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Das Know-How.

Seminare, Schulungen, Ausbildungen und Trainings

Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik – Ausbildung


Elektromotoren als Antriebe und Generatoren zur Stromerzeugung werden sowohl in Haushalts- und Gartengeräten als auch in gewerblich oder industriell genutzten Maschinen verbaut. Ein Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik fertigt die Geräte an, installiert sie und nimmt sie in Betrieb. Zudem ist er für deren Wartung und Reparatur zuständig.

Bildungsweg
Bildungsweg:
Duale Ausbildung
Empfohlener Abschluss
Empfohlener Abschluss:
mittlerer Bildungsabschluss
Ausbildungsdauer
Ausbildungsdauer:
3,5 Jahre
Ausbildungsvergütung
Ausbildungsvergütung:
im Handwerk ab ca. 800 € / Monat, in der Industrie ab 1.100 € / Monat im 1. Ausbildungsjahr

Was macht ein Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik?

Ein Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik ist im Lebenszyklus von elektrischen Anlagen und Systemen von Anfang bis zum Ende eingebunden. Er stellt unter anderem elektrische Antriebe wie Elektromotoren samt dazugehörenden Getrieben her, aber auch Transformatoren oder Generatoren zur Stromerzeugung. Dazu fertigt er an Dreh- oder Fräsmaschinen mechanische Bauteile wie Zahnräder, Wellen, Lager und Gehäuse oder stellt an Wickelmaschinen Spulen her. Er montiert hydraulische, pneumatische und elektrische Komponenten, schließt sie an und installiert elektronische Steuereinheiten, die er teilweise auch selbst programmiert. Die verschiedenen Baugruppen stimmt er aufeinander ab, um das Gerät anschließend in Betrieb zu nehmen und, falls nötig, auch mit anderen Einrichtungen zu vernetzen. Die zukünftigen Nutzer weist er in die Bedienung ein. Laufende Systeme inspiziert und wartet er. Treten Störungen oder Defekte auf, identifiziert der Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik mit Mess- und Prüfeinrichtungen sowie elektronischen Diagnosegräten die Ursachen und beseitigt sie. Dazu demontiert er Bauteile, repariert oder ersetzt sie, konfiguriert und kalibriert das System neu und nimmt es wieder in Betrieb. Ist eine elektrische Anlage nicht mehr wirtschaftlich nutzbar, übernimmt er auch deren Demontage und führt die Bauteile der Wiederverwertung zu.

Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik arbeiten vorwiegend in Unternehmen der Elektroindustrie und der Energieversorgung sowie in Handwerksbetrieben des Elektromaschinenbaus, aber auch im Fahrzeugbau. Die Fertigung der Geräte oder Systeme erfolgt in der Regel in Werkshallen oder in Werkstätten. Installations- und Wartungsarbeiten, aber auch Instandsetzungsmaßnahmen werden oft beim Kunden durchgeführt. Hier sind Tätigkeiten auf Baustellen, im Freien oder in Gebäuden auszuführen – auch in größerer Höhe, etwa auf Dächern, oder unter beengten räumlichen Verhältnissen und in unbequemen Zwangshaltungen, zum Beispiel zwischen Anlagenteilen. Unter Umständen herrscht bei Reparaturen großer Zeitdruck, um den Stillstand eines für die Produktion wichtigen elektrischen Systems möglichst rasch zu beenden. Dann können Bereitschaftsdienste und Dienstreisen, unter Umständen auch ins Ausland, anfallen.

Ein Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik ist bei seiner Arbeit oft Lärm, Kühl- und Schmiermitteln, Lötdämpfen und Produktionsrückständen, aber – bei einem Wechsel von Innenräumen ins Freie – unter Umständen auch Temperaturwechseln ausgesetzt. Von ihm werden grobmotorische Tätigkeiten beim Heben, Tragen und Halten von größeren oder schwereren Bauteilen ebenso verlangt wie feinmotorische Arbeiten beim Einbau von elektronischen Komponenten oder dem Verlöten von elektrischen Kontakten. Wichtig ist, dass ein Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik Arbeiten an elektrischen Einrichtungen mit großer Sorgfalt und Umsicht durchführt, da Lebensgefahr durch die Stromwirkung besteht. Die einschlägigen Sicherheitsvorschriften muss er daher konsequent einhalten.

