Agiles Arbeiten – Wunsch und Wirklichkeit


Agiles Arbeiten

„Agil“ bedeutet laut Duden flink, wendig, beweglich. Agile Unternehmen besitzen die Fähigkeit, nicht nur flexibel auf die sich immer schneller ändernden Rahmenbedingungen – etwa die Digitalisierung – zu reagieren, sondern auch proaktiv zu handeln und initiativ zu werden, um notwendige Veränderungen einzuführen. Agiles Arbeiten und agile Teams sind damit die unternehmerische Antwort auf die zunehmende Dynamik und Komplexität. Aber wie stark ist agiles Arbeiten in Deutschlands Unternehmen verbreitet?

Eine aktuelle Studie der Online-Jobplattform StepStone und der Unternehmensberatung Kienbaum zeigt, dass Unternehmen sich selbst als umso innovativer und leistungsfähiger sehen, je agiler die Strukturen sind. Doch nicht einmal zehn Prozent der Unternehmen arbeiten agil, obwohl ein Drittel der rund 10.000 befragten Fach- und Führungskräfte in Deutschland dies gerne möchte und eine deutliche Mehrheit agilen Arbeitsweisen gegenüber offen ist.

Voraussetzungen für agiles Arbeiten

Um agil arbeiten zu können, müssen starre Strukturen aufgebrochen werden. Das bedeutet flache Hierarchien und Abgabe von Verantwortung aus der Führungsebene an die Beschäftigten. Essenziell sind dabei die klare Kommunikation der Ziele und das Vertrauen und Zutrauen in die Mitarbeiter, die Ziele auf selbst gewählten Wegen zu erreichen, sowie eine gelebte Fehlerkultur.

Fachkräfte und Führungskräfte mit unterschiedlichen Sichtweisen

Unter den befragten Fachkräften wünschen sich sechs von zehn diese flachen Hierarchien; das entspricht etwa dem Anteil an Unternehmen (66 %), in dem diese (noch) nicht realisiert sind. Die Ursachen? Nur gut jeder Vierte darf auch ohne Führungsverantwortung eigenständig Entscheidungen treffen, nur jeder sechste wird ermutigt, neue Ideen auszuprobieren, und eine offene Fehlerkultur erleben auch nur 25 Prozent.

Führungskräfte sehen das völlig anders: Nur jeder siebte gab an, Entscheidungen ohne Einbeziehung der Mitarbeiter zu treffen, fast drei Viertel sagten aus, sie würden ihre Mitarbeiter aktiv motivieren, neue Ideen auszuprobieren, und knapp zwei Drittel sehen in Fehlern ein hohes Lernpotenzial und kommunizieren dies auch so an die Beschäftigten.

Fazit

Agiles Arbeiten wird von Unternehmen als sehr wichtig erachtet, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Führungskräfte sehen sich dabei auf gutem Weg, doch der Arbeitsalltag der Mitarbeiter bildet dies nicht ab. Die Zeit ist reif, eingefahrene Prozesse nachhaltig zu verändern.

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