Experten nehmen Stellung


Geld oder Zeit – der Tarifvertrag T-ZUG ist top-aktuell

Die Tarifvertragsparteien der Metall- und Elektroindustrie haben im Jahr 2018 den „Tarifvertrag Zusatzgeld“ (TV T-ZUG) abgeschlossen. Mitarbeiter können zwischen Zeit und Geld wählen. Die Mitarbeiter erhalten entweder eine Einmalzahlung oder acht freie Tage. Voraussetzung ist die Notwendigkeit Zeit für die Kinderbetreuung oder die Pflege von Angehörigen zu haben. Die beantragte Zeit muss gewährt werden, wenn die betrieblichen Belange es erlauben. Dieser Tarifvertrag bekommt angesichts des Corona –Virus Pandemie eine ganz neue Bedeutung.


Kündigungsgespräch: Was Sie beachten sollten

Mitarbeitern ihre Kündigung mitzuteilen, gehört zu den heikelsten Führungsaufgaben. Entsprechend sorgfältig sollten Führungskräfte sich auf solche Gespräche vorbereiten, auch um den Trennungsprozess möglichst schmerzfrei zu gestalten – für alle Beteiligten.


Lernstatt

Der Fachkräftemangel ist für die deutsche Wirtschaft nichts Neues. Das Phänomen hatten wir in den ausgehenden 60er Jahren des letzten Jahrhunderts schon einmal. In dieser Zeit sprach man bei einer Arbeitslosenquote von unter 1 Prozent von „Überbeschäftigung“. Zahlungen an die Arbeitslosenversicherung wurden damals für längere Zeit ausgesetzt, weil die Rücklagen ausreichten, um die wenigen Arbeitslosen problemlos zu finanzieren. Anwerbeabkommen wurden mit verschiedenen Staaten geschlossen und Mitarbeiter angeworben.


New Pay – alter Wein in neuen Schläuchen

In der Wirtschaft hat sich der Arbeitsmarkt gedreht – aus dem Arbeitgebermarkt wurde in den letzten Jahren ein Arbeitnehmermarkt. Um Mitarbeiter zu gewinnen und zu binden, ist neben einer planbaren Arbeitszeit, der guten Vereinbarkeit von Beruf und Familie, einem guten Betriebsklima auch die Bezahlung der Mitarbeiter nicht zu unterschätzen. Unter dem Schlagwort „New Pay“ werden eine Vielzahl neuer Vergütungsbausteine – oft als nicht monetäre Bausteine - angeboten und so getan, als wäre es etwas Neues, Innovatives. Dabei folgt das Ganze einem alten Ritual.


Arbeitsteilung in der Gesundheitsbranche

In Fachartikeln und auf Kongressen der Gesundheitswirtschaft liest und hört man immer häufiger, dass die Schnittstellen zwischen den Abteilungen zu Nahtstellen werden sollen und die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten – vor allem hierarchieübergreifend - verbessert werden muss. Mich erinnert das an meine Erfahrungen vor rund 30 Jahren in der deutschen Automobil- und -zuliefererindustrie. 


Seit der Gründung von REFA vor 95 Jahren steht die zur Ausführung einer Arbeit notwendige Zeit im Fokus. Die ermittelte Arbeitszeit für die Ausführung von Arbeitsaufgaben war die Basis für die Planung der Arbeitsprozesse, die notwendige Anzahl von Mitarbeitern, die Kapazitätsplanung und anderes mehr. Auch in der Industrie 4.0 bleibt die Arbeitszeit zentrale Planungs- und Steuerungsgröße.


Ziel der Produktion ist es, den Kunden Produkte in der vereinbarten Lieferzeit und Qualität zu akzeptablen Preisen zur Verfügung zu stellen. Gerade in der sich jetzt abschwächenden Konjunktur ist einerseits eine optimal gestaltete Fertigung sowie andererseits ein motivierendes und gerechtes Personal- und Leistungsmanagement notwendig. Leistungskennzahlen und Entgeltzuschläge müssen das reale Betriebsgeschehen zuverlässig abbilden und eine motivierende Wirkung entfalten.


In Zeiten der Wertstromoptimierung lösen sich eine Reihe von Unternehmen von der arbeitswirtschaftlichen Leistungskennzahl Arbeitsproduktivität, basierend auf Menge und Zeit. Stattdessen definieren sie die Wertschöpfung als Output und dividieren diese durch die benötigte Arbeitszeit. Bei Dienstleistungen ist die Verwendung der Wertschöpfung je Arbeitsstunde differenziert zu betrachten.

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