Die Arbeit eines Elektronikers für Maschinen und Antriebstechnik umfasst damit unter anderem diese Aufgaben:

  • Arbeit mit und an (nicht nur elektrischen) Geräten, Maschinen und Anlagen;
  • handwerkliche Tätigkeiten beim Montieren, Installieren, Reparieren und Demontieren von Baugruppen;
  • Steuer-, Regelungs- und Messeinrichtungen einbauen und konfigurieren;
  • Maschinen und Antriebe aufeinander abstimmen, programmieren, vernetzen und in Betrieb nehmen;
  • Nutzer einweisen;
  • Ursachen von Fehlern und Störungen identifizieren, analysieren und beheben;
  • Bauteile und Systemkomponenten auf Funktionsfähigkeit prüfen, warten, instand halten und reparieren;
  • Tätigkeiten dokumentieren.

Für wen ist die Ausbildung zum Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik geeignet?

Wer Freude daran hat, elektrische Haushalts- und Gartengeräte wie Föhn, Mixer oder Rasenmäher zu reparieren und Rollläden, Markisen, Garten- sowie Garagentor mit Elektromotoren und Steuerungselementen ausstattet, um sie automatisch zu betreiben, erfüllt schon einige Voraussetzungen für den Beruf eines Elektronikers für Maschinen und Antriebstechnik. Aber die Elektrik samt dazugehörender Elektronik ist nur ein Arbeitsbereich, denn die manuelle und die maschinelle Herstellung und Bearbeitung von nicht stromführenden Komponenten sind wichtige Bestandteile der Arbeit und müssen gleichermaßen beherrscht werden.

Ein Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik sollte sich daher für die sogenannten MINT-Fächer – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – interessieren. Naturwissenschaftliche, insbesondere physikalische Grundlagen sind wichtig für das Verständnis von Elektrizität und ihren Anwendungen und vermitteln die Kenntnis der Eigenschaften von Materialien. Im Bereich Technik und ihrer Anwendung, dem Werken, werden die Zusammenhänge zwischen dem Aufbau und der Funktionsweise von elektrischen und elektronischen, aber auch mechanischen, hydraulischen und pneumatischen oder optischen Bauteilen deutlich. Mathematik und Geometrie sind die notwendigen Werkzeuge, um die Auslegung von Leitungen und Bauteilen sowie deren Leistungsaufnahmen und Wirkungen berechnen zu können. Informatik schließlich ist der Zugang zur Elektronik. Hierzu gehören nicht nur viele der notwendigen Mess-, Steuer- und Regelungseinrichtungen, sondern auch die Programmierung von Maschinen sowie die Vernetzung von Bauteilen und Anlagen.

Bei der Ausbildung zum Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik werden drei Schwerpunkte gesetzt:

  • Konkrete praktische Tätigkeiten wie das Fertigen von Einzelteilen und das Montieren und Demontieren von Baugruppen überwiegen. Dazu kommen Arbeiten zum Anschluss der Gerätschaften an Versorgungsleitungen oder an das Kommunikationsnetz sowie Einstellarbeiten.
  • Theoretisch-abstrakte Tätigkeiten umfassen die systematische Fehlersuche an installierten Systemen unter Einsatz von analogen und digitalen Messgeräten und Diagnoseeinrichtungen. Weitere Arbeiten mit theoretischem Hintergrund sind Überlegungen zur Einbindung neuer Komponenten oder zur Erweiterung bestehender Systeme.
  • Organisatorisch-prüfende Tätigkeiten beziehen sich auf Steuerungs- und Überwachungsvorgänge bei den Maschinen und Antrieben – etwa bei gebäudetechnischen Systemen wie dem Antrieb eines Aufzugs oder eines Tiefgaragentors. Sorgfältiges und verantwortungsbewusstes Arbeiten dient hier der Gewährleistung eines sicheren Betriebs der Systeme. Die durchgeführten Arbeiten sind zu dokumentieren, um Transparenz zu schaffen und bei Bedarf weitere Maßnahmen daraus ableiten zu können.

