen;
- Bedienen von Baumaschinen und handgeführten Geräten;
- Entkernen von Gebäuden;
- Abbruch- und Rückbauarbeiten;
- Demontage von Stahl-, Holz- und Betonkonstruktionen;
- Trennung von Bauschutt und Wertstoffen;
- fachgerechtes Entsorgen von kontaminierten Bauteilen und Gefahrstoffen;
- Vorbereitung von Sprengungen;
- Nivellierung von Geländeunebenheiten nach dem Abriss oder Abbruch;
- Maurer- und Betonarbeiten;
- Dichtungs- und Dämmarbeiten.
Für wen ist die Bauwerksmechaniker-Ausbildung geeignet?
Die Ausbildung zum Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik ist für zwei Personengruppen geeignet: für die Wiederverwerter, die die Wertstoffe aus den Abrissobjekten recyceln und Platz für etwas Neues schaffen möchten, sowie für die Ästheten, die alte, heruntergekommene Gebäude oder Industrieanlagen als störend oder hässlich empfinden und diese beseitigen wollen.
Die Bezeichnung „Mechaniker“ deutet dabei darauf hin, dass technisches Verständnis und handwerkliche Fähigkeiten wichtige Voraussetzungen für die Ausübung dieses Berufs sind. Schließlich werden bei den Abbruch- und Betontrennarbeiten verschiedenste Werkzeuge, Geräte und Baumaschinen eingesetzt, vom Schraubendreher und Maulschlüssel über den Vorschlaghammer und den Pressluftmeißel bis zu Bagger und Abrissbirne. Dabei werden physikalische Kenntnisse verlangt, um die vorhandenen Konstruktionen und die statischen Verhältnisse beurteilen zu können. Etwas Chemie hilft bei der Einschätzung der verbauten Materialien und der Gefährlichkeit von Schad- und Gefahrstoffen. Mathematik wird benötigt, um etwa den Bedarf an Baustoffen und Lagerflächen zu berechnen. Auch bei Maurer- und Betonarbeiten sind Rechenfertigkeiten gefordert, wenn Schalungen angefertigt, Betonmischungen angesetzt oder Dämmmaterialien passgenau zugeschnitten werden müssen.
Die Arbeitsschwerpunkte liegen bei einem Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik auf drei Gebieten:
- Im Vordergrund stehen konkrete praktische Tätigkeiten. Diese bestehen unter anderem im Entkernen von Gebäuden, dem Zerlegen von Beton- und Stahlkonstruktionen oder dem Einreißen von Mauern und Fundamenten. Aber ein Bauwerksmechaniker wird auch konstruktiv tätig, etwa beim Hochziehen und Verputzen von Wänden und dem Legen von Estrichen. Dazu kommen andere Arbeiten wie das Positionieren und Verankern von Bewehrungsstählen oder Armierungen in selbst angefertigten Schalungen sowie das Gießen und Verdichten von Beton. Auch das Abdichten oder Dämmen von Gebäuden oder Gebäudeteilen verlangt handwerkliche Fähigkeiten.
- Organisatorisch-prüfende Tätigkeiten fallen an bei der Qualitätskontrolle der durchgeführten Arbeiten. Hierzu gehören auch das korrekte Zuordnen und Sortieren der Abbruchmaterialien nach Inhaltsstoffen oder das Identifizieren von Schad- und Gefahrstoffen.
- Theoretisch-abstrakte Tätigkeiten betreffen beispielsweise die Organisation der Arbeitsabläufe und die Berücksichtigung der Gebäudestatik bei Abrissarbeiten.
