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Das Know-How.

Seminare, Schulungen, Ausbildungen und Trainings

Gebäudereiniger – Ausbildung


Gebäudereiniger säubern und pflegen Wohn- und Gewerbeobjekte – innen und außen, von der Hochhausfassade bis zur Tiefgarage, vom Glasdach bis zum Parkplatz. Eingesetzt werden sie in Produktionshallen von Industrieunternehmen ebenso wie in öffentlichen Einrichtungen, in Bürogebäuden und Wohnblocks ebenso wie in privaten Ein- oder Mehrfamilienhäusern.

Bildungsweg
Bildungsweg:
Duale Ausbildung im Handwerk
Empfohlener Abschluss
Empfohlener Abschluss:
Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Ausbildungsvergütung
Ausbildungsvergütung:
ab 900 €/Monat im 1. Ausbildungsjahr

Was macht ein Gebäudereiniger?

Ein Gebäudereiniger macht sauber – Innenräume, Fenster, Fassaden, Glasdächer und Sonnenschutzeinrichtungen, aber auch Außenanlagen und Verkehrsflächen. In fertigenden Betrieben säubert er Produktionshallen und -anlagen, in Logistik- und Handelsunternehmen Lagerhallen. Handelt es sich um Büro- oder Schulgebäude, putzt er Fenster, saugt Böden, leert Papierkörbe und wischt Flure und Treppen. Bei Turn- und Veranstaltungshallen kehrt er maschinell die großen Bodenflächen und sorgt in den Sanitärbereichen, etwa durch Dampfstrahlen und Desinfizieren, für hygienische Bedingungen – ebenso wie in Schwimmbädern, Krankenhäusern oder Pflegeinrichtungen. Sogar in Verkehrsmitteln wie Bus und Bahn wird der Gebäudereiniger eingesetzt: Dort sammelt er Abfälle ein und reinigt den Fahrgastraum. Damit ist er als „Saubermann“ unentbehrlich für Unternehmen nahezu jeder Branche und Größe. Aber er ist auch in öffentlichen Einrichtungen zu finden, in Wohnanlagen von Immobilienunternehmen und in privaten Ein- oder Mehrfamilienhäusern.

Seine Arbeit führt der Gebäudereiniger nicht nur von Hand und mit handgeführten Geräten aus, er setzt auch Maschinen ein, wo es möglich ist – wenn beispielsweise große Flächen zu behandeln sind. Typische Arbeitsmittel für den rein manuellen Einsatz sind Staubtuch und Wischlappen sowie Eimer, Schrubber, Besen, Fensterwischer und -abzieher. Technisch unterstützt wird der Gebäudereiniger dann durch Bodenreinigungsgeräte wie Staubsauger, Kehr- und Poliermaschinen, Hochdruck-, Dampfreinigungs- und Sandstrahlgeräte, aber auch Laubbläser und -sauger sowie Rasenmäher. Bei der Reinigung, der Desinfektion, der Eindämmung von Schimmelbefall oder auch der Bekämpfung von Schädlingen setzt er Chemikalien wie chemische und natürliche Reinigungsmittel, Imprägnierlösungen, Polier- und Pflegemittel, aber auch Desinfektions- und Schädlingsbekämpfungsmittel ein.