Der Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik muss in der Lage sein, technische Zeichnungen, Schalt- und Montagepläne nicht nur zu lesen und zu verstehen, sondern auch praktisch umzusetzen. Die körperliche Konstitution sollte es erlauben, handwerkliche und industrielle Arbeiten bei der Fertigung und Bearbeitung von einzelnen Werkstücken bis hin zu ganzen Systemen zu übernehmen. Dazu gehören feinmotorische Tätigkeiten wie das Löten von Kabelverbindungen ebenso wie der Einsatz von Fräs- oder Drehmaschinen oder der Umgang mit mehr oder weniger großen und schweren Maschinen- und Anlagenteilen. Zu den physischen Voraussetzungen gehört ebenfalls eine robuste Gesundheit, da der Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik nicht immer in Werkshallen und Werkstätten arbeitet, sondern auch auf Baustellen oder im Freien.

Örtliche und zeitliche Flexibilität sind gefordert bei Arbeiten zu unterschiedlichen Zeiten, etwa im Schicht- oder Bereitschaftsdienst, aber auch bei Einsätzen bei der Kundschaft vor Ort. Das Sozialverhalten sollte die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Kollegen und Vorgesetzten und den direkten Austausch mit Kunden, etwa bei der Einweisung an neuen Systemen, erlauben. Das mündliche Ausdrucksvermögen ist hier die Grundlage für eine verständliche Kommunikation. Eine sehr sorgfältige und umsichtige Arbeitsweise sowie hohes Sicherheitsbewusstsein sind wichtig, damit der Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik weder sich selbst noch andere gefährdet – insbesondere bei Arbeiten mit Strom. Absprachen sind also verlässlich einzuhalten.

Bei einer Ausbildung zum Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik sind damit diese Eigenschaften gefordert:

  • Interesse an MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik);
  • technisches Verständnis;
  • selbstständige und sorgfältige Arbeitsweise;
  • handwerkliches Geschick;
  • Umsicht und Verantwortungsbewusstsein;
  • zeitliche und räumliche Flexibilität;
  • sprachliche Kompetenz.

Die Aufnahme einer Ausbildung zum Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik ist prinzipiell auch ohne Schulabschluss möglich. In der Praxis verlangen ausbildende Betriebe allerdings meist mindestens einen mittleren Bildungsabschluss, also die „Mittlere Reife“ oder den Realschulabschluss.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) gibt in seinem Datensystem Auszubildende (DAZUBI) an, dass es im Jahr 2022 288 Auszubildende für den Beruf des Elektronikers für Maschinen und Antriebstechnik gab, 219 im Handwerk und 69 in der Industrie. Im Handwerk konnten 56 Prozent einen mittleren Bildungsabschluss vorweisen, jeder Vierte hatte einen Hauptschulabschluss und jeder Sechste die Hochschulreife. In der Industrie hatten 62 Prozent die mittlere Reife und 29 Prozent die Hochschulreife. Mit einem Hauptschulabschluss starteten hier nur 9 Prozent.


Wie läuft die Ausbildung zum Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik ab?

Die Ausbildung zum Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik dauert dreieinhalb Jahre und erfolgt dual, also im ausbildenden Betrieb und in der Berufsschule. Je nach Zuordnung des Ausbildungsbetriebs erfolgt hier die Unterscheidung der Ausbildungsgänge: In der Industrie erfolgt sie auf Grundlage des Bundesbildungsgesetzes (BBiG), im Handwerk gemäß Handwerksordnung (HwO). Die Abschlussprüfung, die nach schriftlichen und praktischen Leistungsnachweisen zum Gesellenbrief führt, ist „gestreckt“: Der erste Teil ist im letzten Quartal des zweiten Ausbildungsjahrs abzulegen, der zweite Teil am Schluss der Lehrzeit beendet die Ausbildung. Je nach Wirtschaftszweig lautet der offizielle Titel dann „Elektroniker/in Maschinen und Antriebstechnik (BBiG)“ oder „Elektroniker/in Maschinen und Antriebstechnik (HwO)“.

Die Kosten für die betriebliche Ausbildung werden vom ausbildenden Unternehmen getragen. Berufsbekleidung und Lernmittel werden oft gestellt; Aufwendungen für unternehmensübergreifende Kurse, Unterkünfte und ausbildungsbedingte Fahrten werden in der Regel übernommen. Wenn ein Wohnortwechsel notwendig wird, um die Ausbildung antreten zu können, können bei der Bundesagentur für Arbeit im Rahmen der Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) Förderungen beantragt werden.

