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SMED

SMED, also Single Minute Exchange of Die, ist eine Methode, mit der man die Rüstzeit einer Produktionsmaschine oder einer Fertigungslinie drastisch reduzieren kann. Wenn Sie wissen möchten, wie Sie durch optimierte Rüstzeiten kurze Durchlaufzeiten und niedrige Bestände generieren können, dann sehen Sie sich unser ‌SMED-Video an.

Transkript zum Video

Transkript: SMED – Schnelles Rüsten in der Praxis

[Das Video beginnt mit einer Einblendung des Titels „Alles, was Sie über SMED wissen müssen!". Ein Sprecher steht in einer Produktionshalle und spricht direkt in die Kamera.]

„Hallo und herzlich willkommen. Als Unternehmer oder Fertigungsleiter in einem produzierenden Betrieb haben Sie die Aufgabe, für eine möglichst effiziente Produktion zu sorgen. Ein Hebel, um dies zu erreichen, ist die Reduzierung der Stillstandszeiten von Maschinen. Einen großen Anteil daran haben zum Beispiel Rüstvorgänge. Mit SMED, dem Single Minute Exchange of Die, auf Deutsch übersetzt: schnelles Rüsten, können die notwendigen Werkzeugwechsel auf wenige Minuten beschränkt werden. Selbstverständlich nur in Abhängigkeit von der Ausgangszeit – also bei vier Stunden Rüstzeit ist eine Reduzierung auf unter zehn Minuten natürlich unrealistisch, aber 30 bis 50 % Zeitersparnis ist durchaus üblich."

[1:23 - Auf dem Bildschirm erscheint eine Grafik, die den Wechsel von einer Produktgruppe A zu einer Produktgruppe B visualisiert.]

„Kunden und Auftraggeber verlangen immer häufiger speziell auf sie zugeschnittene Produkte und diese zunehmende Individualisierung führt zu immer kleineren Losgrößen, zum Beispiel in der Fertigung. Die Umstellung von Produkt A auf Produkt B bedingt meist einen Austausch von Form- und Bearbeitungswerkzeugen."

„Um diese zu wechseln, sind die Maschinen natürlich herunterzufahren, auszuschalten, zu reinigen, umzubauen, einzustellen und dann wieder anzustellen. Dieses Umrüsten der Maschinen sollte natürlich idealerweise möglichst rasch erfolgen, um unproduktive Stillstandszeiten zu vermeiden. Die Rüstzeiten, das heißt also die Zeiträume zwischen dem letzten Gutteil des letzten Loses und dem ersten Gutteil des neuen Loses, sind also zu minimieren. Und genau hier setzt SMED an. SMED zielt darauf, die Rüstzeiten zu minimieren."

[1:41 - Eine Liste mit den drei Stufen von SMED wird eingeblendet.]

„Das erfolgt in drei Stufen. Erste Stufe: die Trennung von internen und externen Rüsttätigkeiten. Das interne Rüsten umfasst die Tätigkeiten, die nur bei stillstehender Maschine bzw. Anlage ausgeführt werden können. Das externe Rüsten umfasst die Tätigkeiten, die bei laufender Maschine ausgeführt werden können, zum Beispiel Bereitstellung von Werkzeugen."

„Der zweite Schritt: die Verkürzung der internen Rüsttätigkeiten durch technische Verbesserung, zum Beispiel man gleicht Höhen an oder reduziert Schrauben oder Schraubverbindungen. Der dritte Schritt: die Synchronisation und Verbesserung der externen Rüsttätigkeiten durch organisatorische Maßnahmen."

„Um die SMED-Methode in Ihrem Unternehmen zu nutzen, sollten Sie die Mitarbeiter anhand einer konkreten Umsetzung und Anwendung an einer Maschine schulen. Dazu empfehlen wir die Durchführung in Workshops mit möglichst sofortiger konkreter Umsetzung. Durchgeführt werden sollten die Rüstworkshops mit maximal sechs bis acht Teilnehmern: den Maschinenführern, Team- und Abteilungsleitung, dem Betriebsrat und zum Beispiel auch einem Beschäftigten aus einem ganz anderen Bereich. Denn Perspektiven von außerhalb führen ganz häufig zu guten Ideen, auf die man manchmal nicht kommt, wenn man eine gewisse Betriebsblindheit hat."

