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KPMG-Studie „Generative KI in der deutschen Wirtschaft“: zentrale Ergebnisse


Der Untertitel der Studie „Generative KI in der deutschen Wirtschaft“ lautet: „Wo stehen deutsche Unternehmen bei der Implementierung?“ Denn die generative künstliche Intelligenz (KI), international auch GenAI genannt, bietet Unternehmen und Organisationen jeder Branche und Größe vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Um die Einsatzmöglichkeiten und die tatsächlichen bzw. bevorzugten Nutzungen zu klären, wurden vom 26. März bis zum 02. April 2024 284 Entscheider aus Unternehmen mit mindestens 250 bis zu mehr als 10.000 Mitarbeitern online befragt. 90 Prozent stammten aus dem privatwirtschaftlichen Bereich, 10 Prozent aus dem öffentlichen Sektor.

Eine der Kernaussagen, die auf Basis der Antworten dieser Führungskräfte getroffen werden kann, ist, dass die Nutzung von generativer KI überwiegend positiv bewertet wird. Rund zwei Drittel der Unternehmenslenker erwarten Umsatzsteigerungen sowie Kostensenkungen durch Effizienzsteigerungen, etwa durch eine stärkere Automatisierung. Mehr als die Hälfte sehen eine höhere Produktivität bei den Mitarbeitern. Daher beschäftigen sich 80 Prozent der Unternehmen aktiv mit der strategischen Einbindung der generativen KI in die Unternehmensprozesse. Knapp ein Drittel hat bereits eine Strategie aufgesetzt und in fast der Hälfte der Firmen soll bis zum Frühjahr 2025 eine solche entwickelt werden. Jede sechste Firma hat bereits ein Center of Excellence für generative KI eingerichtet. Und es wird investiert: In 53 Prozent der Unternehmen soll das Budget für GenAI deutlich aufgestockt werden, mehr als die Hälfte streben eine Erhöhung um 40 Prozent und mehr an. 60 Prozent planen, ihre Infrastruktur im Bereich Informationstechnik (IT) auszubauen.

Allerdings werden von gut einem Drittel der Manager auch negative Effekte der generativen KI angeführt. Dazu gehören Datenschutzprobleme sowie, auf Mitarbeiterseite, mangelnde Akzeptanz und die Furcht vor Arbeitsplatzabbau. Die Mehrheit der Führungskräfte, 55 Prozent, sieht daher die Notwendigkeit der Umstellung der Arbeitsweisen und entsprechender Weiterbildung der Mitarbeiter. Aber nur 38 Prozent fühlen sich ausreichend gerüstet, ihre Mitarbeiter in der Nutzung der generativen KI zu schulen. Insgesamt sind fast zwei Drittel der befragten Entscheider der Ansicht, dass sie nicht gut auf die Auswirkungen der EU-Verordnung zur KI (EU AI Act) vorbereitet sind. Deutlich wird diese Lücke auch dadurch, dass nicht einmal 10 Prozent der Firmen ein vollständiges Governance-Modell entwickelt haben.

Perspektivisch wird KI für Unternehmen zum strategischen Faktor. Jedes Fünfte wendet bereits in der IT KI-Lösungen an, schwerpunktmäßig in der Software-Entwicklung. In Marketing und Vertrieb ist es jedes Siebte, etwa bei der Automatisierung der Kommunikation. In mehr als der Hälfte der Firmen erfolgt der Einsatz der generative KI abteilungsübergreifend oder wird zumindest so geplant, um die Mitarbeiter bei allgemeinen Arbeitsabläufen zu unterstützen.

Jedes Unternehmen sollte daher für jede seiner Abteilungen prüfen, welche KI genutzt werden kann und in welchem Ausmaß dies erfolgen sollte. KI wird zum Wettbewerbsfaktor – prioritär ist der Aufbau einer integrierten und zentralisierten IT-Struktur, um generative KI-Services im gesamten Unternehmen skalierbar bereitzustellen und zu verwalten.

Hier geht es zur KPMG-Studie: Generative KI in der deutschen Wirtschaft 2024

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