Lagerkennziffern


Definition

Lagerkennziffern oder auch Lagerkennzahlen sind betriebswirtschaftliche Indikatoren, mit denen Unternehmen im Rahmen des Controllings die Wirtschaftlichkeit ihrer Lagerhaltung überprüfen können. Berücksichtigt werden Art, Menge und Ort sowie die Lagerdauer der Güter. Aus den Lagerkennziffern können Schlüsse für die Warenwirtschaft (z. B. Logistik, Kapitalbindung, Lagerkosten) gezogen werden, um logistische Prozesse zu verbessern und Verschwendung zu minimieren (durch Reduktion von Beständen und/oder Transport(weg)en). Verglichen werden dazu die aktuellen Werte entweder mit denen von Vorperioden oder mit branchenüblichen Werten (Benchmarks). Anhand der Lagerkennzahlen können Ziele für die Logistik gesetzt und entsprechende Maßnahmen formuliert und umgesetzt werden.

Zu den wichtigsten Lagerkennziffern gehören:

  1. der Lagerbestand (spezifiziert nach durchschnittlichem, Maximal-, Melde-, Höchst- und Mindestbestand sowie auf Perioden (z. B. Jahr, Quartal, Monat, Bilanzstichtag) bezogene Anfangs- und Endbestände);
  2. der Wareneinsatz als Wert der ausgegangenen Güter während einer Periode, berechnet zum Einstands- bzw. Bezugspreis;
  3. die Lagerumschlagshäufigkeit als Durchsatz des durchschnittlichen Lagerbestands pro Periode;
  4. die durchschnittliche Lagerdauer als Zeitspanne zwischen Lagerein- und -ausgang der Güter während einer Periode;
  5. die Lagerzinsen, die von dem Güterbestand und dem Lagerzinssatz abhängen;
  6. der Lagerkostensatz als Verhältnis der Lagerkosten zum Lagerbestand.
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