„Der Workshop sollte per Video aufgezeichnet werden. Das muss natürlich von Geschäftsführung und Betriebsrat bewilligt werden. Wir nutzen dazu eine schnelle und einfache Betriebsvereinbarung, in der die Vorgehensweise, Nutzen und natürlich der Umgang mit dem Videomaterial eindeutig beschrieben ist. Ganz wichtig ist: Nach der erfolgreichen Umsetzung der SMED-Methode sollten die beteiligten Maschinenführer als Experten an ihrer Anlage selbst ihre Kollegen über die erreichten Fortschritte informieren. Das ist viel authentischer, als wenn zum Beispiel die Führungskräfte darüber reden."

[3:35 - Eine Übersicht der fünf Schritte zur Einführung von SMED wird eingeblendet.]

„Gehen Sie bei der Einführung von SMED in fünf Schritten vor: Erstens – ganz wichtig – informieren und überhaupt erst mal genau definieren: Worum geht das überhaupt? Was ist das Ziel? Zweitens: die Aufnahme vom Ist-Rüstvorgang als Ausgangszustand. Der dritte Schritt: das Analysieren und genau Betrachten des Rüstvorgangs. Der vierte Schritt: die Umsetzung und das Ausprobieren des neuen Rüstablaufs als Test. Und fünftens: Bewertung der Ideen und Vorschläge zur technischen Verbesserung."

„Der erste Teil des Workshops besteht dann überwiegend aus dem Informieren. Dabei ist es für das Verständnis der Teilnehmer enorm wichtig, die Bedeutung des Rüstens auch klar zu verstehen und auch die Rüstzeit zu definieren, von wo bis wo sie dann gemessen wird. Reden Sie dabei mit den Mitarbeitern am besten so, dass Sie verstanden werden. Verzichten Sie auf irgendwelche Fremdwörter oder Abkürzungen, wo es dann immer wieder zu Nachfragen kommt. Idealerweise sagen Sie zum Beispiel auch gar nicht ‚Single Minute Exchange of Die' oder ‚SMED', sondern sprechen Sie eher vom schnellen Rüsten, von kürzeren Rüstzeiten oder von einem schnellen Werkzeugwechsel. Dann wird man viel, viel einfacher verstanden."

[4:58 - Ein Spaghetti-Diagramm wird eingeblendet.]

„Gehen Sie dann an die Maschine, an der Sie mit SMED erfolgreich sein wollen, und nehmen Sie den Ist-Zustand auf. Und diese Videoaufnahme ist die Grundlage für die Analyse und Standardisierung. Stellen Sie außerdem zum Beispiel die zurückgelegten Wege während der Rüstzeit mit einem Spaghetti-Diagramm dar. Das ist sehr, sehr aufschlussreich und visuell. Notieren Sie separat für jeden Mitarbeiter die einzelnen Rüsttätigkeiten samt der benötigten Zeit, zum Beispiel auf Post-its. Damit lässt sich wunderbar arbeiten. Wenn Sie diese als Ablauf auf eine ausgerollte, quer angehängte Prozesstapete heften, haben Sie den Ist-Ablauf des Rüstvorgangs visualisiert. Hierdurch ergeben sich die Anzahl der Prozessschritte und natürlich die Summe der Rüstzeit."

