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Large Language Model (LLM)


Large Language Model (LLM)

Definition

Ein Large Language Model (LLM) ist ein KI-System, das mit Methoden des maschinellen Lernens, insbesondere mit Deep Learning, trainiert wurde, um menschliche Sprache zu verstehen, zu verarbeiten und zu erzeugen. Ziel eines LLM ist es, Texte in natürlicher Sprache zu analysieren, sinnvolle Antworten zu geben und Inhalte kontextbezogen zu generieren.

Funktionsweise

Technisch handelt es sich bei einem LLM um ein künstliches neuronales Netzwerk, das auf großen Mengen an Textdaten trainiert wurde. Dabei lernt das Modell, statistische Zusammenhänge zwischen Wörtern, Sätzen und Konzepten zu erkennen. Es sagt beispielsweise vorher, welches Wort (oder Token) mit hoher Wahrscheinlichkeit als nächstes folgt. Auf dieser Basis kann ein Large Language Model u. a. folgende Aufgaben erfüllen:

  • Texte schreiben oder überarbeiten
  • Inhalte zusammenfassen
  • Fragen beantworten
  • Texte übersetzen
  • Code generieren

Architektur

LLMs basieren in der Regel auf der sogenannten Transformer-Architektur, die 2017 von Forschenden bei Google vorgestellt wurde. Diese Architektur ermöglicht unter anderem:

  • effizientes Erlernen komplexer Sprachmuster
  • parallele Verarbeitung großer Datenmengen
  • das Verständnis langer Textzusammenhänge

Bekannte Modellarchitekturen sind beispielsweise GPT (Generative Pre-trained Transformer), BERT (Bidirectional Encoder Representations from Transformers) oder T5 (Text-to-Text Transfer Transformer).

Bedeutung von „Large“

Der Begriff „large“ (englisch für „groß“) bezieht sich auf mehrere Aspekte:

  • Trainingsdatenmenge: LLMs werden mit Milliarden bis Billionen Wörtern aus unterschiedlichen Quellen trainiert, etwa aus Büchern, Webseiten, Foren oder wissenschaftlichen Artikeln.
  • Modellgröße: Ein LLM kann mehrere Milliarden bis über eine Billion Parameter enthalten. Parameter sind die lernbaren Gewichte im neuronalen Netz, die das Sprachverständnis ermöglichen.
  • Rechenleistung: Das Training und der Betrieb solcher Modelle erfordern erhebliche Rechenressourcen und werden meist auf leistungsstarken Hochleistungsrechnern (Supercomputern) oder spezialisierten GPU- bzw. TPU-Clustern durchgeführt.

Beispiele für bekannte LLMs

  • GPT-4 (OpenAI)
  • LLaMA (Meta)
  • Gemini (Google DeepMind)
  • Claude (Anthropic)
  • Mistral (Mistral AI)

Anwendungsgebiete

LLMs kommen in zahlreichen Bereichen zum Einsatz, z. B. in:

  • Chatbots und virtuellen Assistenten
  • Automatisierter Texterstellung und Inhaltsoptimierung
  • Suchmaschinen und Wissensdatenbanken
  • Sprachübersetzung
  • Customer Support
  • Business Intelligence und Datenanalyse
  • Softwareentwicklung (z. B. Codierungshilfen wie GitHub Copilot)

LLMs zählen zu den Schlüsseltechnologien der modernen Künstlichen Intelligenz und prägen zunehmend die Interaktion zwischen Mensch und Maschine.

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