Lean Leader


Lean Leader - Aufgaben, Gehalt und Weiterbildung

Was ist ein Lean Leader?

Ein Lean Leader ist eine begeisterungsfähige und mitreißende Führungskraft, die von den Vorzügen des Lean-Ansatzes so überzeugt ist, dass sie ihre Vision eines Lean Managements in der Organisation, in der sie Führungsverantwortung übernimmt, authentisch verkörpert und beispielhaft (vor-)lebt. So kann sie andere Organisationsmitglieder – ganz gleich, welcher Hierarchieebene – zu einem Mitmachen bei diesem Vorgehen nicht nur überreden, sondern auch davon überzeugen und für das Thema begeistern. Als charismatische Persönlichkeit setzt sich ein Lean Leader für die Umsetzung des Lean-Konzepts auf allen Ebenen und in allen Bereichen des Unternehmens oder der Institution ein, für die er wirkt.

Im Gegensatz zu einem Lean Manager versucht der Lean Leader, nicht nur die betriebswirtschaftlichen Aspekte, beispielsweise anhand von Kennzahlen, zu betrachten und den Lean-Ansatz technisch durch Einführung, Anwendung und Etablierung von Lean-Methoden umzusetzen. Er wendet sich als Mentor, Moderator und Coach direkt an die Beteiligten – sowohl an die, die für die Umsetzung der Lean-Philosophie in der Organisation verantwortlich sind, als auch an die, die „Lean“ vor Ort, „am Ort des Geschehens“ (Gemba), realisieren müssen. Sein Ziel ist, ihnen den Nutzen glaubhaft und nachhaltig zu vermitteln, sie zu motivieren und zur Beteiligung zu animieren. Hier ist die zwischenmenschliche Dimension gefragt, um erfolgreich zu sein.

Der Lean Leader muss nicht studiert haben – er kann ein Vorarbeiter sein, ein Techniker oder Meister, ein Betriebs- oder Fachwirt. Auch die Branche ist unerheblich – der Lean-Gedanke hat mittlerweile nicht nur in produzierenden Industrieunternehmen Fuß gefasst, sondern sich auch in Gewerbebetrieben, in Handelsorganisationen, bei Anbietern von Dienstleistungen und in der Verwaltung etabliert. Wichtig sind für Lean Leader in jedem Fall neben Praxis- und Führungserfahrung profunde Kenntnisse der Lean-Vorgehensweise und -Methoden und insbesondere Überzeugungskraft und Authentizität.


Welche Aufgaben hat ein Lean Leader?

Aufgabe des Lean Leaders ist letztlich die Entwicklung seines Arbeitgebers zur „lernenden Organisation“, in der alle Beschäftigten befähigt werden, aktiv an der kontinuierlichen Verbesserung von Geschäftsprozessen mitzuwirken. Das Ziel ist, Verschwendung zu vermeiden und dadurch die Wertschöpfung zu vergrößern, um mit der Optimierung von Vorgängen und Abläufen die Effizienz zu erhöhen und damit die Wirtschaftskraft des Unternehmens oder der Institution zu stärken.

Ein Lean Leader stellt dabei den Menschen in den Mittelpunkt. Seine Aufgabe ist, die Organisationsmitglieder mit der Lean-Philosophie, den Werkzeugen und Methoden bekannt zu machen und diese als Mindset zu verankern – insbesondere auch dadurch, dass er den Lean-Ansatz nicht nur theoretisch vermittelt, sondern die Grundwerte selbst vorlebt. Als Coach und Mentor motiviert er die Mitarbeiter durch Darstellung der Sinnhaftigkeit ihrer Arbeit zum Erreichen der Organisationsziele und begegnet Vorbehalten und Ängsten der Mitarbeiter gegenüber den neuen Vorgehensweisen. Er schafft eine Kultur des Miteinanders, indem er Wertschätzung zeigt und Teamarbeit, transparente Arbeitsabläufe sowie einen offenen Umgang mit Fehlern ermöglicht. Dabei fördert er einerseits die Kompetenzentwicklung der Beschäftigten und fordert sie andererseits gleichzeitig auf, sich selbst aktiv in die Optimierung von Prozessen und Abläufen einzubringen. Der Lean Leader sorgt dafür, dass die so angestoßenen Problemlösungsprozesse und Vorgehensweisen, die Lean-Methoden, als Standards im Unternehmen verankert werden – bei Industriebetrieben beispielsweise im Sinne eines „ganzheitlichen Produktionssystems“ (GPS). Durch seine Präsenz am Ort des Geschehens (Gemba, Shopfloor-Management), seine Kommunikation auf Augenhöhe und seine Begeisterung für den Lean-Gedanken wirkt er positiv auf sein Umfeld und etabliert ein Wir-Gefühl als Unternehmenskultur.

