Schlankes Management


Schlankes Management

Definition

Schlankes Management („Lean Management“) bezeichnet die Gesamtheit der Denkprinzipien, Methoden und Verfahrensweisen zur effizienten Gestaltung der gesamten Wertschöpfungskette. Als Unternehmensphilosphie zielt sie ab auf eine stärkere Kundenorientierung bei konsequenter Kostensenkung und kontinuierlicher Qualitätssteigerung in allen Unternehmensbereichen. Grundprinzipien sind die Dezentralisierung und die Simultanisierung, wobei auf das kooperative Verhalten aller Unternehmensangehörigen gesetzt wird. Eine Folge davon ist der Abbau von unternehmensinternen Hierarchie- bzw. Managementebenen.

Das Prinzip des schlanken Managements kann unternehmensintern, aber auch unternehmensübergreifend angewendet werden:

  • • Unternehmensintern betrifft die Dezentralisierung die Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortungsbereiche der Mitarbeiter, primär in den Kernbereichen der Wertschöpfungskette. Umgesetzt wird dies im Rahmen einer teamorientierten Arbeitsorganisation. Basis dafür ist die intensive Kommunikation zwischen entsprechend qualifizierten Beschäftigten, die den kontinuierlichen Verbesserungsprozess und das Prinzip des „Lebenslangen Lernens“ umsetzen. So wird es möglich, auch die Aufgaben der Qualitätssicherung und der Instandhaltung weitgehend zu dezentralisieren.
    Die Simultanisierung von Prozessen erfolgt unternehmensintern durch eine ganzheitliche Planung und Entwicklung von Produkten, Prozessen und Potenzialen. Alle Stufen des Wertschöpfungsprozesses werden integriert und parallel betrachtet (Simultaneous Engineering).
  • • Unternehmensübergreifend betrifft die Dezentralisierung die Verringerung der Leistungstiefe des eigenen Unternehmens durch Zusammenarbeit mit Partnern, die in der Wertschöpfungskette vor- und nachgelagert sind. Strategische Allianzen mit Lieferanten, dem Handel, der Logistik und Entsorgungsbetrieben sind hier entscheidend. Eine unternehmensübergreifende Simultanisierung von Prozessen erfolgt durch die Vernetzung mit strategischen Partnern wie Lieferanten, Handel und Logistik und Zulieferern über Informations- und Telekommunikationstechnologien. Nur so kann das Pull-Prinzip, gerade in der Umsetzung des Just-In-Time-Prinzips, seine volle Wirkung entfalten.

Ziel des schlanken Managements ist, in allen Bereichen und Stufen der Wertschöpfungskette jede Form von Verschwendung (Muda), Fehlern und unnötigen Kosten zu vermeiden, um der Kundschaft bedarfsgerechte Produkte in der gewünschten Qualität in ausreichender Menge und zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung zu stellen. Leitlinien dafür sind die folgenden fünf Prinzipien:

  • Den Wert aus Sicht des Kunden definieren
  • Den Wertstrom identifizieren
  • Das Fluss-Prinzip umsetzen
  • Das Pull-Prinzip einführen
  • Perfektion anstreben

Bei der Einführung und Umsetzung des schlanken Managements sind die Wertstromanalyse und Kennzahlensysteme als Indikatoren für die Effizienz als Methoden wesentlich. Entscheidend ist aber die frühzeitige Einbindung der Mitarbeiter in die Konzeption und Umsetzung der Maßnahmen sowie ihre Sensibilisierung für die kontinuierliche Verbesserung (Kaizen).

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