Projektentwickler


Projektentwickler Aufgaben und Gehalt

Was ist ein Projektentwickler?

Ein Projektentwickler ist ein Planer mit Überblick und organisatorischem Geschick: Er behält das Projektziel unter allen Umständen klar im Auge und steuert alle Abläufe so, dass dieses Ziel in den vereinbarten Fristen und mit dem vorgesehenen Budget erreicht wird. Dazu legt er alle Etappen und Meilensteine des Projekts von der Idee über die Planung und die Umsetzung bis zur Abnahme fest –in Absprache mit seinem Auftraggeber, der Unternehmensleitung oder der Kundschaft. Er kann aber auch als Stratege in eigener Regie Projekte initiieren, beispielsweise in der Immobilienbranche. Von der Erstellung des Anforderungskatalogs und der Diskussion der Möglichkeiten über die Koordination aller Beteiligten bis zum Projektabschluss ist der Projektentwickler der Dreh- und Angelpunkt aller Aktivitäten. Dabei muss er die große Kunst beherrschen, die Anforderungen und Abläufe so zu strukturieren, dass sie in sich widerspruchsfrei sind, alle Eventualitäten einzubeziehen und dabei den sich ständig ändernden Markt zu beobachten und darauf zu reagieren, falls nötig.

Die Einsatzgebiete eines Projektentwicklers sind dabei enorm vielfältig: Prinzipiell können sie in jeder Branche tätig sein, unabhängig von der Größe des Unternehmens. Die meisten Projektentwickler sind in der Bau- und Immobilienbranche zu finden, wo sie den Neubau, die Sanierung oder den Abriss von Gebäuden, Gebäudekomplexen, Industrieanlagen oder sogar kompletten Siedlungen und Stadtvierteln verantworten, und in der Informationstechnik, wo sie komplexe Software-Programme erstellen, testen und implementieren (siehe Softwareentwickler). Aber auch im Maschinen- und (Energie-)Anlagenbau, in der Verfahrenstechnik, in der Fahrzeug- und Elektrobranche oder in der Gebrauchsgüterindustrie sind Projektentwickler aus der Produkt- und Prozessentwicklung nicht wegzudenken.

Je nach Einsatzgebiet und Firmengröße sind die Zugänge zu dieser Position unterschiedlich. Im einfachsten Fall, bei kleineren Entwicklungsprojekten, genügen eine abgeschlossene Ausbildung – kaufmännisch, wenn es um Immobilien geht, im Bereich Informationstechnik (IT), wenn die Entwicklung von Software gefragt ist, oder technisch, wenn der Einsatz im Bereich Konstruktion, Fertigung oder Verfahrenstechnik ansteht – und mehrjährige Berufserfahrung. Mit der Größe und Komplexität der Entwicklungsaufgaben wächst auch der Anspruch an die Qualifizierung der damit betrauten Personen: Aufstiegsweiterbildungen wie die zum Betriebswirt oder zum Meister können zur Voraussetzung gemacht werden, in den meisten Fällen wird dann aber nach einem Studienabschluss gefragt. Je nach Branche kommen auch hier wieder betriebswirtschaftliche, informationstechnische oder Ingenieurstudiengänge infrage.


Welche Aufgaben hat ein Projektentwickler?

Ein Projektentwickler hat die Aufgabe, ein Projekt, das er selbst initiiert hat oder mit dem er von seinem Arbeitgeber oder dessen Kundschaft als Auftraggeber betraut wurde, vom Anfang bis zum Ende zu begleiten. Zu Beginn gilt es, die hinter dem Projekt stehende Idee und die Bedürfnisse auf Kundenseite zu erkennen und die Kundschaft zu beraten. Der Projektentwickler hat dabei die Effektivität und die Wirtschaftlichkeit der zu entwickelnden Lösungen abzuschätzen, in Form von Kalkulationen zu dokumentieren und die Finanzierung zu sichern. Auf dieser Basis sind die Anforderungen an das Projekt widerspruchsfrei zu definieren und es sind kreative Ideen einzubringen, um im Weiteren die Vorgehensweise abzustimmen sowie Meilensteine und Budgets festzulegen. In allen Phasen hat der Projektentwickler die Beteiligten zu koordinieren, den Projektfortschritt zu überwachen und notfalls korrigierend einzugreifen. Zum Schluss ist es seine Aufgabe, das Endergebnis zu testen, zu implementieren und in vorhandene Systeme zu integrieren und zur Abnahme vorzubereiten bzw. selbst abzunehmen. Bei alldem hat der Projektentwickler auch Aspekte der Anlagen- und Verfahrenssicherheit, der Qualitätssicherung und der Ergonomie zu berücksichtigen, um die Nutzung des Gebäudes oder eines anderen erstellten Produkts zu erleichtern und bediener- oder anwenderfreundlich zu gestalten.