Unterschieden werden kann bei der Tätigkeit des Gebäudereinigers grundsätzlich zwischen der Unterhaltsreinigung, der Glas- und Fassadenreinigung sowie Maßnahmen im Bereich Hygiene und Umweltschutz. Zur Unterhaltsreinigung gehört beispielsweise die regelmäßige Grund- bzw. tägliche Standardreinigung gemäß Reinigungsplan – vom Staubwischen über die Bodenpflege bis zur Reinigung der sanitären Anlagen. Die Glas- und Fassadenreinigung beginnt mit der Begutachtung des Arbeitsplatzes: Der Gebäudereiniger stellt dabei die Art und den Grad der Verschmutzung fest, etwa durch Vogelkot oder Graffiti, und prüft das Objekt auf Beschädigungen. Er wählt die geeigneten technischen Hilfsmittel aus, um auch höhere Gebäudeteile zu erreichen – zum Beispiel Fassadenbefahranlagen, hydraulische Hebebühnen oder Gerüste – und berechnet per Software bzw. Apps die zu reinigenden Flächen und damit die Reinigungskosten. Bei der Arbeit in der Höhe muss der Gebäudereiniger strenge Sicherheitsvorschriften einhalten, um sich gegen Absturz zu sichern und Passanten und Verkehr nicht zu gefährden. Gereinigt werden Fassaden sowie Glasfronten und -dächer, Wintergärten, Balkonverglasungen und Fenster, Licht- und Sonnenschutzanlagen, unter Umstände auch Photovoltaikanlagen. Kleinere Schäden an der Fassade gleichen sie mithilfe von Spachtelmassen aus. Die Pflege und Konservierung erfolgt durch Imprägnierungs- bzw. Versiegelungsmittel. Hygiene und Umweltschutz spielen im Gesundheits-, Pflege-, Sanitär- oder Lebensmittelbereich eine besondere Rolle. Der Gebäudereiniger muss hier strenge Standards einhalten, um die dort Beschäftigten sowie Patienten und Kunden bzw. Verbraucher, aber auch sich selbst vor biologischen Gefahren zu schützen und dabei die Umwelt vor Schäden zu bewahren.

Ein Gebäudereiniger arbeitet also drinnen wie draußen – in, an und auf Wohn- und Geschäftsgebäuden sowie Produktionshallen und Lagern, im Außenbereich, auf Baustellen und in Verkehrsmitteln. Als Arbeitgeber kommen Gebäude-, Glas-, Fassaden- und Industriereinigungsfirmen infrage, aber auch Bauunternehmen, Betriebe der Immobilienwirtschaft sowie Dienstleister in den Bereichen Facility Management, Schädlingsbekämpfung und Verkehrsmittelreinigung.

Die vielfältigen Tätigkeiten eines Gebäudereinigers lassen sich so zusammenfassen:

  • Planung und Organisation der Reinigungsarbeiten;
  • Auswahl und Bereitstellung geeigneter Arbeitsgeräte und -mittel;
  • Kalkulation von Angeboten;
  • Sicherheitsmaßnahmen festlegen und durchführen;
  • Innen- bzw. Unterhaltsreinigungsarbeiten durchführen;
  • Fassaden- und Außenreinigungsarbeiten erledigen
  • Reinigungsmaßnahmen in hygienisch sensiblen Bereichen ausführen;
  • Produktions- und Lagerhallen reinigen, Rückstände und Verschmutzungen in Fertigungseinrichtungen entfernen;
  • Außenanlagen säubern und pflegen (Hausmeisterservice und Winterdienst).

Für wen ist die Ausbildung zum Gebäudereiniger geeignet?

Wer sich in einem sauberen Raum wohlfühlt und das eigene Zimmer in seinem Zuhause akribisch sauber hält, selbst Staub wischt, den Teppichboden saugt und das Fenster putzt, hat schon die richtige Einstellung zur Arbeit als Gebäudereiniger.

Wichtige Schulfächer für die Arbeit als Gebäudereiniger sind Chemie und Physik, aber auch Mathematik – und vielleicht Informatik. Kenntnisse in Chemie helfen dabei, die Natur und die Wirkungsweise der Reinigungs- und Desinfektionsmittel zu verstehen und die passenden Chemikalien auszuwählen und richtig anzuwenden. Physikalisches Wissen ist notwendig, um die Belastbarkeit von Geräten, Bauteilen und Sicherheitseinrichtungen wie Haltegurten und Fangnetzen einschätzen zu können. Mathematik wird als Hilfswissenschaft gebraucht, um Dosierungen und Verdünnungen der eingesetzten Mittel zu berechnen, aber auch, um deren Bedarf anhand der Einsatzmenge pro Flächeneinheit zu bestimmen. Anwenderkenntnisse in Informatik sind notwendig, um beispielsweise die Fläche von Fassadenteilen mit einem smarten Endgerät wie Tablet oder per Smartphone-App aufzunehmen und Kosten für die Reinigung zu kalkulieren.