„Stellen Sie dann bei jeder Rüsttätigkeit die Frage: Brauchen wir diese Tätigkeit überhaupt oder können wir sie vielleicht komplett eliminieren? Falls Sie sie brauchen, falls sie durchgeführt werden muss, dann ist die nächste Frage: Muss diese Tätigkeit durchgeführt werden, während die Maschine steht, oder kann ich es zum Beispiel auch machen, während die Maschine noch läuft oder wieder läuft? So kann man zwischen internem und externem Rüsten unterscheiden. Erstellen Sie einen neuen Rüstablauf auf einer zweiten Prozesstapete durch ganz einfaches Umordnen der Post-its. Ordnen Sie gemeinsam mit den Teilnehmern die Prozesse so an, dass möglichst viele externe Rüsttätigkeiten dann stattfinden, während die Maschine noch produziert oder wieder produziert."

„Gehen Sie wieder zu der Maschine, an der Sie den Rüstvorgang aufgenommen haben. Setzen Sie den neuen Rüstvorgang um, probieren Sie es aus – natürlich mit denselben Personen wie beim ersten Mal, um auch gute Vergleichsmöglichkeiten zu haben. Erfahrungsgemäß können mit dem neuen Rüstvorgang Einsparungen von 30 bis 50 % erzielt werden, je nach Ausgangssituation. Der neue Rüstvorgang wird dann idealerweise standardisiert und als zum Beispiel Checkliste ausgearbeitet. Das hilft den Maschinenführern, die Reihenfolge der neuen Tätigkeiten genau einzuhalten."

[6:57 - Eine Tabelle zur Kosten-Nutzen-Analyse wird eingeblendet.]

„Anschließend werden weitere Ideen und Vorschläge gesammelt. Hier liegt zum Beispiel der Fokus jetzt auf den technischen Verbesserungen. Nicht jede Idee zur Reduzierung der Rüstzeit ist natürlich umsetzbar und amortisiert sich auch nicht. Führen Sie im Team eine Kosten-Nutzen-Analyse durch, um das Potenzial der Vorschläge zu bewerten. Kriterien sind zum Beispiel Kosten, Zeitersparnis, Aufwand in Euro oder in Stunden. Damit wird genau diese Amortisationsbetrachtung jedes einzelnen Vorschlags durchgeführt."

„Die Effizienz der umgesetzten Maßnahmen wird idealerweise durch regelmäßige Betrachtung vor Ort und Beobachtungen der neuen Rüstvorgänge in einem zum Beispiel internen Audit dann durchgeführt und überprüft."

„So, nun haben Sie einiges erfahren über die SMED-Methode, über das Rüsten und die Rüstzeiten, über den Nutzen von SMED, über den organisatorischen Rahmen und natürlich über das Vorgehen bei der Einführung von SMED. Wenn Sie mehr zu diesem Thema erfahren wollen, laden Sie sich doch den kostenlosen SMED-Ratgeber von unserer Website hinunter. Dort finden Sie neben den kurzgefassten theoretischen Grundlagen viele nützliche Tipps und praktische Beispiele zum Vorgehen. Oder sprechen Sie uns gerne an, wir beraten Sie gerne auch direkt bei Ihnen vor Ort. Viel Erfolg bei der Umsetzung! Machen Sie es gut."

[08:08 - Abspann: Das Video endet mit einer Einblendung der Website-URL und den Kontaktdaten von REFAtv.]



Wertstrom

Der Wertstrom beschreibt den Prozess der „Werterstellung“ in einem Unternehmen. Der Wertstrom umfasst somit alle Aktivitäten, die zur Herstellung und zum Anbieten eines Produktes oder einer Dienstleistung nötig sind. Wenn Sie wissen möchten, wie Sie mit Wertstromdesign die Durchlaufzeiten und Bestände reduzieren und somit Kosten einsparen können, dann sehen Sie sich unser ‌Wertstrom-Video an.

Transkript zum Video

Transkript: Wertstrom – ein Lean-Ratgeber aus der Praxis

[0:00 - Das Video beginnt mit einer Einblendung des Titels „Alles, was Sie über Wertstrom wissen müssen!". Ein Sprecher steht in einer Produktionshalle und spricht direkt in die Kamera.]

