Neue Lehrinhalte für die REFA-Grundausbildung 4.0


Die Themen Digitalisierte Arbeitswelt und Lean Production sind die neuen Lehrbereiche, mit der die seit Jahrzehnten etablierte REFA-Grundausbildung nun aktualisiert wurde. Die bewährten Inhalte Prozessanalyse und -strukturierung, Arbeitsgestaltung, Datenermittlung, Kostenrechnung und Entgeltgestaltung werden jetzt auch in Bezug zur digitalisierten Arbeitswelt betrachtet. Zudem ist das Thema Lean Production integriert. Hierbei geht es um eine Produktionsorganisation, die über verschiedene konzeptionelle Wege den sparsamen und zeiteffizienten Einsatz der Produktionsfaktoren im Rahmen aller Unternehmensaktivitäten verfolgt.

Die komplette REFA-Grundausbildung 4.0 mit Hessen Add-on, die aus insgesamt drei Teilen besteht, umfasst 190 je 45-minütige Seminareinheiten. Das sogenannte Hessen Add-on beinhaltet hiervon 30 Einheiten, in denen der jeweilige Seminarinhalt mit zusätzlichen Fallbeispielen und Übungen vertieft und gefestigt wird. Der erste Teil behandelt mit 50 Seminareinheiten die Analyse und Gestaltung von Prozessen. In Teil zwei geht es über die Dauer von 100 Seminareinheiten um die Ermittlung und Anwendung von Prozessdaten. Den Abschluss bildet schließlich der 40 Seminareinheiten umfassende Teil drei mit einer Praxiswoche und gezieltem Methodentraining.

Drei Lehrabschnitte für eine profunde Wissensbasis

Im Teil eins, der Analyse und Gestaltung von Prozessen, lernen Teilnehmer die Begriffe Wertschöpfung und Verschwendung, Prozesse und Arbeitssysteme, Zeitarten und Vorgabezeiten sowie Industrie 4.0 und Lean Production im Detail kennen. Sie können danach Prozesse und Arbeitsabläufe analysieren, bewerten und gestalten. Im zehnstündigen Hessen Add-on wird anhand eines durchgängigen Fallbeispiels und vieler Übungen der Inhalt vertieft und gefestigt.

Die Ermittlung und Anwendung von Prozessdaten ist Gegenstand im Teil zwei. Dort wird das Know-how erlangt, um Arbeitsplätze schlank und human zu gestalten, um Prozessdaten – vor allem Zeitdaten – zu ermitteln. Dazu gehört das Wissen darüber, wofür diese Zeitdaten benötigt werden, z.B. für Kalkulationen oder zur Entgeltgestaltung.

Im Abschlussteil, der Praxiswoche mit dem Methodentraining, setzen die Teilnehmer das Gelernte an einem durchgängigen Fallbeispiel um. In Gruppenarbeit werden die erworbenen Kenntnisse in einer praktischen Projektarbeit vertieft. Ziel ist es, eine effektive arbeitsorganisatorische Lösung für die Montage von unterschiedlichen LKW-Modellen zu entwickeln.

Die REFA-Grundausbildung 4.0, ergänzt um die neuen Lehrbereiche, liefert die Wissensbasis für stabile, schlanke und effiziente Prozesse. Sie empfiehlt sich damit für alle Mitarbeiter in der Arbeitsvorbereitung, in der Planung und Steuerung oder dem Industrial Engineering. Auch bei Mitarbeitern, die Aufgaben bei der Bewertung, Verbesserung und Gestaltung von Prozessen übernehmen, wird dieses Know-how zunehmend vorausgesetzt. Ferner können Betriebsräte Produktionsprozesse bzw. -umgestaltungen durch diese Wissensbasis erfolgreicher begleiten.

Die Grundausbildung als fester Bestandteil der Industriemeister- und Logistikmeister-Lehrgänge

„REFA-Hessen hat die REFA-Grundausbildung 4.0 fest in ihre bundesweit einzigartigen Industriemeister- und Logistikmeister-Lehrgänge integriert“, erklärt REFA-Hessen-Vorstand Alexander Appel. „Die Absolventen erlangen ein breites Ausbildungsniveau auch in Bezug zu Themen wie Digitalisierung und Lean Production. Jeder angehende Meister kann dieses umfassende Know-how somit schon während seiner Aufstiegsfortbildung erlangen und ist damit erheblich besser auf seine zukünftigen Aufgaben vorbereitet.“

In Form von Kooperationen wird die REFA-Grundausbildung 4.0 auch an vielen Technikerschulen, z.B. in Kassel, Bebra, Bad Wildungen, Butzbach, Fulda und Weilburg, den Studierenden ergänzend angeboten, die somit für künftige Aufgaben deutlich besser vorbereitet sind.

 

Die REFA AG ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2015
Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können zu Analysezwecken gesetzt werden.