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Adecco Studie „Den Wandel meistern – Anpassung an eine KI-gestützte Arbeitswelt“ von Oktober 2024: zentrale Ergebnisse für Deutschland


Studie von Adecco: „Global Workforce of the Future“

Die Adecco Group ist ein international operierendes Unternehmen im Bereich Personaldienstleistungen. Neben dem Hauptsitz in Zürich bestehen etwa 5.200 Niederlassungen in 60 Ländern und Regionen, in denen rund 34.000 Vollzeitkräfte beschäftigt sind. Das Angebot von Adecco umfasst Personallösungen wie Personalsuche und -vermittlung, Outsourcing, Analyse und Beratung im Bereich Human Resources, Managed Services wie beispielweise Onsite Management oder Master Vendor Management sowie Personalentwicklung, also Mitarbeiterschulungen und Führungskräfte-Coaching. Hauptsitz der Adecco Germany Holding SA & Co. KG ist Düsseldorf. Die Adecco Personaldienstleistungen GmbH ist deutschlandweit an 177 Standorten und Niederlassungen vertreten und beschäftigt ca. 15.500 Mitarbeiter.

Adecco gibt zu verschiedenen Wirtschafts- und Managementthemen Studien heraus, darunter auch die jährlich erscheinende Studie „Global Workforce oft the Future“, deren 5. Ausgabe im Oktober 2024 veröffentlicht wurde. Für diese Studie wurden in den Monaten Juli und August 2024 ca. 35.000 Arbeitnehmer aus 30 Branchen in 27 Ländern auf vier Kontinenten (Afrika ausgenommen) befragt. Die Befragten sind zum größten Teil Büroangestellte (84 Prozent), in Vollzeit beschäftigt (87 Prozent) und mit Führungsverantwortung (60 Prozent). 20 Prozent arbeiten im Bereich „Smart Industry“. Im Fokus stand die Ansicht der Arbeitnehmer zu den Auswirkungen des Einsatzes von künstlicher Intelligenz (KI) auf die Arbeit. Das Resultat sind Aussagen zu globalen Entwicklungen. Zudem gibt es auch landesspezifische Auswertungen – so auch für Deutschland.

Adecco Studie „Den Wandel meistern – Anpassung an eine KI-gestützte Arbeitswelt“ von Oktober 2024: zentrale Ergebnisse für Deutschland

Die 5. Ausgabe der Studie „Global Workforce of the Future“ der Adecco Group trägt den Titel „Den Wandel meistern – Anpassung an eine KI-gestützte Arbeitswelt“. Für die Studie wurden allein in Deutschland 2.025 Arbeitnehmer befragt. Der Fokus lag auf den Veränderungen in der Arbeitswelt, insbesondere auf den Auswirkungen des Einsatzes künstlicher Intelligenz (KI), und Strategien zur Bewältigung der Folgen. Ergebnis der Studie sind unter anderem Handlungsempfehlungen für Unternehmen, um die Mitarbeiter zukunftsfähig zu machen.

Effizienzsteigerung durch KI

Die Umfrage zeigt erste Anzeichen dafür, dass KI-Anwendungen zur Effizienzsteigerung beitragen. So gaben drei Viertel der Nutzer in Deutschland an, produktiver zu sein.

Deutlich wird der Effizienzgewinn an der Zeiteinsparung durch den Einsatz von KI-Anwendungen. Dieser liegt bei deutschen Arbeitnehmern bei durchschnittlich 64 Minuten pro Tag. Die so gewonnene Zeit wird dann in der Regel genutzt, um die Wertschöpfung zu erhöhen: Knapp ein Drittel der Beschäftigten in Deutschland (31 Prozent) wendet sich kreativen Arbeiten zu bzw. arbeitet sorgfältiger, um höhere Qualität zu liefern (32 Prozent). Führungskräfte haben mehr Zeit, um strategisch zu wirken (28 Prozent).

Die Zeitersparnisse treten weltweit und branchenübergreifend auf. Die höchsten Zeitgewinne pro Tag werden mit 75 Minuten in den Bereichen Energie, Versorgungsunternehmen und Umwelttechnologien erzielt. Im Technologiesektor werden durchschnittlich 66 Minuten eingespart, in der Finanzbranche 57 Minuten und im verarbeitenden Gewerbe 62 Minuten. Der geringste Spareffekt wird 52 Minuten pro Tag in den Bereichen Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung beobachtet.

KI erfordert Weiterbildung

Neue Technologien erfordern gezielte Weiterbildungen, um die Nutzer mit den Anwendungsmöglichkeiten vertraut zu machen und ihre Kompetenzen für den produktiven Einsatz der Technik zu stärken. Eine Schulung zur Anwendung von KI am Arbeitsplatz haben in Deutschland 36 Prozent der Arbeitnehmer abgeschlossen. Der Anteil derer, bei denen dabei der Fokus auf einer ethischen oder vertrauenswürdigen Anwendung der KI lag und die diesen Ansatz bei ihrer Arbeit auch berücksichtigen, ist in Deutschland mit 83 Prozent besonders hoch.

