Dauerleistungsgrenze
Definition
Die Dauerleistungsgrenze ist die Schwelle, bis zu der eine statische oder dynamische Arbeit über einen bestimmten Zeitraum ohne nennenswerte muskuläre Ermüdung und ohne gesundheitliche Schäden erbracht werden kann.
In den Arbeitswissenschaften ist die Bezugszeitspanne in der Regel die (werktägliche bzw. normale vereinbarte) Arbeits- oder Schichtzeit. Als Maß für die Arbeitsbelastung bzw. die daraus resultierende Arbeitsbeanspruchung als individuelle Auswirkung der Arbeitsbelastung dienen der Energieumsatz und die Herzschlagfrequenz . Als Grenzwerte gelten bei Männern z. B. ein Arbeitsenergieumsatz von 17 kJ/min und ein Anstieg der Pulsfrequenz um 30 – 40 Schläge pro Minute gegenüber dem Ruhepuls. Die Dauerleistungsgrenze liegt bei gesunden, normal trainierten Personen im erwerbsfähigen Alter im Durchschnitt bei einer Herzschlagfrequenz von 110 Schlägen pro Minute.
Bis zu diesen Schwellenwerten besteht ein Gleichgewicht zwischen Belastung und Erholung, die während der Arbeit auftretende Ermüdung kann während der Regenerationsphasen wieder abgebaut werden. Bei einer dauernden Überschreitung der Dauerleistungsgrenze setzt Überforderung ein.
Die Dauerleistungsgrenze ist nach REFA die Bezugsgröße zur Feststellung der Normalleistung und des Leistungsgrads.
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