Ein Gebäudereiniger sollte zudem Interesse an praktisch-konkreten Tätigkeiten haben, also gerne Handarbeit verrichten – auch unter Einsatz von kleineren und größeren Elektro- und Motorgeräten, etwa beim Saugen oder Kehren von Böden oder dem Dampfstrahlen von gekachelten oder gefliesten Bereichen. Organisatorisch-prüfende Tätigkeiten fallen dann bei der Beurteilung der Art und dem Ausmaß der Verschmutzung zur Auswahl des Reinigungsverfahrens sowie bei Kontrolle des Reinigungsergebnisses an.

Zu den physischen Voraussetzungen für die Arbeit als Gebäudereiniger gehören Geschicklichkeit, Kraft und Ausdauer beim Einsatz und im Umgang mit den Arbeitsmitteln sowie Körperbeherrschung bei der Arbeit auf Leitern, Hebebühnen oder Fassadenbefahranlagen. Bei Arbeiten in der Höhe wird Schwindelfreiheit gefordert. Eine robuste Gesundheit ermöglicht den Wechsel zwischen Tätigkeiten in Innenräumen und Außenanlagen bei unterschiedlichsten Witterungsbedingungen. Ein intakter Geruchssinn hilft bei der Identifizierung von Hygieneproblemen, aber auch beim Erkennen der verschiedenen Chemikalien. Haut und Atemwege sollten intakt sein, um die Belastung bei der Einwirkung von Chemikaliendämpfen gering zu halten.

Zu den gewünschten Eigenschaften beim Arbeits- und Sozialverhalten zählen die Fähigkeit zur Teamarbeit und zur Kommunikation. Eine verlässliche, selbstständige Arbeitsweise sowie Leistungs- und Einsatzbereitschaft auch bei länger dauernden, eintönigen Arbeiten oder bei hartnäckigen Verschmutzungen an schwer zugänglichen Stellen sind ebenfalls unverzichtbar. Sorgfalt und Umsicht sind wichtig beim Gebrauch von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln in hygienisch anspruchsvollen Bereichen, etwa im Krankenhaus, sowie bei der Einhaltung von Sicherheitsvorschriften, etwa bei Arbeiten in der Höhe.

Wer eine Ausbildung zum Gebäudereiniger aufnehmen möchte, sollte daher unter anderem diese Eigenschaften vorweisen können:

  • Organisationstalent und gutes Zeitmanagement;
  • Kenntnisse in Chemie und Physik;
  • Anwenderkenntnisse in Mathematik und Informatik;
  • selbstständige, sorgfältige und umsichtige Arbeitsweise;
  • Geschicklichkeit und Ausdauer;
  • Schwindelfreiheit;
  • hohes Sicherheitsbewusstsein.

Wer Gebäudereiniger werden möchte, braucht dazu keinen Schulabschluss: 17 Prozent der 621 Ausbildungsanfänger im Jahr 2022 traten die Lehre ohne Hauptschulabschluss oder als Quereinsteiger an. Mehr als die Hälfte der Azubis (53 Prozent) kamen von der Hauptschule, gut ein Viertel (26 Prozent) hatte einen mittleren Bildungsabschluss, also einen Realschulabschluss oder die „Mittlere Reife“. Vier Prozent starteten mit der Hochschulreife. Diese Angaben liefert das Datensystem Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).


Wie läuft die Ausbildung zum Gebäudereiniger ab?

Der Beruf des Gebäudereinigers wird in einer dreijährigen dualen Ausbildung in der Berufsschule und im ausbildenden Betrieb erlernt. Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahrs sind die erworbenen Kenntnisse in einer Zwischenprüfung, dem ersten Teil der sogenannten „gestreckten Abschlussprüfung“, nachzuweisen. Der zweite Teil folgt am Ende des dritten Lehrjahrs. Wurde auch die letzte Prüfung erfolgreich abgelegt, ist die Lehrzeit beendet.

Das ausbildende Unternehmen trägt die Kosten für die Ausbildung. Es stellt die für den betrieblichen Teil der Ausbildung benötigten Ausbildungsmittel zur Verfügung und meist auch die Arbeitskleidung. In der Regel trägt der Ausbildungsbetrieb auch die Aufwendungen für unternehmensübergreifende Lehrgänge und auswärtige Unterbringungen, etwa bei Blockunterricht in Schwerpunktberufsschulen. Ist ein Wechsel des Wohnorts erforderlich, um die Ausbildung antreten zu können, kann der Azubi eine Förderung durch die Bundesagentur für Arbeit in Form einer Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) beantragen.