Das Aufgabenspektrum eines Lean Leaders umfasst damit unter anderem:

  • die Entwicklung des Arbeitgebers in Richtung lernende Organisation;
  • die Vorstellung, Verbreitung und Verankerung der Lean-Philosophie sowie der Lean-Methoden und -Werkzeuge in der Organisation;
  • das Coaching und Mentoring der Beschäftigten bei der Einführung, Umsetzung und Etablierung von Lean-Vorgehensweisen;
  • die Motivation der Organisationsmitglieder;
  • die Schaffung einer offenen Unternehmenskultur, die Eigenverantwortung und Kompetenzentwicklung fördert und Fehler toleriert;
  • die Präsenz als Ansprechpartner – vor Ort und auf Augenhöhe;
  • die Anleitung zur Optimierung und kontinuierlichen Verbesserung bestehender Prozesse;
  • die Überprüfung der Nachhaltigkeit der implementierten Lean- Standards, z. B. durch Kennzahlen und Reifegradbewertungen.

Welche Kompetenzen braucht ein Lean Leader?

Ein Lean Leader ist im Idealfall eine charismatische Führungskraft. Als solche muss sie auf mindestens zwei Gebieten herausragende Kompetenzen aufweisen: im Umgang mit Menschen und bei der Kenntnis und der Anwendung der Lean-Prinzipien. Wichtig ist auch das Verständnis für die in der Organisation ablaufenden Geschäftsprozesse. Das Wissen um die Funktionsweise jeder Maschine oder Anlage in der Produktion oder um jeden einzelnen Ablauf im Handel, bei Dienstleistungen oder Verwaltungsakten ist dagegen kein absolutes Muss. Vorausgesetzt werden darf es allerdings bei einer entsprechend ausgebildeten Fachkraft, die nach einer Aufstiegsweiterbildung oder beispielsweise einem Ingenieurstudium als Lean Leader fungiert.

Die Kompetenzen eines Lean Leaders beginnen dabei bereits bei der Fähigkeit zur eigenen Entwicklung. Lean Leadership beruht auf der Reflexion der eigenen Persönlichkeit, des eigenen Verhaltens und Wirkens, um Defizite zu erkennen und gezielt zu beheben. Diese Selbsterkenntnis und das Wissen um die eigenen Fehler und Schwachstellen ist der Ausgangspunkt, um wertschätzend und auf Augenhöhe mit anderen Organisationsmitgliedern zu kommunizieren und deren Unzulänglichkeiten zu erkennen. Das ist der Ansatz für das Coaching und Mentoring der Beschäftigten sowie die nötige Personalentwicklung, um den Lean-Gedanken, die -Methoden und -Werkzeuge zu verbreiten und das Mindset zu verankern.

Als begeisternde Führungskraft und Vorbild steht ein Lean Leader für eine Vision und motiviert die Mitarbeiter, sich durch das Umsetzen der Lean-Methoden für das Erreichen der Unternehmensziele einzusetzen und den Prozess der Optimierung als Selbstverständlichkeit immer weiter fortzuführen (Kaizen). Seine kommunikativen Fähigkeiten und seine Führungserfahrung setzt er ein, um Vorbehalte aufzulösen und Ängsten in der Belegschaft zu begegnen. Da er Transparenz schafft und den Mitarbeitern die Sinnhaftigkeit ihrer Tätigkeit vermittelt, werden Zusammenhänge über das Geschehen im eigenen Team, in der eigenen Abteilung oder der gesamten Organisation hinaus sichtbar. Der Lean-Ansatz führt so beispielsweise in der Industrie zu einem ganzheitlichen Produktionssystem (GPS) oder, aus allgemeiner Sicht, zur lernenden Organisation.