Wichtige physische Voraussetzungen für die Arbeit als Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik sind Körperkraft und Ausdauer. Beide Eigenschaften sind notwendig beim Heben, Halten und Bewegen von größeren Bauteilen oder bei der Handhabung von schweren Werkzeugen. Eine robuste Gesundheit hilft nicht nur, bei jedem Wetter Arbeiten im Freien auszuführen, sondern auch Belastungen durch Staub, Lärm, Vibrationen oder Baustoffe und Chemikalien zu begegnen. Körperbeherrschung und Schwindelfreiheit ermöglichen die Arbeit in größerer Höhe, etwa auf Leitern, Gerüsten, Hubarbeitsbühnen oder auch Dächern. Das Hörvermögen sollte nicht eingeschränkt sein, um auch in lauter Arbeitsumgebung auf Hinweise und Warnrufe reagieren oder Baumaschinen wahrnehmen zu können.
Da die meisten Arbeiten am Bau im Team erledigt werden, ist auch das Sozialverhalten wichtig. Der Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik muss Anweisungen entgegennehmen und verantwortungsbewusst und selbstständig umsetzen können. Er hat Absprachen zu treffen und verlässlich einzuhalten. Sorgfalt und Umsicht sind gefragt bei Arbeiten an elektrischen Installationen oder beim Führen von schwerem Gerät. Flexibilität ist gefordert beim Arbeiten an ständig wechselnden Einsatzorten bei unterschiedlichen Bedingungen.
Zu den berufsspezifischen Voraussetzungen für die Arbeit als Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik gehören damit unter anderem:
- Kraft und Ausdauer;
- handwerkliches Geschick;
- technisches Verständnis;
- Kenntnisse in Mathematik, Physik und Chemie;
- selbstständige und verantwortungsbewusste Arbeitsweise;
- robuste körperliche Konstitution;
- Schwindelfreiheit;
- Teamfähigkeit;
- örtliche Flexibilität.
Für die Ausbildung zum Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik ist ein Schulabschluss aus rechtlicher Sicht keine Voraussetzung. Betriebe stellten 2022 aber gemäß Datensystem Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zu gleichen Teilen Ausbildungsanfänger mit Hauptschulabschluss und mit mittlerem Schulabschluss ein. Der Anteil lag jeweils bei 43 Prozent – da nur 21 Ausbildungsplätze besetzt wurden, waren dies jeweils 9 Personen. Weitere 3 Azubis und damit 14 Prozent hatten die Hochschulreife, also Abitur oder Fachabitur.
Wie läuft die Ausbildung zum Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik ab?
Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik ist ein anerkannter dualer Ausbildungsberuf, der in drei Jahren im ausbildenden Betrieb und in der Berufsschule erlernt wird. Eine abgeschlossene zweijährige Ausbildung als Hochbaufacharbeiter kann dabei unter Umständen auf die Ausbildung angerechnet werden und diese entsprechend verkürzen.
Am Ende des ersten Ausbildungsjahrs gibt es eine erste Zwischenprüfung. Nach dem zweiten Lehrjahr folgt eine zweite Zwischenprüfung, die bei einem Ausbildungsbeginn ab dem 01.08.2026 als Gesellenprüfung auch zum Abschluss als Hochbaufacharbeiter mit Schwerpunkt Beton- und Stahlbetonarbeiten oder Abbruch- und Betontrenntechnikarbeiten führen wird. Die Abschlussprüfung für Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik folgt nach drei Jahren am Ende der Ausbildung und schließt die Lehre ab.
Die betriebliche Ausbildung ist für die Azubis kostenfrei. Oft werden auch die in der Berufsschule benötigten Lernmittel und die Berufskleidung gestellt; bei der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) die aus Sicherheitsschuhen, Gehörschutz, Handschuhen und, je nach Arbeit, anderen Bestandteilen besteht, ist dies sogar Pflicht. Aufwendungen für die Fahrten zu unternehmensübergreifenden Kursen oder zu Schwerpunktberufsschulen sowie für eine auswärtige Unterbringung während dieser Zeiten werden meist ebenfalls vom Arbeitgeber übernommen. Wer umziehen muss, um die Ausbildung antreten zu können, kann eine Förderung im Rahmen der Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) bei der Bundesagentur für Arbeit beantragen.