Die schulische Ausbildung findet meist in der Berufsschule „vor Ort“ statt, zu den normalen Schulzeiten. In den Ländern Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz und Saarland wird der Unterricht teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, in jeweils mehrwöchigen Blöcken; der Standort der Schwerpunktberufsschule ist Metzingen, nahe Reutlingen, in Baden-Württemberg. Unterrichtet werden einerseits allgemeinbildende Fächer wie Deutsch, Englisch, Wirtschafts- und Sozialkunde. Andererseits steht die berufliche Theorie auf dem Stundenplan. Die Schwerpunkte liegen in den ersten beiden Jahren auf der Reinigung und Pflege von Glas-, Textil-, Holz- und Steinflächen sowie elastischen Belägen. Weitere Themen sind die Säuberung von sanitären Einrichtungen, die Desinfektion von Oberflächen und das Vorgehen bei Schädlingsbefall. Im dritten Jahr stehen Fassaden, Industrieanlagen und Außenbereiche und deren Reinigung, Konservierung und Pflege im Mittelpunkt.

Die praktische Ausbildung im ausbildenden Unternehmen soll die Azubis dazu befähigen, täglich anfallende Arbeiten zunehmend selbstständig zu erledigen. Sie lernen beispielsweise, welche Reinigungsverfahren zu welchen Zwecken und unter welchen Umständen angewendet werden können und wie der Arbeitseinsatz geplant, organisiert, eingerichtet und gesichert werden sollte. Kern der Ausbildung ist dann die Durchführung von Reinigungsmaßnahmen. Dies umfasst nicht nur das Bedienen, die Pflege und Instandhaltung von Reinigungsgeräten, -maschinen und -anlagen, sondern auch die Prüfung von Leitern, Gerüsten, Fassadenbefahranlagen oder Hubarbeitsbühnen sowie das Anbringen und Nutzen von Absturzsicherungen. Weitere Themen sind die Auswahl und die Dosierung von Chemikalien zur materialspezifischen Behandlung und Pflege von Oberflächen. Hygienemaßnahmen und Umweltschutz stehen dann in den Bereichen Desinfektion und Schädlingsbekämpfung, aber auch bei der Entsorgung von Reststoffen und Reinigungsabfällen im Vordergrund.


Wie viel verdient ein Gebäudereiniger während der Ausbildung?

Gebäudereiniger werden im dualen System ausgebildet. Damit haben sie gemäß Berufsbildungsgesetz (BBiG) ein Anrecht auf eine angemessene Ausbildungsvergütung. Diese wird vom ausbildenden Unternehmen gezahlt. Ist dieses tarifgebunden, gelten die im Tarifvertrag festgelegten Vereinbarungen. Ansonsten legt das BBiG die Mindestvergütung fest (§ 17 Absatz 1 und 2 BBiG): Im ersten Lehrjahr beträgt sie 620 Euro brutto im Monat, wenn die Lehre im Jahr 2023 begonnen wurde. Dieser Betrag erhöht sich um mindestens 18 bzw. 35 Prozent im zweiten und im dritten Lehrjahr. Wer im September 2023 eine duale Ausbildung mit Mindestvergütung angetreten hat, erhält im dritten Lehrjahr daher mindestens 837 Euro Monatsbrutto.

Für das Gebäudereinigerhandwerk wurde ein Tarifvertrag abgeschlossen, der für das gesamte Bundesgebiet gilt. Danach beträgt die monatliche Brutto-Ausbildungsvergütung

  • im 1. Ausbildungsjahr 900 Euro,
  • im 2. Ausbildungsjahr 1.035 Euro und
  • im 3. Ausbildungsjahr 1.200 Euro.

Allerdings sind nicht alle Betriebe diesem Tarifvertrag beigetreten. Insbesondere kleinere Firmen sind nicht tarifgebunden – und beispielsweise für Immobiliengesellschaften, Bauunternehmen oder Dienstleister in den Bereichen Facility Management, Schädlingsbekämpfung und Verkehrsmittelreinigung gelten, wenn überhaupt, andere Tarifverträge. Genannt werden von Ausbildungsplattformen monatliche Brutto-Vergütungen ab ca. 830 Euro aufwärts.