„Hallo und herzlich Willkommen sie sind Unternehmer bzw verantwortlich für die Produktion aber wissen Sie genau was man unter Wertstrom versteht worauf er beruht und wodurch er beeinflusst wird das schauen wir uns heute mal genauer an.

Der Wertstrom beschreibt den Zuwachs an Mehrwert beim Durchlauf eines Produktes durch die Fertigung. Ziel jedes unternehmerischen Handels sollte sein den dabei geschaffenen Mehrwert zu maximieren. Möglich wird das durch eine Prozessoptimierung die insbesondere Verschwendung aufdeckt um diese anschließend zu eliminieren. Das führt dann natürlich zu Kosteneinsparung, verkürzten Durchlaufzeiten und damit zu einer deutlichen Effizienzsteigerung.

Der Mehrwert entsteht im Wertstrom durch direkt und indirekt wertschöpfende Tätigkeiten. Direkt wertschöpfende Tätigkeiten sind alle Produktions oder Fertigungsprozesse. Aber mit diesen allein kommt das Produkt natürlich nicht zum Kunden. Deshalb müssen sie begleitet werden durch unterstützende indirekt wertschöpfende Abläufe und Vorgänge wie z.B Auftragsbearbeitung oder Versand."

Weiter gibt es Tätigkeiten die notwendig sind aber nicht wertschöpfend wie z.B das Umrüsten oder die Wartung einer Maschine.

Und es gibt natürlich Vorgänge die weder zum Mehrwert beitragen noch notwendig sind. Sie verbrauchen teure Ressourcen wie Material, Personal, Platz und Zeit und vernichten am Ende Kapital. Hier handelt es sich um Verschwendung."

[1:33 - Einblendung: Die 9 Arten der Verschwendung (diese werden nachfolgend erklärt].

„Das unternehmerische Ziel der Effizienzsteigerung wird erreicht, wenn der Anteil der wertschöpfenden Prozesse und Tätigkeiten zunimmt. Dies ist möglich wenn die Anteile der unterstützenden sowie nicht wertschöpfenden Vorgänge reduziert, minimiert werden und insbesondere wenn Verschwendung eliminiert wird."

„Um den Wertstrom und damit die Wertschöpfung gezielt erhöhen zu können müssen Sie natürlich wissen, was in den einzelnen Bereichen Ihres Unternehmens geschieht."

"Mit einer Wertstromanalyse werden alle Prozessschritte sowie wichtige Kennzahlen wie Prozess Warte- und Durchlaufzeiten, Mengen und Bestände sowie Transporte und Transportwege in einer übersichtlichen Darstellung mit einfachen Symbolen im ist-Wertstrom visualisiert."

[2:15 - Eine Grafik wird eingeblendet: Die Symbolik zur Darstellung des Wertstroms.]

„Anschließend wird der ideale umsetzbare Sollwertstrom mit maximaler Wertschöpfung und minimaler Verschwendung auf Basis von logistischen Prinzipien und Leitlinien erarbeitet und das wird dann als Wertstromdesign bezeichnet"

„Der Kerngedanke der dem Wertstrom zugrunde liegt ist die Kundenorientierung. Die maximale Wertschöpfung ist nur bei einer Ausrichtung aller Prozesse auf die Anforderung der Kunden möglich. Denn bezahlt wird nur für den entstandenen bzw wahrgenommenen Mehrwert und dieser sollte also möglichst effizient erbracht werden."

„Die Wertstromanalyse zeigt Schwachstellen und Potenziale auf, schafft das Verständnis für die Notwendigkeit von Verbesserungsmaßnahmen und unterstützt dabei Prioritäten zu setzen. Das Wertstromdesign hilft bei der Festlegung optimierter Prozesse und macht die Vorgehensweisen für alle Beteiligten in einer einfachen Form sichtbar."

