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KPMG-Studie „Generative KI in der deutschen Wirtschaft 2025“: zentrale Ergebnisse


Die Titel der jeweils im Frühjahr 2024 und 2025 von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG herausgebrachten Studien sind bis auf die angehängte Jahreszahl identisch und lauten: „Generative KI in der deutschen Wirtschaft“. Der Untertitel der Studie aus dem Jahr 2025 wird im Vergleich zum Vorjahr noch ergänzt zu: „Wo stehen deutsche Unternehmen bei der Implementierung generativer KI?“ Der generativen künstlichen Intelligenz (KI), international auch GenAI genannt, wird dabei das Potenzial zugeschrieben, unser aller Leben über die Arbeitswelt hinaus massiv zu verändern. Dazu bietet sie Unternehmen und Organisationen jeder Branche und Größe vielfältige Anwendungsmöglichkeiten.

Das Design

Um die Einsatzmöglichkeiten zu klären und zu erfahren, welche Nutzungen aktuell bevorzugt werden, wurden vom 03. bis zum 21. März 2025 653 Entscheider aus Unternehmen der deutschen Wirtschaft per strukturiertem Telefoninterview befragt. Die Firmen decken 18 Branchen ab, von produzierenden Industrie- und Gewerbetrieben in den Bereichen Technik und Konsum bis zu Handel und Transport sowie von der Energiewirtschaft über das Gesundheitswesen bis zu den Medien. Knapp die Hälfte der Unternehmen (48 Prozent) hat einen Jahresumsatz von mindestens einer Milliarde Euro.

Rund 70 Prozent der befragten Führungskräfte waren auf dem C-Level (CXO, Chief … Officer) oder direkt darunter angesiedelt. Gut drei Viertel der Teilnehmer (77 Prozent) arbeiten in Großunternehmen mit mindestens 500 Mitarbeitern, ein Viertel sogar in Firmen mit mehr als 10.000 Beschäftigten. Auf einer Bewertungsskala von 1 bis 5 (gar kein bis sehr gutes KI-Verständnis) erreichte die Selbsteinschätzung der Interviewpartner einen Durchschnittswert von 4,59.

Die Kernaussagen

Führungskräfte betonen die große und weiter zunehmende Bedeutung der generativen KI für ihr Unternehmen: 91 Prozent sehen KI als wichtigen Stützpfeiler für ihr Geschäftsmodell und die künftige Wertschöpfungskette. Dies ist eine Steigerung um 36 Prozentpunkte im Vergleich zur Befragung 2024. In 69 Prozent der Unternehmen (+ 38 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr) wurde deshalb bereits eine Strategie für den Einsatz von GenAI aufgesetzt und mehr als 70 Prozent dieser Unternehmen wollen die Strategie in den nächsten 12 Monaten umsetzen. In 80 Prozent der Betriebe (29 Prozentpunkte mehr als 2024) wird daher eine signifikante Steigerung der Investitionen in generative KI geplant – mehr als die Hälfe der Firmen will das Budget um mindestens 40 Prozent erhöhen.

Die größten positiven Auswirkungen sehen die Führungskräfte in den Bereichen Innovation (69 Prozent) und Effizienzsteigerung (65 Prozent). Als wichtige Aspekte werden hier die Ausweitung des Produktspektrums, das Marktwachstum und Umsatzsteigerungen angeführt, aber auch die Erhöhung des Automatisierungsgrads und schnellere Datenanalysen.

Als größte Herausforderung und gleichzeitig Bedingung für eine erfolgreiche Implementierung der KI gilt bei 95 Prozent der Entscheider die erfolgreiche Umsetzung einer sogenannten „Trusted AI“. Ethische Belange geben in diesem Kontext gut zwei Drittel der Führungskräfte als Kriterium an, Sicherheits- und Compliance-Anforderungen folgen bei etwas mehr als der Hälfte der Befragten, die fehlende Regulierung nennen mehr als 40 Prozent. Dabei beklagen gut zwei Drittel der Interviewpartner das Fehlen von klaren ethischen Richtlinien und Governance-Strukturen – der AI-Act der EU bietet hierfür nur den Rahmen, macht aber keine eindeutigen Vorgaben. Auch deshalb ist erst in etwas mehr als einem Viertel der Firmen eine durchgehende interne KI-Strategie etabliert. Allerdings planen gut 60 Prozent der Unternehmen, sich in den nächsten zwölf Monaten verstärkt den Themen Ethik, Regulatorik, Transparenz und Fairness beim KI-Einsatz zu widmen.

Als wichtiges Element für eine erfolgreiche Anwendung von KI-Systemen im Unternehmen wird die Qualifizierung der Mitarbeiter genannt. Fast drei Viertel der Führungskräfte und damit 34 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr sind der Ansicht, sehr gut darauf vorbereitet zu sein, die Mitarbeiter im Umgang mit generativer KI zu schulen. Knapp zwei Drittel glauben, dass die Nutzung von KI weitere Qualifizierungsmaßnahmen und personelle Konsequenzen wie Umbesetzungen oder Umverteilungen erforderlich macht, aber keine deutlichen Auswirkungen auf die Anzahl der Beschäftigten haben wird.

Fazit

KI wird für Unternehmen in Deutschland zunehmend zu einem Faktor der Wertschöpfung. Die Einsatzfelder sind dabei breit gestreut. Im Fokus stehen Marketing, Vertrieb und Produktentwicklung. Als Key Perfomance Indicators (KPIs) gelten dabei die erhöhte Innovationsrate und die Effizienzsteigerung. Dabei wird den ethischen, rechtlichen und regulatorischen Herausforderungen mit planerischen Ansätzen und Strategieentwicklung begegnet.

Erste Nachweise, dass generative KI in Use Cases erfolgreich angewendet werden kann, sind erbracht. Nun stehen die Unternehmen an der Schwelle des breiten Einsatzes und der Skalierung. Dabei zeigt sich ein Trend zur Optimierung der bestehenden Lösungen – nicht zuletzt deswegen ist Deutschland in der Anwendung von KI weltweit führend. Wichtig ist hier der Einbezug und die Motivation der Mitarbeiter – und die Bildung von strategischen, unternehmensüberschreitenden Allianzen und Netzwerken. So wird generative KI zum wertvollen Bestandteil der Unternehmensstrategie.

Hier geht es zum Download der Studie: Generative KI in der deutschen Wirtschaft 2025

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