Lagerkostensatz


Definition

Der Lagerkostensatz als Lagerkennzahl gibt an, wie hoch die Kosten für die Lagerung von Gütern im Verhältnis zum durchschnittlichen Lagerbestand sind. Die Lagerkosten setzen sich zusammen aus den Kosten für Personal, Arbeitsmittel (z. B. Flurförderzeuge, Transportbänder), Gebäude (Miete, Abschreibungen und Zinsen, Instandhaltungskosten, Energiekosten (Strom, Heizung, usw.), Versicherungen sowie Güter (z. B. Wertverluste durch Schwund, Beschädigung, Verderb oder Diebstahl); der Lagerbestand wird entweder (bei Fremdbezug) zu Einstandspreisen oder (bei Eigenfertigung) zu Herstellkosten angesetzt. Bezogen wird der Lagerkostensatz oft auf eine Mengeneinheit des durchschnittlichen Lagerbestands in einer zeitlichen Periode.

Lagerkostensatz [%] = (Lagerkosten x 100) / durchschnittlicher Lagerwert

Der Lagerkostensatz kann dem Controlling als Anhaltspunkt für die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit des betriebenen Lagers dienen. Weicht der Wert von den typischen ca. 15 Prozent nach oben ab, sind die Kosten der Lagerung des Güterbestands zu hoch. Als Gegenmaßnahmen können eine Vergrößerung der Umschlagshäufigkeit, die Reduzierung des Bestandes oder Einsparungen bei den Betriebskosten infrage kommen, um den Lagerkostensatz zu reduzieren und eventuell bestehender Verschwendung zu begegnen.

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