Im Sinne des Lifecycle-Managements kommen insbesondere bei Immobilienprojekten noch die Vermarktung des erstellten, renovierten oder sanierten Gebäudes und eventuell dessen (lebenslange) Bewirtschaftung dazu. Im Maschinen- und Anlagenbau sind dagegen nach der Abnahme und der Übergabe an die Kundschaft eher Serviceaufgaben wie Wartung, Instandhaltung oder Reparaturdienste zu vereinbaren.

Die Aufgaben eines Projektentwicklers umfassen damit unter anderem:

  • die Identifizierung der Bedürfnisse aufseiten des Auftraggebers oder Kunden;
  • die Analyse des Anforderungskatalogs;
  • die Beratung der Auftraggeber und das Einbringen kreativer Ideen;
  • die Kalkulation verschiedener Alternativen;
  • die Budgetierung;
  • die Festlegung der Vorgehensweise;
  • das Festsetzen der Meilensteine und die Koordination aller Beteiligten;
  • das Testen, die Implementation und die Abnahme der entwickelten Lösung;
  • die Überprüfung der Effizienz und der Wirtschaftlichkeit der gefundenen Lösung;
  • die Dokumentation und die Qualitätssicherung;
  • falls nötig, die Schulung der Nutzer und Anwender;
  • die Vereinbarung von Maßnahmen des Life-Cycle-Managements.

Welche Kompetenzen braucht ein Projektentwickler?

Ob ein Projektentwickler sich mit der Planung und Durchführung eines neuen Vorhabens beschäftigt oder mit der Weiterentwicklung oder Verbesserung eines bestehenden Produkts oder Prozesses beauftragt wird, ist nicht von Belang: Die Kompetenzen, die er dafür benötigt, sind dieselben. Er muss die Übersicht über den Markt, die Verfahren und einzuhaltenden Vorgaben haben, mithilfe von Kalkulationen Entscheidungen über Vorgehensweisen treffen, den Materialfluss und den Personaleinsatz steuern, Dienstleistungen und Aufträge vergeben und sich mit allen Beteiligten abstimmen, um Meilensteine termingetreu einhalten zu können.

Notwendige Voraussetzung dafür sind ein hohes Verständnis für technische und betriebswirtschaftliche Zusammenhänge sowie exzellente kommunikative Fähigkeiten. Dazu kommen eine rasche Auffassungsgabe und ein analytisches sowie strukturiertes, lösungsorientiertes Denken, um aus den teils unklar formulierten oder auch gegensätzlichen Anforderungen von Auftraggeberseite ein umsetzungsfähiges Konzept zu erstellen. Um Zeit- und Kostenrahmen einzuhalten und das Projekt und alle Beteiligten zu leiten, sind zudem Projektmanagement-Fähigkeiten gefragt.

Projektentwickler sollten bereit und fähig sein, neue Techniken, Werkstoffe und Verfahren bei der Umsetzung ihrer Aufgabe zu berücksichtigen. Hier ist lebenslanges Lernen angesagt, um keine Entwicklungen und Trends zu übersehen.

Ein Projektentwickler sollte daher unter anderem diese Fähigkeiten und Kenntnisse aufweisen:

  • hohe technische Kompetenz;
  • vertiefte betriebswirtschaftliche Kenntnisse: Kalkulationen, Kennzahlen, Controlling;
  • Wissen über rechtliche Vorgaben, Normen und technische Regeln;
  • analytische Fähigkeiten;
  • Übersicht über den Markt und die Wettbewerber;
  • unternehmerische Denkweise;
  • Kreativität und Problemlösungskompetenz;
  • Organisations- und Kommunikationsfähigkeit;
  • Kenntnisse im Projekt- und Prozessmanagement;
  • Anwendung von Software wie SAP, PPS- und ERP-Systemen;
  • Lernfähigkeit und die Bereitschaft, sich ständig weiterzuentwickeln.

Wie wird man Projektentwickler?