Gefragt sind zudem Einfühlungsvermögen, Kreativität und Talent als Moderator, um Hindernisse, Vorbehalte und Ängste zu erkennen und die Betroffenen bei der Entwicklung von Lösungsansätzen anzuleiten, zu beraten und zu unterstützen. Ein Lean Leader sollte daher Gesprächs- und Kreativitätstechniken beherrschen, um seine kommunikativen Fähigkeiten auszuspielen und mit Empathie und Überzeugungskraft die Organisations- und Personalentwicklung in Richtung lernende Organisation und verantwortungsbewusst agierende Mitarbeiter voranzutreiben und den Lean-Gedanken zu verbreiten.

Die Kompetenzen, die ein Lean Leader aufweisen sollte, lassen sich stichpunktartig so zusammenfassen:

  • profunde Kenntnisse der Lean-Philosophie, -Werkzeuge und -Methoden;
  • Führungserfahrung;
  • Empathie, Einfühlungsvermögen und Offenheit;
  • Kommunikationsstärke und Moderationsfähigkeiten;
  • Überzeugungskraft, Problemlösungskompetenz, Kreativität;
  • Selbstreflexion und Lernfähigkeit;
  • betriebswirtschaftliche Kenntnisse;
  • fachspezifische Kenntnisse, je nach Branche und Organisation.

Wie wird man Lean Leader?

Es gibt keine klassische duale Ausbildung zum Lean Leader. Auch mit einer Aufstiegsweiterbildung zum Meister, Techniker, Fach- oder Betriebswirt gelangt man nicht zu diesem Titel, kann aber mit der entsprechenden branchenspezifischen Fachkompetenz in Kombination mit Führungserfahrung den Weg zu diesem Tätigkeitsfeld ebnen. Selbst ein Studium führt nicht zu dem Abschluss „Lean Leader“, qualifiziert Absolventen aber zunächst einmal als Fach- und Nachwuchsführungskräfte.

Voraussetzung für den Einsatz als Lean Leader sind einerseits Führungserfahrung, andererseits profunde Kenntnisse im Bereich „Lean“. Führungserfahrung wird im Laufe des Arbeitslebens erworben, oft über die Stufen Projektleitung, Teamleitung und Abteilungsleitung – teils auch erst jeweils als Stellvertretung. Der Lean-Ansatz wird oft modular in mehrteiligen, aufeinander aufbauenden Fortbildungen vermittelt.

  • Aus- und Weiterbildung: Ausgangspunkt auf dem Weg zum Lean Leader kann eine abgeschlossene duale Ausbildung samt Aufstiegsweiterbildung zum Meister, Techniker, Fach- oder Betriebswirt sein. Auch auf dieser Ebene kann die so wichtige Führungserfahrung gesammelt werden, auch ein Studium wird möglich. Auf jeden Fall sind Fortbildungen im Bereich „Lean“ unabdingbar.
  • Studium: Für Fachkräfte bieten sich Studiengänge aus dem Bereich Ingenieurwesen an, wenn es um produzierende Unternehmen geht. Wird eine Position im Handel angestrebt, kann ein Logistikstudium sinnvoll sein. Verwaltungswirte sind dagegen oft in Einrichtungen der öffentlichen Hand zu finden. Allrounder setzen eher auf die Fächer Wirtschaftswissenschaften, Management oder Psychologie, um über die Betriebswirtschaft (Controlling) oder das Personalwesen als Führungskräftenachwuchs einzusteigen. Gut geeignet scheint nach einem Bachelor-Abschluss das MBA-Studium, das allgemein auf Geschäftsprozesse ausgerichtet ist und zum Titel „Master of Business Administration“ führt.
  • Fortbildung: Nach einer Aufstiegsweiterbildung oder – besser – nach einem Studium mit Abschluss Bachelor, Master oder Diplom samt entsprechender Praxis- und Führungserfahrung kann eine Fortbildung zum Lean Leader begonnen werden. Diese ist oft modular aufgebaut und führt beispielsweise über die Stufen „Lean Praktiker“ und „Lean Champion“ zum „Lean Manager“. Weitere Seminare und Workshops haben „Lean Leadership“ zum Thema und führen zum Abschluss „Lean Leader“. Weiterbildungen, Seminare und Workshops werden von verschiedenen Institutionen, meist privaten Akademien, angeboten. Eine offizielle Ausbildungsordnung gibt es ebenso wenig wie staatlich anerkannte Abschlüsse. Da Qualität und Dauer – von wenigen Stunden über einige Tage bis hin zu mehreren Wochen – höchst unterschiedlich sind, sollte auf Zertifizierungen, Auszeichnungen oder Prämierungen geachtet werden.
  • Weiterbildung: Nach einer Fortbildung im Bereich „Lean“ oder parallel zu einzelnen Modulen können Spezialisierungen etwa zum „Kata Leader“, „Scrum Master“ oder „(Lean) Six Sigma Green/Yellow/Black Belt“

Wie viel verdient man als Lean Leader?