Die schulische Ausbildung erfolgt in der Berufsschule während normaler Schulzeiten an maximal zwei Tagen pro Woche oder zu jeweils mehrwöchigen Unterrichtsblöcken zusammengefasst an Schwerpunktschulen. Teilweise wird er auch in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt. Dies gilt 2024 in allen Bundesländern außer in Bremen, Hamburg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt. Schulort ist Gelsenkirchen in Nordrhein-Westfalen.
Auf dem Stundenplan stehen in der Berufsschule einerseits allgemeinbildende Fächer wie Deutsch und Englisch sowie Wirtschaft und Gesellschafts- oder Sozialkunde. Andererseits werden die für den Beruf notwendigen theoretischen Inhalte vermittelt. Im ersten Jahr geht es um Grundlagen wie die Einrichtung einer Baustelle, das Mauern und die Herstellung von Stahlbetonteilen und Holzkonstruktionen sowie das Beschichten und Verkleiden von Bauteilen. Im zweiten Jahr stehen Betonarbeiten im Vordergrund wie die Herstellung von Stahlbetonstützen, Kelleraußenwänden, geraden Treppen und Massivdecken. Im dritten Jahr liegt der Schwerpunkt auf Abbruch- und Rückbauarbeiten, etwa bei Wohn- und Bürogebäuden, Lagerhallen und Brücken, sowie auf dem Entkernen, auch bei denkmalgeschützten Gebäuden.
Die praktische Ausbildung erfolgt im Ausbildungsbetrieb. Sie dient dazu, die Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Erledigung aller üblicherweise anfallenden Arbeiten zu vermitteln und zunehmend selbstständiges Arbeiten zu ermöglichen. In den ersten beiden Jahren stehen neben der Einrichtung von Baustellen und der Arbeitsvorbereitung die Holzbearbeitung sowie Maurer- und Betonarbeiten im Mittelpunkt. Das Spektrum beginnt beim Errichten einer Steinmauer und dem Herstellen von Beton- und Stahlbetonteilen. Weiter geht es mit dem Verlegen und Anschließen von Ver- und Entsorgungsleitungen. Schließlich werden Putz- und Estricharbeiten ausgeführt, Fliesen gelegt und Dämmstoffe eingebaut. Im dritten Jahr liegt der Schwerpunkt auf dem Einsatz von Baustellenfahrzeugen und Großgerät bei Abbruch- und Rückbauarbeiten. Ein weiteres Thema ist der Umweltschutz und damit das fachgerechte Trennen und Lagern von Abbruchmaterialien.
Wie viel verdient ein Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik?
Jeder, der im dualen System ausgebildet wird, erhält von seinem Ausbildungsbetrieb eine Ausbildungsvergütung. Diese muss laut Berufsbildungsgesetz (BBiG) angemessen sein. Wenn es keine tariflichen Regelungen gibt, muss die Vergütung im ersten Lehrjahr bei mindestens 620 Euro brutto im Monat liegen, wenn die Ausbildung im Jahr 2023 angetreten wurde. Dieser Sockelbetrag wird im zweiten und dritten Lehrjahr um mindestens 18 bzw. 35 Prozent erhöht – so sieht es § 17 Absatz 1 und 2 BBiG vor. Wer im September 2023 eine Ausbildung mit Mindestvergütung angetreten hat, erhält im dritten Lehrjahr also monatlich 837 Euro brutto als Minimum.
Derzeit liegen für Azubis, die eine Lehre zum Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik angetreten haben, keine tarifvertraglichen Vereinbarungen vor. Verschiedene Quellen wie Ausbildungsportale und Handwerkskammern geben als Ausbildungsvergütungen monatliche Bruttobeträge um 680 Euro im ersten, zwischen 780 und 900 Euro im zweiten und zwischen 921 und 1.202 Euro im dritten Lehrjahr an. Als Einstiegsgehälter werden Werte zwischen 2.000 Euro und ca. 2.770 Euro brutto im Monat genannt, die Stundenlöhne liegen üblicherweise zwischen knapp 18 und gut 22 Euro brutto je nach Branche, Unternehmensgröße, Standort und Erfahrung bzw. Dienstalter. Die Spanne der durchschnittlichen Arbeitsentgelte reicht von ca. 2.150 Euro Monatsbrutto in Sachsen bis zu über gut 3.000 Euro brutto im Monat im Saarland und in Baden-Württemberg. Spitzenverdiener kommen in diesem Beruf auf ca. 3.400 Euro Monatsbrutto
Wie kann ein Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik aufsteigen?