„So, nun haben Sie einiges erfahren über die Wertstrommethode, den Wertstrom selbst, die Wertstromanalyse, das Wertstromdesign und die Vorteile bei solchem Vorgehen. Wenn Sie mehr zu diesem Thema erfahren wollen laden Sie sich doch den kostenlosen Wertstromratgeber von unserer Webseite herunter. Dort finden Sie neben kurzgefassten theoretischen Grundlagen viele nützliche Tipps und praktische Beispiele zum Vorgehen oder sprechen Sie uns an. Wir beraten Sie gerne auch direkt bei Ihnen vor Ort. Machen Sie es gut bis zum nächsten Mal."

[03:45 - Abspann: Das Video endet mit einer Einblendung der Website-URL und den Kontaktdaten von REFAtv.]



Overall Equipment Effectiveness

Die Overall Equipment Effectiveness (OEE) ist eine Kennzahl, die die Verfügbarkeit der Anlage im Verhältnis zur Produktionszeit beschreibt und dabei Nutzungs-, Leistungs- und Qualitätsgrad in ein einfach zu erfassendes Verhältnis setzt. Wenn Sie wissen möchten, wie Sie diese Kennzahl in Ihrem Unternehmen einsetzen und davon profitieren können, sehen Sie sich unser OEE-Video an.

Transkript zum Video

Transkript: OEE – Overall Equipment Effectiveness

[0:00 - Das Video beginnt mit einer Einblendung des Titels „Alles, was Sie über OEE wissen müssen!". Ein Sprecher steht in einer Produktionshalle und spricht direkt in die Kamera.]

„Hallo und herzlich Willkommen. Sie sind Unternehmer oder verantwortlich für die Produktion und fragen sich, wie Sie möglichst einfach am besten nur anhand einer einzigen leicht zu ermittelnden Kennzahl das aktuelle Leistungsvermögen ihrer Maschinen und Produktionsanlagen feststellen und gleichzeitig Optimierungspotenziale aufdecken können. Beides zusammen gelingt mit der Kennzahl OEE.

Bedeutet Overall Equipment Effectiveness, in der deutschen Variante GAE Gesamtanlagen Effektivität genannt. Einfacher gesagt: Diese Kennzahl ist also eine Messgröße für die Produktivität von Maschinen und Produktionsanlagen. Aber was macht diese Kennzahl so besonders? Eine ideale Anlage würde kontinuierlich laufen, 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, idealerweise mit maximaler Geschwindigkeit, verschleiß- und wartungsfrei, und sie würde natürlich keine Fehlteile produzieren."

Anders ausgedrückt: Der Nutzungsgrad, der Leistungsgrad und der Qualitätsgrad wären jeweils 100%. Die OEE als Produkt aus diesen drei Faktoren berechnet ist natürlich ebenfalls 100%, also produktiver geht gar nicht."

[01:14 - Eine Grafik visualisiert nun das nachfolgend Erklärte.]

„Schauen wir uns nun den Aufbau der OEE mal genauer an. Hier vor Ort zum Beispiel ist die Produktionszeit geplant für zwei acht Stunden Schichten an 5 Tagen in der Woche. Dies ist die Basis zur Berechnung der OEE als Gesamtschichtzeit.

Die dritte Schicht wird also hier im Unternehmen als geplante Nicht-Produktion nicht berücksichtigt. Um die verfügbare Zeit zu erhalten werden Stillstände wie zum Beispiel geplante Wartungen und Instandsetzungszeiten oder Pausen abgezogen. Von der verfügbaren Zeit wiederum werden noch die Verluste wie zum Beispiel Rüstzeiten oder Ausfälle durch irgendwelche Störungen abgezogen. Somit ergibt sich als nächstes die Betriebszeit. Der Nutzungsgrad als erstes Element der OEE-Berechnung gibt den prozentualen Anteil der tatsächlichen Betriebszeit an der verfügbaren Zeit an. In unserem Beispiel hier vor Ort liegen wir bei ungefähr 90%. Von der Betriebszeit abgezogen werden müssen dann noch Zeiten, in denen die Anlage nicht voll leistungsfähig ist. Zeiten zum Beispiel für das Anlaufen und Herunterfahren einer Anlage, das Drosseln der Sollgeschwindigkeit oder aber auch kurze Stopps aufgrund kleinerer Störungen. Nun lässt sich der Leistungsgrad als Quotient aus Betriebszeit und geplanter Betriebszeit berechnen. Hier vor Ort liegt der bei ca. 92%.