Die Datenlage ist dürftig, aber tendenziell reicht die Gehaltsspanne eines Lean Leaders in Deutschland von knapp 3.400 Euro als Einstiegsgehalt bis gut 6.700 Euro brutto im Monat, also von gut 40.000 Euro bis etwa 80.000 Euro Jahresbrutto. Das Durchschnittsbruttogehalt liegt bei rund 4.600 Euro im Monat und damit bei ca. 55.000 Euro im Jahr. Lean Leader mit einiger Berufserfahrung erreichen durchschnittlich Jahresbruttogehälter von rund 70.000 Euro, „altgediente“ bis zu 100.000 Euro – und mehr.

Auch bei Lean Leadern hängt das monatliche Einkommen von mehreren Faktoren ab. Dazu gehören:

  • die Branche;
  • die Unternehmensgröße;
  • der Unternehmensstandort;
  • die Berufserfahrung;
  • Zusatzfähigkeiten.

Faktor Branche

Allgemein gilt: Die Industrie zahlt besser als Handel und Logistik, die Letzteren oft besser als Dienstleister, beispielsweise Sozial- oder Pflegedienste – und die Verwaltung spielt eine Sonderrolle, da hier beispielsweise Tariflöhne samt entsprechenden Zuschlägen gezahlt, aber nur wenige Lean Leader eingesetzt werden. Lean Leader sind jedenfalls eher in produzierenden Industriebetrieben zu finden als in Handelskonzernen oder Dienstleistungsunternehmen. Daher sind die Verdienstmöglichkeiten beispielsweise im Automobil-, Fahrzeug- und Maschinenbau oder in der Elektroindustrie größer als bei Logistik- sowie (Groß-)Handelsunternehmen, die unter starkem Konkurrenzdruck stehen, oder in beispielsweise Sozial- oder Pflegediensten.

Konkrete Zahlen fehlen zwar, aber vermutlich werden auch in den Bereichen Chemie, Pharma und Medizintechnik Gehälter gezahlt, die eher im oberen Bereich der eingangs genannten Spanne angesiedelt sind.

Faktor Unternehmensgröße

Kleinunternehmen und Handwerksbetriebe benötigen keinen Lean Leader. Aber der Bedarf wächst mit der Größe der Organisation, da auch die Vielfalt der Prozesse und Vorgänge zunimmt, die auf „Lean“ umzustellen sind, sowie die Anzahl der Mitarbeiter, die den Lean-Ansatz verinnerlichen und umsetzen sollen. Es scheint nur logisch, dass die Einsatzmöglichkeiten und die Verantwortung eines Lean Leaders parallel dazu ansteigen – und dies im Einkommen erkennbar wird. Allerdings fehlen Gehaltsdaten, die das eindeutig belegen.

Faktor Unternehmensstandort

Die geografische Lage einer Region und deren Anbindung an die Infrastruktur spiegeln sich als Standortfaktoren in ihrer Wirtschaftskraft. Ihre Attraktivität als Einkaufs- und Wohnumfeld und ihr Freizeitwert beeinflussen die Lebenshaltungskosten. Beides wird in den Gehältern sichtbar, die gezahlt werden. Im Vergleich der Bundesländer gibt es daher bei den Bruttomonatsgehältern von Lean Leadern Unterschiede von rund 1.500 Euro zwischen dem Spitzenwert und dem Schlusslicht. Tendenziell ist hier – wie so häufig – ein Gehaltsgefälle von West nach Ost bei den Flächenländern in Deutschland erkennbar.