Die schulische Ausbildung in einer Berufsschule erfolgt in den meisten Bundesländern an ein bis zwei Berufsschultagen pro Woche in der Nähe des Ausbildungsorts. In den Ländern Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sind jeweils mehrwöchige Unterrichtsblöcke an Schwerpunktschulen vorgesehen – in Burg in Sachsen-Anhalt bzw. in Neumünster in Schleswig-Holstein.

Zu den allgemeinbildenden Schulfächern gehören Deutsch, Englisch, Wirtschaft- und Sozialkunde, die Lehrinhalte in Mathematik und Physik werden berufsspezifisch ausgerichtet. Zu den berufskundlichen Fächern gehören dann im ersten Lehrjahr unter anderem die Analyse, Prüfung, Planung und Ausführung von elektrischen und elektrotechnischen Systemen und Steuerungselementen sowie die Bereitstellung informationstechnischer Systeme. Im zweiten Jahr stehen die Herstellung, die Energieversorgung und das Betriebsverhalten elektrischer Geräte, Maschinen und Anlagen im Mittelpunkt. Weitere Themen sind die Dimensionierung und Integration von mechanischen Komponenten. Im dritten Lehrjahr werden die Instandsetzung, die Auslegung von Steuerungen und Regelungen und komplexe Antriebssysteme behandelt. Im vierten Jahr geht es um die Optimierung komplexer Systeme und die Einbindung von „intelligenten“ Komponenten.

Die praktische Ausbildung im Betrieb zielt ab auf die zunehmend selbstständige Bearbeitung aller Routineaufgaben. Basis dafür sind Unterweisungen zu allen relevanten rechtlichen, technischen und betrieblichen Vorgaben und das sichere Verwenden der fachsprachlichen Begriffe. Da an elektrischen Systemen gearbeitet wird, liegt ein Schwerpunkt auf den Themen Arbeitsschutz und Sicherheit. Bei der praktischen Umsetzung stehen zunächst die Planung und Organisation der Arbeit und die Ausführung handwerklicher Standardaufgaben im Vordergrund – auch das Montieren und Instandsetzen mechanischer Bauteile und Baugruppen. In den ersten anderthalb Jahren wird das Messen und Auswerten von physikalischen Parametern erlernt, um Maschinen und antriebstechnische Systeme analysieren zu können. Es werden elektrische Antriebs-, Energieerzeugungs- und Energiespeichersysteme installiert und angeschlossen und mit elektronischen Steuerungskomponenten versehen. Im Betrieb stehende Systeme werden instand gehalten und repariert. Während der weiteren Lehrzeit werden die bisher gelernten Ausbildungsinhalte vertieft und durch das Installieren und Inbetriebnehmen von analogen und digitalen Steuerungen ergänzt.

Abhängig vom ausbildenden Betrieb können auch Zusatzqualifikationen erworben werden, etwa im Bereich „Digitale Fertigungsprozesse“. Schwerpunkte sind unter anderem Automatisierungstechnik und Gestaltung von CNC-Fertigungsprozessen, aber auch Service- und Instandhaltungstechnik.


Wie viel verdient ein Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik?

Wer eine anerkannte duale Ausbildung absolviert, hat nach Berufsbildungsgesetz (BBiG) Anrecht auf eine angemessene Ausbildungsvergütung. Diese wird vom ausbildenden Betrieb gezahlt. In der Regel darf die Vergütung im ersten Lehrjahr 620 Euro brutto monatlich nicht unterschreiten, wenn die Lehre zwischen dem 01.01. und dem 31.12.2023 angetreten wurde (§ 17 Absatz 1 und 2 BBiG). Im zweiten, dritten und vierten Lehrjahr erhöht sich die Vergütung um mindestens 18, 35 bzw. 40 Prozent; Bemessungsgrundlage ist der gesetzlich festgelegte Grundbetrag. Wurde im September 2023 eine Ausbildung mit der Mindestvergütung begonnen, sind im vierten Lehrjahr also als Minimum 868 Euro brutto monatlich zu erwarten.

Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik liegen während ihrer Ausbildung über diesem Betrag. Allerdings unterscheiden sich die beiden Ausbildungsgänge in Handwerk und Industrie trotz nahezu gleicher Inhalte bei der Entlohnung deutlich: Während im Handwerk im ersten Lehrjahr meist zwischen 800 Euro und 900 Euro brutto im Monat bezahlt wird – nur in Niedersachen und Baden-Württemberg wird die 1.000-Euro-Marke überschritten –, zahlt die Industrie ein Monatsbrutto zwischen etwa 1.070 und 1.200 Euro. In den Folgejahren gleichen sich die Vergütungen an, bis das Monatsbrutto Spitzenwerte von rund 1.300 Euro im Handwerk und 1.400 Euro in der Industrie erreicht. Die Unterschiede bleiben aber spürbar und hängen unter anderem auch vom Bundesland ab.