Zu guter Letzt geht es noch um die Qualität. Nicht alle Teile sind den Kundenanforderungen entsprechend gefertigt. Einige müssen nachgearbeitet werden oder sind sogar Ausschuss. Der Qualitätsgrad wird berechnet als prozentualer Anteil der Gutteile am gesamten Output der Produktion. Hier in unserem Beispiel liegen wir aktuell bei ca. 95%. Berechnet man nun die OEE als Produkt aus Nutzungsgrad, Leistungsgrad und Qualitätsgrad, liegen typische Werte der Kennzahl in der Industrie zwischen 60 und 80%. Je nach Branche und vorherrschenden Rahmenbedingungen wie zum Beispiel also Losgrößen oder die Bearbeitungsdauer der Produkte. Das bedeutet: Circa 60 bis 80 Prozent der Zeit produzieren die Maschinen Produkte gemäß den Qualitätsanforderungen des Kunden und eben 20 bis 40 Prozent der Produktionszeit sind die Maschinen nicht effizient produktiv. Sie werden also umgerüstet, im schlimmsten Fall liegt eine Maschinenstörung vor oder es gibt einen anderen Verlustgrund. Hier vor Ort ergibt sich aktuell für den Nutzungsgrad die 90 Prozent, für den Leistungsgrad die 92% und für den Qualitätsgrad 95%. Alles miteinander multipliziert wie dargestellt bedeutet: Die OEE beträgt ca. 80%. Also werden in unserem Anwendungsbeispiel 80% der Zeit gute Produkte produziert und wir haben 20 Prozent Verlustzeiten.

[04:25 - Eine Grafik wird eingeblendet: Effiziente Produktionszeit. Verluste = 20%, OEE = 80%.]

Vor ca. 18 Monaten war die OEE bei ca. 60%. Durch entsprechende Maßnahmen haben wir diese um 20% steigern können. Der Nutzen und das Ziel der Kennzahl OEE umfasst 2 zentrale Elemente: Zunächst lässt sich der Ist-Zustand analysieren und dieser kann dann im nächsten Schritt systematisch verbessert werden. Konkret bedeutet das: Die OEE ermöglicht die Ermittlung der tatsächlichen Produktionszeit und der Verluste. Mit dem OEE-Wert erhält man eine Aussage über die Effizienz der Anlage – in unserem Beispiel 80% – und der Verluste – 20%. Und zweitens: Die Verluste werden dabei idealerweise nach Störungsart, Häufigkeit und Dauer erfasst und durch eine Auswertung nach dem Pareto-Prinzip können die größten Zeitverluste anschließend zuerst reduziert werden.

Nun haben Sie einiges erfahren über die Kennzahl OEE, ihre Berechnung und den Mehrwert sowie ihre Bedeutung für die Produktion. Wenn Sie mehr zu diesem Thema erfahren wollen, insbesondere wie sich die OEE auch steigern lässt, laden Sie sich doch gerne den kostenlosen OEE-Ratgeber von unserer Website herunter. Dort finden Sie neben den kurz gefassten theoretischen Grundlagen in übersichtlicher Form viele nützliche Tipps und praktische Beispiele zur Berechnung, Auswertung und Vorgehensweise zur Steigerung der OEE. Oder Sie sprechen uns auch gerne direkt an. Wir beraten Sie direkt bei Ihnen vor Ort. Machen Sie es gut, bis zum nächsten Mal."

[05:37 - Abspann: Das Video endet mit einer Einblendung der Website-URL und den Kontaktdaten von REFAtv.]

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