Nach Abschluss der Ausbildung liegt das Gehalt je nach Unternehmen, Region und tatsächlicher Tätigkeit in einem Bereich zwischen gut 2.200 Euro und knapp 3.000 Euro brutto im Monat. Als deutschlandweites Durchschnittsentgelt gibt die Bundesagentur für Arbeit ein monatliches Brutto von ca. 2.520 Euro an.


Wie kann ein Gebäudereiniger aufsteigen?

Ein Gebäudereiniger hat eine Vielzahl von Einsatzbereichen – dementsprechend sind auch die Aufstiegsmöglichkeiten sehr unterschiedlich. Je nach Spezialisierung sollte sich ein Gebäudereiniger aber auf jeden Fall mit den sich ändernden Anforderungen von Kundenseite und neuen Entwicklungen auseinandersetzen, um in den Bereichen Reinigungsmittel und -verfahren, Oberflächenbehandlung oder Desinfektion stets auf dem aktuellen Stand zu sein. Anpassungsweiterbildungen können dazu dienen, sich hier weiterzuentwickeln, das Wissen zu vertiefen und sich zu spezialisieren.

Typische Themen für Fortbildungen sind die Gebäude-, Glas- und Fassadenreinigung, Hygiene, Schädlingsbekämpfung sowie Hausmeisterdienste. Um gezielt auf diese Themen einzugehen, bietet REFA praxisorientierte Seminare an, wie beispielsweise Effiziente Gebäudereinigung. Hier lernen die Teilnehmer, wie sie Arbeitsprozesse in der Reinigung optimieren und dadurch sowohl Qualität als auch Effizienz steigern können.

Wer auf dem Know-how als Gebäudereiniger aufbauen und sich für Aufgaben mit mehr Verantwortung oder sogar Führungspositionen qualifizieren möchte, sollte eine Aufstiegsweiterbildung wählen – beispielsweise zum Gebäudereinigermeister, sozusagen zum „Meister Propper“. Auch eine Weiterbildung zum Fachwirt für die Koordination von Gebäudedienstleistungen ist eine hervorragende Möglichkeit, um sich betriebswirtschaftliches und organisatorisches Wissen anzueignen, das für die Übernahme von Leitungsfunktionen in der Branche unerlässlich ist.

Wer seine betriebswirtschaftlichen Kompetenzen ausbauen möchte, kann eine Weiterbildung in Richtung Facility Management oder Umweltschutz anstreben oder sich als Fachmann für kaufmännische Betriebsführung qualifizieren. Zusätzlich sollten bei einer Qualifizierung für eine Leitungsfunktion auch die Softskills gestärkt werden. Dies ist möglich durch Seminare zu Themen wie Zeit- und Selbstmanagement, Führung, Gesprächsführung und Konfliktmanagement.

Für diejenigen, die ein fundiertes Verständnis in Kalkulation und Angebotsbearbeitung benötigen, eignet sich das REFA-Seminar Kalkulation und Auftragsbearbeitung in der Gebäudereinigung. Es vermittelt unverzichtbares Wissen für die wirtschaftliche Planung und Steuerung von Reinigungsaufträgen.

Wer als Gebäudereiniger ein Fachabitur oder Abitur vorweisen kann, hat auch die Möglichkeit, ein Studium an einer Fachhochschule oder einer Universität aufzunehmen. Studienfächer wie Abfall- und Entsorgungstechnik oder Umwelttechnik vertiefen und erweitern das vorhandene technische Wissen. Beim Studiengang Facility Management bzw. Technisches Gebäudemanagement verschiebt sich der Schwerpunkt in Richtung Betriebswirtschaft. Mit einem Bachelor oder Master als Abschluss steht der Weg in die Führungsetage von größeren Unternehmen offen.

Gebäudereiniger können sich außerdem selbstständig machen und einen Gebäudereinigungsbetrieb gründen oder – auch als Franchisenehmer – übernehmen. Langjährige Berufserfahrung oder ein Meisterbrief als Gebäudereinigermeister sind dafür gute Grundlagen, aber keine Bedingung, da das Gebäudereinigerhandwerk zulassungsfrei ist.

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