Die Berufsbezeichnung Projektentwickler ist weder geschützt noch steht sie für eine bestimmte Branche. Zwar wird ein Großteil dieser Positionen von Personen im Immobilienbereich oder im Software-Engineering (siehe Software-Entwickler) eingenommen, aber viele Projektentwickler arbeiten auch im technischen Projekt- und Prozessmanagement. Dementsprechend unterschiedlich sind die Zugänge zu diesem Tätigkeitsfeld. Generell ist der Weg über einen anerkannten Ausbildungsberuf samt Aufstiegsweiterbildung möglich; mehrjährige Berufserfahrung kann dann für die Tätigkeiten als Projektentwickler – in der jeweiligen Branche – qualifizieren. Meist eingeschlagen wird aber der Weg über ein Studium, um den vielfältigen – auch branchenspezifischen – Ansprüchen gerecht zu werden und mit den Kunden und Auftraggebern „auf Augenhöhe“ verhandeln zu können.

  • Ausbildung: Den Einstieg bilden je nach Branche beispielsweise die dreijährigen dualen Ausbildungen zum Immobilienkaufmann oder zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung sowie die dreieinhalbjährigen Ausbildungsgänge zum Industriemechaniker oder zum Mechatroniker.
  • Weiterbildung: Mit mindestens einem Jahr einschlägiger Berufserfahrung sind Aufstiegsweiterbildungen möglich. Kaufleute können sich an einer Fachschule in zwei Jahren Voll- oder drei bis vier Jahren Teilzeit zum Betriebswirt weiterbilden, Informatiker gemäß IT-Fortbildungsverordnung in sechs bis zwölf Monaten in Teilzeit zum Projektentwickler. Gesellen in einem technischen Beruf stehen mehrere Wege offen: berufsbegleitend in vier Monaten bis zwei Jahren in Teilzeit zum technischen Fachwirt, zum geprüften Techniker in zwei Jahren berufsbegleitend, zum staatlich geprüften Techniker in zwei Jahren Voll- oder vier Jahren Teilzeit oder über die zweijährige Meisterschule zum Meister.
  • Studium: Die meisten Projektentwickler sind Absolventen mit mindestens einem Bachelor-, meist einem Masterabschluss oder, im technischen Bereich, mit einer Promotion. Eine interessante Kombination ist hier das duale Studium, das eine Ausbildung mit einem Fachhochschulstudium verbindet und direkt zu zwei Abschlüssen führt – dem Gesellen- oder Kaufmannsbrief und dem Bachelor. Allerdings ist dieser Einstieg meist mit einer mehrjährigen Bindung an den Arbeitgeber verbunden, der die Möglichkeit des dualen Studiums eröffnet hat. Bevorzugte Studiengänge sind im Bereich Immobilien das Bauingenieurwesen oder die Betriebswirtschaft, im viersemestrigen Masterstudiengang mit Schwerpunkt Projektentwicklung. Für Informatiker bieten sich beispielsweise die Studienrichtungen Software Engineering oder Systementwicklung an (siehe Softwareentwickler). Im technischen Bereich sind die klassischen Ingenieurdisziplinen gefragt, etwa Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Elektrotechnik, aber auch Wirtschaftsinformatik. Der Abschluss als Bachelor ist nach sechs bis sieben Semestern Regelstudienzeit vorgesehen, das vertiefende Masterstudium dauert weitere zwei bis vier Semester. Die meisten Fachhochschul-Studiengänge beinhalten ein Pflichtpraktikum oder ein Praxissemester.

Was im Bereich Projektentwicklung zählt, ist Marktübersicht, Kreativität und Kommunikationsstärke. Diese Kompetenzen werden nicht im Studium erworben, sondern durch Training on the Job – durch Praxiserfahrung. Deshalb werden nur erfahrene Praktiker den Job als Projektentwickler wirklich gut ausfüllen können.

Projektentwickler insbesondere in den Bereichen Immobilien und Informatik können sich auch selbstständig machen und ihre eigenen Projekte verfolgen oder ihre Dienste auf dem Markt anbieten. Auch große Immobilienkonzerne und Software- und Systemhäuser haben einmal klein angefangen.


Wie viel verdient man als Projektentwickler?

So vielfältig die Ausbildungen und die Aufgabengebiete sind, so vielfältig sind auch die Gehälter. „Den“ Projektentwickler gibt es nicht, also gibt es auch nicht „das“ Gehalt. Die folgenden Angaben sind daher immer mit Vorbehalt zu betrachten und können nur als Anhaltswerte dienen.