Auch das Einstiegsgehalt als Geselle hängt davon ab, ob man in der Industrie oder im Handwerk beschäftigt wird – und in welchem Bundesland. Der Einstiegslohn liegt oft bei gut 2.800 Euro brutto im Monat. Als beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung nennt die Bundesagentur für Arbeit die Spanne von ca. 3.500 Euro bis 4.200 Euro. Der Durchschnittswert liegt deutschlandweit bei ca. 4.000 Euro brutto im Monat, wobei Fachkräfte mit langjähriger Erfahrung mehr als 5.000 Euro brutto monatlich erhalten können.


Wie kann ein Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik aufsteigen?

Die Berufegruppe „Elektroniker“, zu der der „Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik“ gehört, umfasst 14 anerkannte duale Ausbildungsgänge. Unterschieden werden die Bereiche Automatisierungstechnik, Energietechnik, Geräte und Systeme, verschiedene Arten der Gebäudeelektronik sowie Informations- und Kommunikationstechnik oder System- und Maschinentechnik. Darüber hinaus werden Ausbildungen zum „Elektroniker Prüffeld“, „Informationselektroniker“, „IT-System-Elektroniker“ und „Fluggeräteelektroniker“ angeboten. Da die naturwissenschaftlich-technischen Grundlagen der Berufsfelder sich gleichen und die Einsatzgebiete nicht scharf voneinander getrennt sind, ist ein Wechsel in einen anderen der eng miteinander verwandten beruflichen Bereiche oft problemlos möglich. Mit einer Anpassungsweiterbildung können die erforderlichen Zusatzqualifikationen erworben werden. Das Spektrum reicht hier von speziellen Verfahren der Metall- und Kunststoffbearbeitung über den Maschinen- und Anlagenbau, die Mess-, Steuer- und Regelungstechnik sowie die Wartung und Instandhaltung bis zur Qualitätsprüfung und zu Normen, Sicherheit- und Prüfbestimmungen in elektrischen Anlagen. Aber auch neue Techniken wie additive Fertigungsverfahren, insbesondere 3D-Druck, oder Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) sind zukunftsfähige Arbeitsbereiche.

Aufstiegsweiterbildungen qualifizieren für anspruchsvollere Tätigkeiten und ebnen den Weg zu Fach- und Führungspositionen mit größerer Verantwortung – und besseren Verdienstmöglichkeiten. Hier stehen Qualifizierungen als Techniker oder Industrie- bzw. Handwerksmeister in verschiedenen Fachrichtungen zur Auswahl, aber auch der Prozessmanager Elektrotechnik. Wer sich eher kaufmännisch ausrichten möchte, kann den technischen Fachwirt anstreben oder, im Handwerk, die Fachperson für kaufmännische Betriebsführung (HwO).

Neben den rein fachlichen Aspekten als „Hardskills“ sollten (zukünftige) Fach- und Führungskräfte aber auch ihre Führungsfähigkeiten verbessern und die sogenannten „Softskills“ stärken. Wichtige Themen sind beispielsweise Führungskompetenz, Personaleinsatzplanung und -entwicklung, Gesprächsführung, Konfliktmanagement, Zeitmanagement oder Lean Production.

Wer mit seinem Schulabschluss oder während seiner Aus- und Weiterbildung die Hochschulreife erworben hat, kann auch ein Studium aufnehmen, um höhere berufliche Positionen zu erreichen. Ingenieurdisziplinen bieten sich dazu an, denn sie ergänzen als technische Studiengänge das in der Ausbildung erworbene Wissen und erweitern es um viele theoretische Aspekte. Studienschwerpunkte können zum Beispiel Energietechnik oder Elektrotechnik sein. Aber auch Fächer wie Automatisierungstechnik, Informations- und Kommunikationstechnik, Batterietechnik, Fahrzeugtechnik oder Mechatronik kommen in Betracht. Wer seinen Horizont in Richtung Betriebswirtschaft erweitern möchte, sollte den Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen wählen.

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