Anpassungsfähigkeit als Schlüssel zum Erfolg

Zukünftige Leistungsträger, in der Studie „zukunftsfitte Mitarbeiter“ genannt, sind anpassungsfähig, offen gegenüber neuen Technologien und sie sind proaktiv, um vorhandene Fähigkeiten zu stärken oder neue zu erwerben. Sie bauen ihre Qualifikation also selbstständig aus. Damit sind sie in der Lage, sich in einem unsicheren Arbeitsumfeld zu behaupten und Karrierechancen wahrzunehmen. In Deutschland liegt der Anteil dieser zukunftsfähigen Mitarbeiter bei 13 Prozent – und damit über dem globalen Durchschnitt von 11 Prozent. Weltweit rangiert Deutschland damit unter den „Top Ten“.

Die leistungsstarken Mitarbeiter sollten durch Maßnahmen von Arbeitgeberseite unterstützt werden. Um ihren Anteil im Unternehmen zu erhöhen, zukünftige Führungskräfte zu entwickeln und damit die eigene Organisation im immer härter werdenden Wettbewerb zu stärken, hat das Management die kontinuierliche Verbesserung der Fähigkeiten auf Arbeitnehmerseite zu priorisieren. So wird auf globaler Ebene mit 93 Prozent der zukunftsfitten Arbeitnehmer ein individueller Entwicklungsplan aufgestellt und 95 Prozent nehmen an Führungstrainings teil. Über alle Mitarbeiter betrachtet wird nur ungefähr die Hälfte individuell gefördert und 57 Prozent werden auf Führungsaufgaben vorbereitet.

Beschäftigungsfähigkeit fördern

Konjunkturschwankungen, Handelshemmnisse, Inflation, politische und gesellschaftliche Krisen weltweit: Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geben vielfach Anlass zur Sorge, auch in Deutschland. 40 Prozent der befragten Arbeitnehmer auf der ganzen Welt bangen um ihren Arbeitsplatz und sehen ihn langfristig in Gefahr; 30 Prozent sind dies in Deutschland. Da für viele die Arbeitsplatzsicherheit höchste Priorität hat, planen 83 Prozent, bei ihrem derzeitigen Arbeitgeber zu bleiben. Das ist der höchste Wert seit drei Jahren: 2022 waren es nur 61 Prozent. Hier spielt auch die Nutzung von KI mit hinein: 13 Prozent wurden von der KI von ihrem Arbeitsplatz verdrängt und entlassen – sowohl global als auch in Deutschland.

Allerdings klafft hier eine Lücke zwischen zukunftsfähigen und nicht zukunftsfitten Mitarbeitern: 59 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland bzw. 51 Prozent weltweit stimmen der Aussage zu, dass KI-Fähigkeiten ihre beruflichen Chancen verbessern. 57 Prozent der in Deutschland Beschäftigten bzw. 46 Prozent weltweit sind der Ansicht, dass sie mit KI mehr Möglichkeiten haben, neue Fähigkeiten zu erlernen und sich beruflich zu entwickeln.

Aus der Studie abgeleitete Empfehlungen

Förderung der internen Mobilität: 76 Prozent der Arbeitnehmer sind der Ansicht, dass ihr Arbeitgeber die vorhandenen Mitarbeiter auf verschiedenen Rollen im Unternehmen vorbereiten sollte. Eine Förderung der Fach- und Führungskräfte durch Schulungen und Weiterbildungen wird von den Beschäftigten als Weg gesehen, frei werdende oder neue Stellen intern zu besetzen, anstatt Externe dafür anzuwerben.

Priorisierung des Re- und Upskillings: Leistungsstarke Mitarbeiter können mit Unterstützung durch ihre Arbeitgeber vorhandene Kompetenzen stärken und neue erwerben, um sich als Fach- und Führungskräfte weiterzuentwickeln. Unternehmen sind hier in der Pflicht, die kontinuierliche Verbesserung der Fähig- und Fertigkeiten aller Beschäftigten voranzutreiben, um auch zukünftig als attraktiver Arbeitgeber zu gelten und eine starke Marktposition zu behaupten.

Stärkung der psychischen Gesundheit: Die Arbeitswelt verändert sich rapide – dies führt zur Verunsicherung der Beschäftigten und zu Zukunftsängsten. In der Folge sinken die Zuversicht, das Wohlbefinden und die Arbeitsleistung. Unternehmen sollten hier ansetzen und die psychische Gesundheit der Mitarbeiter stärken, etwa durch das Aufzeigen von Perspektiven – solche Angebote motivieren. Führungskräfte sind gefragt, Bedenken bei den Mitarbeitern auszuräumen. Dies betrifft auch Vorbehalte gegenüber dem Einsatz der KI, die als Jobkiller gesehen werden kann, aber auch als Motivationsturbo, der von den alltäglichen Routineaufgaben entlasten kann und Zukunftschancen bietet. Allerdings sind weltweit nur 46 Prozent der Arbeitnehmer der Meinung, dass ihre Vorgesetzten mit KI so weit vertraut sind, dass sie die Risiken der Nutzung von KI-Systemen am Arbeitsplatz beurteilen können.

Persönliche Ansprechpartner statt KI in der Personalabteilung: Rund drei Viertel der Beschäftigten legen Wert auf soziale Kompetenz bei Ansprechpartnern in der HR-Abteilung. Empathie und ein persönliches Verhältnis, zusammen mit fachlicher Expertise, wirken vertrauensbildend, wenn über Potenziale und Karriereentwicklungsmöglichkeiten gesprochen wird.

Hier geht es zur Adecco-Studie: Den Wandel meistern – Anpassung an eine KI-gestützte Arbeitswelt

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