Deutschlandweit liegt das Durchschnittsgehalt eines Projektentwicklers bei etwas unter 4.500 Euro brutto im Monat, also rund 54.000 Euro im Jahr. Das Spektrum reicht dabei von einem Einstiegsgehalt von knapp 3.200 Euro Monats-, das heißt gut 38.000 Euro Jahresbrutto, bis zu gut 5.800 Euro brutto im Monat, im Jahr also rund 70.000 Euro brutto. Spitzengehälter für Entwickler mit langjähriger Erfahrung und nachweisbar erfolgreich abgeschlossenen Großprojekten liegen bei mehr als 8.000 Euro brutto im Monat, aufs Jahr gesehen also im niedrigen sechsstelligen Bereich. Hier dürften aber auch Prämien und andere geldwerte Vergütungen zum Einkommen beitragen.

Wie in anderen Berufen auch hängt das Monatsbruttoeinkommen eines Projektentwicklers von mehreren Faktoren ab. Dazu gehören:

  • die Branche;
  • die Unternehmensgröße;
  • der Unternehmensstandort;
  • die Berufserfahrung;
  • Zusatzfähigkeiten.

Faktor Branche

Branchenbezogen lassen sich bei den Projektentwicklern prinzipiell drei große Bereiche unterscheiden: Immobilien, Informatik und Technik.

Die höchsten Gehälter werden in der Immobilienbranche verdient. Projektentwickler sind hier oft in langfristige Projekte mit mehreren Millionen Euro Volumen eingebunden – dementsprechend hoch ist das durchschnittliche Bruttoeinkommen anzusetzen. Im Durchschnitt werden rund 5.200 Euro monatlich bezahlt, die Spanne liegt dabei im Allgemeinen zwischen gut 4.300 Euro und knapp 6.200 Euro monatlich.

Softwareentwickler können nach einer Ausbildung oder auch als Quereinsteiger mit durchschnittlich ca. 3.500 Euro brutto im Monat rechnen, Hochschulabsolventen mit gut 4.000 Euro Monatsbrutto. Die Spanne ist allerdings auch hier groß und reicht von rund 3.160 Euro bis über 7.000 Euro Monatsbrutto – etwa in Banken, Versicherungen und Medizintechnikunternehmen.

In der Mitte sind die Projektentwickler in der Industrie und im produzierenden Gewerbe angesiedelt, die im Fahrzeug- und Maschinenbau, in der Elektro-, Energieanlagen- oder in der Verfahrenstechnik arbeiten. Bei der Einrichtung oder Umgestaltung von Fertigungsstraßen oder der Produktverbesserung werden solide Gehälter gezahlt, die mit 4.600 Euro brutto pro Monat deutlich über dem Durchschnittsverdienst in Deutschland angesiedelt sind.

Faktor Unternehmensgröße

Stark vereinfacht gesagt: Je größer das Unternehmen, desto größer, aufwendiger und komplexer die Projekte und die Prozesse und desto größer der Bedarf an einem Projektentwickler. Das wird am Gehalt sichtbar. Die Unternehmensgröße wirkt sich auf das monatliche Brutto-Durchschnittsgehalt des Projektentwicklers etwa wie folgt aus:

  • bis 500 Mitarbeitende = ca. 4.300 €
  • 501 bis 1.000 Mitarbeitende = ca. 4.400 €
  • über 1.000 Mitarbeitende = ca. 5.100 €

Die Immobilienbranche ist auch hier wieder durchschnittlich höher anzusetzen – mehrere 100 Euro Unterschied sind keine Seltenheit.

Faktor Unternehmensstandort

Der Standort des Unternehmens hat Einfluss auf das Gehalt – hier spiegeln sich regionale Unterschiede in den Lebenshaltungskosten, der Wirtschaftskraft und der Attraktivität der Region wider. Ganz klar wird dieser Bezug in der Immobilienbranche; die drei wichtigsten Aspekte, die sowohl Preise als auch Einkommen bestimmen, sind – einer alten Branchenweisheit zufolge – „Lage – Lage – Lage“. Auch deshalb wird in Deutschland ein Einkommensgefälle in den Flächenländern sichtbar – tendenziell von Süd nach Nord und von West nach Ost. Allerdings ist die Datenlage, auch unter Einbezug der Immobilienentwickler, hier eher dünn. Mit einigen Abstrichen an die Verlässlichkeit der Daten können die folgenden Aussagen zu Monatsbruttogehältern gemacht werden.