Baden-Württemberg und Hessen liegen mit einem durchschnittlichen Monatsbrutto von gut 5.000 Euro vorn, Platz zwei belegen Bayern und Hamburg mit rund 4.900 Euro brutto im Monat. In Nordrhein-Westfalen wird durchschnittlich ein Monatsbruttogehalt von 4.700 Euro gezahlt, Rheinland-Pfalz, Bremen, das Saarland zusammen mit Berlin und dann Niedersachsen folgen jeweils mit rund 100 Euro Abstand. Schleswig-Holstein als Schlusslicht der Länder im Westen Deutschlands liegt mit gut 4.100 Euro Monatsbrutto immer noch deutlich vor den Ländern im Osten, die von Thüringen mit 3.800 Euro angeführt werden. In Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt dürfen Lean Leader noch mit gut 3.700 Euro brutto im Monat rechnen, in Mecklenburg-Vorpommern sind es gerade einmal knapp 3.600 Euro.

Faktor Berufserfahrung

Lean Leader sind Führungs- und oft auch Fachkräfte mit Menschenkenntnis und Begeisterungsfähigkeit, aber sie unterscheiden sich in der Führungserfahrung, bei der Sicherheit im Einsatz von Lean-Methoden und -Werkzeugen und bei der Kenntnis der Verfahren, Fertigungsprozesse oder Abläufe bei ihrem Arbeitgeber. Mit steigendem Dienstalter wächst die Erfahrung, welche Tools wann in welchem Fall bei wem einzusetzen und wie Menschen anzusprechen, zu überzeugen und zu motivieren sind.

Das macht sich mit der Berufserfahrung im steigenden Monatsbruttogehalt bemerkbar, etwa so:

  • Berufsanfänger: ca. 3.400 €
  • rund 5 Jahre Berufserfahrung: ca. 4.300 €
  • rund 10 Jahre Berufserfahrung: ca. 5.900 €
  • mehr als 10 Jahre Berufserfahrung: ca. 7.300 €

Faktor Zusatzfähigkeiten

Lean Leader können Zusatzfähigkeiten sowohl im Bereich „Lean“ als auch im Bereich „Führung“ erwerben und bei der Gehaltsverhandlung geltend machen. Spezielle Kenntnisse in Lean-Methoden, beispielsweise Kaizen, Kata oder Shopfloor-Management, oder in Qualitätsmanagement-Verfahren, wie Six Sigma und eine Ausbildung zum Black Belt oder Master Black Belt, sind oft bares Geld wert. Gesprächs-, Führungs- und Kreativtechniken sind wichtig, um andere Führungskräfte einzubinden und Mitarbeiter zu motivieren und zu begeistern. Je besser der Lean-Gedanke in der Organisation verankert und damit die Effizienz gesteigert werden kann, desto größer der finanzielle Erfolg – etwa über Gewinnausschüttungen oder Prämien.


Weiterbildung für Lean Leader

Als Lean Leader ist man bereits eine erfahrene Führungskraft mit einschlägigen Kenntnissen – aber selbst diese können noch verbessert und ausgebaut werden. Wichtig ist, den Bezug zur Lean-Philosophie nicht zu verlieren und immer wieder den Gebrauch von Lean-Werkzeugen und -Methoden aufzufrischen und sich mit Neuerungen auseinanderzusetzen. Ergänzungen und Erweiterungen sowie aktuelle Anwendungsbeispiele können regelmäßig in Schulungen aufgegriffen werden.

Zudem können Kenntnisse in speziellen Bereichen vertieft werden, um den Horizont zu erweitern und die Anwendungsmöglichkeiten der Lean Leadership auszubauen. Ausbildungen im Bereich Six Sigma können dabei den Lean-Ansatz ergänzen, ebenso das Konzept der Agilität – Stichwort „agiles Projektmanagement“ – oder Scrum als methodischer Ansatz und Vorgehensmodell.

Zusätzlich sind Seminarangebote zu Führungsthemen sowie zu betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Fragen – etwa in Richtung Controlling oder Personalwesen – angebracht, um das Lean-Profil abzurunden. Auch Schulungen zu den Themen Stressbewältigung, Resilienz, Organisation, Selbst- und Fremdmotivation oder Zeitmanagement können die eigenen Soft Skills stärken.

Weiterbildungen werden von Vereinen, Schulungs- und Beratungsunternehmen sowie privaten Akademien und öffentlichen Bildungseinrichtungen angeboten. Workshops, Seminare und Schulungen werden meist berufsbegleitend abgehalten. Viele sind mehrtägig und finden am Abend oder in Wochenendkursen statt, auch in modularer Form, als Präsenz- oder als Online-Veranstaltung.

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