Was in alten Gebäuden Standard war, ist heute in vielen Fällen eine Altlast. So sind Bleirohre und Asbest mittlerweile ersetzt worden durch Kunststoffrohre und Steinwolle. Und es werden ständig neue Werkstoffe mit neuen Eigenschaften entwickelt und neue oder abgeänderte Verfahren in der Bauindustrie angewendet. Auch die Informations- und Kommunikationstechnik spielt mittlerweile eine bedeutende Rolle bei Neubauten, Stichwort „Smart Home“ oder „Smart Factory“. Beim Erstellen von neuen Gebäudeteilen und beim Rückbau im Altbestand sowie beim Trennen der Abbruchmaterialien sind daher auch die Auswirkungen auf die Ver- und Entsorgungsleitungen zu berücksichtigen. Dazu kommen additive Herstellungsverfahren wie der 3D-Druck oder Hilfsmittel wie Virtual- oder Augmented-Reality-Datenbrillen. Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik müssen sich hier durch Anpassungsweiterbildungen auf den aktuellen Stand bringen, um den Überblick zu behalten und den Anschluss nicht zu verlieren. Fortbildungen in den Bereichen Umgang mit Gefahrstoffen, Sondermüll, Altlasten und Bodenschutz, Arbeitsschutz und Sanierung von Bauschäden sensibilisieren für die möglichen Gefährdungen und unterstützen beim Umgang mit Problemstoffen. Klassische Fortbildungen sollten die Themen Baumaschinenführung und Hochbau behandeln, aber auch Schweiß-, Füge- und Trenntechniken sowie Qualitätsmanagement.
Aufstiegsweiterbildungen ermöglichen es einem Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik, die berufliche Qualifikation zu erhöhen und anspruchsvollere Arbeiten mit mehr Verantwortung zu übernehmen. Typischerweise folgt eine Techniker-Ausbildung, etwa mit dem Schwerpunkt Bautechnik oder Hochbau, die Weiterbildung zum Polier bzw. Werkpolier im Hochbau oder, für kaufmännisch Interessierte, die zum Technischen Fachwirt. Auch der Schritt zum Ausbilder steht zur Wahl. Wer sich als Fach- und Führungskraft qualifizieren möchte, sollte Führungsseminare besuchen und zudem Softskills wie Kommunikationsfähigkeit oder Selbstorganisation und -motivation stärken.
Mit einer Hochschulzugangsberechtigung, also einem Abitur oder Fachabitur, ist auch ein Studium an einer Universität oder Fachhochschule möglich. Naheliegend sind Studiengänge wie Bauingenieurwesen oder Abfall- und Entsorgungstechnik. Wer sich in Richtung Betriebswirtschaft ausrichten möchte, ist mit dem Fach Wirtschaftsingenieurwesen gut beraten. Nach dem Studium bieten sich mit einem Bachelor- oder Magister-Abschluss viele Perspektiven in der Bau- und Immobilienbranche.
Wer die Selbstständigkeit als Ziel hat, kann als Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik auch ein eigenes Unternehmen gründen oder als Franchisenehmer eine Existenz aufbauen. Als Kundschaft kommen Industrieunternehmen und Gewerbebetriebe in Betracht, die stillgelegte oder nicht genutzte Anlagen abreißen oder zurückbauen wollen. Aber auch Privathaushalte benötigen immer wieder Fachleute, wenn es um Kernbohrungen in Betonwänden und -decken oder um das Schneiden von Tür- und Fensteröffnungen in Stahlbeton geht.
Ihr Ansprechpartner

Torsten Klanitz
Produktmanager
Fon: +49 6151 8801 125

