EPEI (Every Part Every Interval)


EPEI

Definition

Das aus dem Englischen stammende Akronym EPEI steht für „Every Part Every Interval“. Gemeint ist damit der Zeitraum, der in einer Fertigungslinie bis zur Produktion des nächsten, gleichgearteten Loses eines Gutes vergeht.

Die Umsetzung des EPEI-Prinzips in der Produktion erhöht die Effizienz in der Organisation durch Vermeidung von Verschwendung, da Puffer zur Abfederung von Diskontinuitäten abgebaut werden können, die ansonsten zur Reaktion auf Produktions- und Nachfrageschwankungen notwendig sind. Da das Zeitintervall zu einem großen Teil von der Losgröße beeinflusst wird – je größer das Los, desto größer das Intervall – und diese wiederum von der Flexibilität des Prozesses abhängt, ist EPEI auch eine Kennzahl für die Flexibilität einer Fertigung. Ziel ist eine hohe Flexibilität und somit ein kleines Zeitintervall. Die Methodik des EPEI kann somit als Hilfsmittel zur Erreichung des One-Piece-Flow bzw. kleinerer Losgrößen betrachtet werden, je kleiner der EPEI, desto geringer die Durchlaufzeiten.

EPEI-Berechnung

EPEI-Formel

EPEI – Hintergrund und Idee des Ansatzes

EPEI ist ein Konzept aus dem Lean Management. Ziel ist die Minimierung der Auftragsmengen bis zur kapazitiven Grenze durch Rüstvorgänge. Das Ergebnis sind kleinere Produktionsmengen (weniger Work in Process ConWIP-Verfahren) mit einer entsprechenden Flexibilisierung der Produktion und somit kleineren Schwankungen im Materialfluss, was eine Verringerung der Bestände ermöglicht und Verschwendung vorbeugt.

Ein Weg zur Optimierung des EPEI ist die Gestaltung des Prozesses auf Basis einer Wertstromanalyse mit anschließendem Wertstromdesign. Die Minimierung des Zeitintervalls und somit die wirtschaftliche Produktion von kleinen Losgrößen kann in diesen Schritten erreicht werden:

  • Reduzierung von Rüstzeiten;
  • Reduzierung der Variantenvielfalt;
  • Reduzierung der Bearbeitungsschritte im Prozess;
  • Gestalten einer Fließfertigung.

Als Vorteile der EPEI-Methode gelten:

  • geringe Durchlaufzeiten
  • schnelle Bedienung der Bedarfe der Kundschaft;
  • Verstetigung der Produktion;
  • Verringerung der Lagerbestände;
  • Kostenreduktion.
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