Hessen ist mit rund 5.500 Euro Spitzenreiter, mit einigem Abstand gefolgt von Bayern, Baden-Württemberg und Hamburg, die das obere Mittelfeld bilden. Mit deutlich unter 5.000 Euro werden in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, dem Saarland, Niedersachsen und Bremen etwa durchschnittliche Werte erreicht. Berlin und Schleswig-Holstein liegen zwar darunter, aber immer noch höher als die Länder in Deutschlands Osten, bei denen Gehälter zwischen rund 3.500 Euro und 4.200 Euro liegen.

Faktor Berufserfahrung

Projektentwickler sind Fachkräfte und haben in den meisten Fällen in ihrem Berufsleben bereits einige Erfahrung in der Projektarbeit und in der Leitung von Projekten gesammelt. Dass die Berufserfahrung ein wichtiger Faktor bei den Gehältern ist, zeigen die folgenden Zahlen, die für Hochschulabsolventen angesetzt werden können.

Als Durchschnittswerte für Projektentwickler in Deutschland können gelten:

  • Berufsanfänger: ca. 3.800 €
  • rund 5 Jahre Berufserfahrung: ca. 4.400 €
  • rund 10 Jahre Berufserfahrung: ca. 5.000 €
  • mehr als 10 Jahre Berufserfahrung: ca. 5.600 €

Auch hier sind die Schwankungsbreiten erheblich. Branche, Unternehmensgröße und -standort, Ausbildung und Zusatzqualifikationen wirken sich aus – ganz abgesehen von der „Gender Gap“, der Lücke in der Entlohnung zwischen den männlichen und weiblichen Personen. Der Unterschied liegt hier bei knapp 20 %, die Frauen auch bei gleichwertiger Arbeit weniger erhalten.

Faktor Zusatzfähigkeiten

Berufserfahrung ist nicht alles – in vielen Fällen kommt es auch auf Zusatzqualifikationen an, um ein Projekt sinnvoll zu entwickeln. Das zahlt sich beim Gehalt aus.

Zu nennen sind hier zunächst einmal spezifische technische Aspekte wie verfahrenstechnische oder Automationslösungen. Dazu kommen vertiefte betriebswirtschaftliche Kenntnisse wie Controlling, das Aufstellen und Analysieren von Kennzahlen oder Kalkulationsverfahren sowie Markt- und Wettbewerbsanalysen. Technik und Betriebswirtschaft können zusammengeführt werden über Software-Systeme wie SAP, Produktionsplanungs- und Steuerungs- (PPS-) oder auch Enterprise-Resource-Planning-(ERP-) Systeme. Erfahrene Anwender können hier gegenüber ihren Arbeitgebern punkten. Aber auch Management-Aspekte von der Organisation und dem Zeitmanagement über nachgewiesene Expertise in Kommunikationstechniken bis hin zu Kreativitätstechniken sind hilfreich bei den Verhandlungen mit den Projektbeteiligten.


Weiterbildung für Projektentwickler

Um den Anforderungen des Arbeitsalltags gerecht zu werden, müssen Projektentwickler ihr Fachwissen fortlaufend aktualisieren und erweitern.

Im technischen Sektor besteht der Anspruch, über neue Verfahren, Materialien, Steuerungs-, Mess- und Regeltechniken informiert zu sein. Denn nur, wer auf dem aktuellen Stand der Technik ist, kann qualifiziert abschätzen und beurteilen, inwiefern Produkte modifiziert oder Fertigungsstraßen modernisiert, aufgerüstet oder erneuert werden sollen und können, um weiterhin effektiv und effizient zu sein. Dabei sind auch Aspekte der Anlagen- und Verfahrenssicherheit, der Instandhaltung, der Störfallvorsorge sowie Qualitätssicherung zu beachten.

Hier ergeben sich auch Schnittstellen zu Ansätzen wie Lean Production, Qualitätsmanagement-Methoden wie Six Sigma und zu Kreativitätstechniken, um die Ideengenerierung und damit die Projektentwicklung erleichtern.

Weiterbildungen können auch die Soft Skills erweitern. Gesprächsführung, Zeitmanagement und Organisation, aber auch Präsentationstechniken sind interessante Themenfelder. Unter betriebswirtschaftlichen Aspekten sind Verfahren der Markt- und Wettbewerbsanalyse, aber auch Kalkulationsverfahren und Controlling, insbesondere das Erheben von relevanten Daten und deren Auswertung sowie das Aufstellen von Kennzahlen und Kennzahlensystemen, wichtig.

Weiterbildungen werden von verschiedensten Institutionen angeboten, von Vereinen bis hin zu privaten Hochschulen. Seminare und Schulungen erfolgen meist berufsbegleitend.

Die REFA AG ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2015
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