Warum ist KVP wichtig?


Warum ist KVP wichtig?

KVP oder der kontinuierliche Verbesserungsprozess charakterisiert die permanente Verbesserung der Produkt-, Prozess- und Servicequalität in einem Unternehmen. Der Lean-Ansatz stammt ursprünglich aus der Serienproduktion der Automobilbranche und wurde maßgeblich von Toyota geprägt. Im Vordergrund stehen viele kleine Verbesserungen an den Arbeitsplätzen, die von den Mitarbeitern selbst im Team entwickelt und umgesetzt werden.

Jedes Unternehmen möchte am Markt bestehen und seine Kunden zufriedenstellen. Mit KVP sind Betriebe in der Lage, flexibel und schnell auf geänderte Markt- und Kundenanforderungen zu reagieren und somit ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu steigern.

PDCA als Grundlage für den KVP

Der PDCA-Zyklus, auch Deming’scher Regelkreis genannt, stellt den roten Faden zur Durchführung von Verbesserungsprojekten in Unternehmen dar. Dabei wird ein Prozess in vier Phasen beziehungsweise Schritte eingeteilt. Durch den zyklischen Verlauf der vier Phasen können Fach- und Führungskräfte permanent neue Potenziale und Möglichkeiten entdecken, ausprobieren, kontrollieren und umsetzen. PDCA steht hierbei für:

Warum ist KVP wichtig?

Phase 1: Plan

In der ersten Phase des PDCA-Zyklus wird ein Ziel formuliert, Schlüsselindikatoren definiert, Annahmen getroffen und daraus Maßnahmen abgeleitet, die geeignet sind, eine aktuelle Situation zu verbessern.

Phase 2: Do

In der zweiten Phase werden die Maßnahmen, die in der Planungsphase festgelegt worden sind, umgesetzt. Hier sind genau die Mitarbeiter involviert, die an der Problemlösung beteiligt sind. Dabei ist es sinnvoll, die Maßnahmen zunächst in kleinem Rahmen zu testen, bevor sie auf das ganze Unternehmen ausgeweitet werden.

Phase 3: Check

Nach der Do-Phase stehen eine ausführliche Analyse und Kontrolle der umgesetzten Maßnahmen an. Es wird geprüft, ob weitere Anpassungen erforderlich sind. Wurden alle Vorgaben und Erwartungen erfüllt, kann die flächendeckende Umsetzung erfolgen.

Phase 4: Act

In der vierten und letzten Phase stehen die allgemeine Einführung und Umsetzung der Maßnahmen in allen Bereichen. Die Qualität, die durch die Optimierung erreicht wurde, wird zum Standard erklärt, der von nun an eingehalten werden soll.

Merkmale des KVP

KVP setzt eine Vielzahl von Maßnahmen schnell und unbürokratisch im Alltag um. Entscheidend bei den unterschiedlichen Methoden und dem Werkzeug ist die Wirkung der Vorgehensweise. Zu der Vorgehensweise des KVP gehören:

  • Aussortieren
  • Vermeiden
  • Sauberkeit
  • Aufräumen
  • Ordnung
  • Einfachheit
  • Standardisierung

Dafür müssen bestimmte Regeln festgelegt und eingehalten werden. Auf diese Weise lassen sich schnell Verbesserungen in den Abläufen und erste Erfolge erreichen.

Beispiele für kontinuierliche Verbesserungsprozesse

Generell kann KVP überall im Unternehmen eingesetzt werden. Die folgenden Beispiele zeigen, welche Verbesserungen in unterschiedlichen Unternehmensbereichen möglich sind.

Büroarbeitsplatz

Am Büroarbeitsplatz sollten der Schreibtisch und die Ablage so aufgeräumt sein, dass nur die wirklich benötigten Dinge vorhanden sind. Diese liegen an einem definierten Platz und in einer festgelegten Ordnung, sodass der Mitarbeiter nicht lange suchen muss. Abläufe werden dadurch beschleunigt, Fehlerquellen minimiert.

Produktion und Montage

Damit Mitarbeiter in der Produktion und Montage keine langen und unnötigen Wege zurücklegen müssen, sollten alle Maschinen, Werkzeuge, Messgeräte, Zuführungen von Werkstücken und Material, Abführungen von bearbeiteten Stücken sowie die dabei notwendigen Informationen perfekt aufeinander abgestimmt werden.

Arbeitsbedingungen

Zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen wird jeder Arbeitsplatz daraufhin untersucht, ob es Tätigkeiten gibt, die den Mitarbeiter schnell ermüden oder belasten. Auch Gefahrenquellen werden ermittelt und beseitigt. So reduzieren sich Gesundheitsprobleme der Mitarbeiter und Abläufe werden beschleunigt.

Fazit

Wie der Name schon sagt, kommen beim kontinuierlichen Verbesserungsprozess alle Abläufe und Tätigkeiten immer wieder auf den Prüfstand. Die Mitarbeiter müssen sich jeden Tag aufs Neue die Frage stellen: Was kann verbessert werden und welche Maßnahmen kann ich hierfür ergreifen? So wird KVP im Denken der Mitarbeiter verankert und Teil der Unternehmenskultur.

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