Persönlichkeitsentwicklung


Persönlichkeitsentwicklung

Bei der Persönlichkeitsentwicklung wird auf die Entwicklung der Individualität und Identifikation der Persönlichkeit eingegangen. Dabei gibt es unterschiedliche Theorien und Meinungen zur Persönlichkeitsentwicklung, welche sich jedoch von Grund auf unterscheiden.

So sind ein Teil der Wissenschaftler der Ansicht, dass ein psychodynamischer Ansatz (Sigmund Freud, Alfred Adler, C. G. Jung) der Persönlichkeitsentwicklung zu Grunde liegt. Andere gehen dabei eher von konstruierten Stufenmodellen der psychosozialen Entwicklung und Identitätsfindung aus (Erik H. Erikson, James E. Marcia) und wieder andere halten eine lebenslange Entwicklung für wahrscheinlich (Paul Baltes).

Aufgrund der vielen unterschiedlichen Einflüsse, die die Entwicklung der Persönlichkeit beeinflussen, gibt es keine genaue Definition der Persönlichkeitsentwicklung. So wirken von den angeborenen oder früh erworbenen Unterschieden der Persönlichkeit bis hin zu zahlreichen Einflüssen von Umwelt, Erziehung oder Sozialisation innere und äußere Faktoren auf die Persönlichkeit ein.

Drei Bausteine der Persönlichkeitsentwicklung

Die Persönlichkeitsentwicklung setzt sich aus drei Bausteinen zusammen. Die Selbsterkenntnis, Selbstakzeptanz und die Selbstveränderung. Dabei sind alle drei Bausteine voneinander abhängig und verfolgen gemeinsam das Ziel, die Persönlichkeit so weiterzuentwickeln, dass das Individuum handlungsfähiger und unabhängiger wird.

Selbsterkenntnis

Am Anfang steht das eigene Bewusstsein dafür, wer man ist: Was zeichnet mich aus? Was ist typisch? Was macht mich einzigartig? Dazu zählen Talente ebenso wie Temperament, Stärken oder Schwächen. Wichtig ist, dass diese "Bestandsaufnahme" noch ohne jede Bewertung erfolgt. So findet in diesem Baustein lediglich eine Selbstreflexion und ein Abgleich von Fremd- und Selbstwahrnehmung statt.

Selbstakzeptanz

Der zweite Baustein ist die sogenannte Selbstakzeptanz. Diese findet vor der eigentlichen Entwicklung statt und zeigt auf, dass es enorm wichtig ist, sich selbst zu lieben und anzunehmen, wie man (aktuell) ist. Persönlichkeitsentwicklung keine Selbsttherapie, sondern eine Methode herauszufinden, was in dem jeweiligen Menschen steckt. Wer sich selbst nicht akzeptiert, wird ansonsten bei der Entwicklungsarbeit immer wieder in Selbstschutzmechanismen verfallen.

Selbstveränderung

Hier beginnt der eigentliche Prozess – die Entwicklung. Entscheidend dafür ist natürlich, dass Sie ein konkretes Ziel vor Augen haben, wie und wohin Sie sich entwickeln wollen. Das kann Verhaltensmuster und Gewohnheiten ebenso betreffen, wie bestimmte Eigenschaften und Fähigkeiten. Eines sollte man wissen: Persönlichkeitsentwicklung ist nichts, was mal eben so nebenbei passiert, jedenfalls nicht, wenn Sie selbst die Entwicklung dirigieren wollen. Der Prozess erfordert viel Willenskraft, Mut und Disziplin. Denn bis sich Veränderungen spürbar manifestieren, braucht es mehrere Wochen bis Monate.

Persönlichkeitsentwicklung im Beruf

Die Persönlichkeitsentwicklung bringt besonders im beruflichen Umfeld Vorteile. Vor allem, wenn es um Führungskompetenzen geht, die sich nicht durch kognitives Wissen und Techniken erlernen lassen. Reife Persönlichkeiten zeichnen sich zumeist durch eine mentale Stärke, hohe Lebenszufriedenheit und ausgeprägte Problemlösungs- sowie Krisenbewältigungskompetenzen aus. Persönlichkeitsentwicklung kommt somit auch der Karriere zugute. So kann eine positive Persönlichkeitsentwicklung bewirken, dass Führungskräfte das Personal mitarbeiterorientiert und sachgerecht führen können. Beispielsweise gehören Themen wie Selbst-, Ziel- und Zeitmanagement zu den bedeutendsten Voraussetzungen für eine gute Leitungspersönlichkeit. Umso wichtiger ist es, diese Kompetenzen im Rahmen einer Persönlichkeitsentwicklung zu entfalten. So erhöhen sich die Skills und führen zu einer steigenden Zufriedenheit und Motivation.

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