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Lean Hospital Anwendertreffen

Lean Hospital – von der Industrie gelernt, für die Klinik gedacht


Was die Industrie unter Lean Factory längst perfektioniert hat – klar definierte Prozesse, kontinuierliche Verbesserung, konsequente Ressourcennutzung –, wird jetzt auch zunehmend für das Krankenhaus relevant.

Beim Lean Hospital Anwendertreffen zeigen wir, wie sich die Lean-Philosophie mit ihren Grundprinzipien auf das Krankenhaus übertragen lässt. Praxisnahe Impulse und Best Practices verdeutlichen, wie Lean Thinking nicht nur Kosten reduziert, sondern auch die Behandlungsqualität nachweislich steigert. 

Pflegekräfte, Ärzte sowie Klinikleitungen erfahren, wie sich Teamressourcen gezielter einsetzen lassen, wie Fehlerquellen minimiert werden und wie smarte Prozesse die Versorgung sicherer und schneller machen – mit direktem Nutzen für die Patienten und Klinikkräfte.

Das Lean Hospital Anwendertreffen in Dortmund bringt Experten und Anwender zusammen, die Lean bereits leben oder gezielt einführen wollen. Freuen Sie sich auf fundierte Impulse, praktische Lösungen und lebendigen Austausch auf Augenhöhe.

Die Planungen für das Lean Hospital Anwendertreffens 2027 laufen bereits – das konkrete Programm wird in den kommenden Monaten erarbeitet und hier veröffentlicht.

Rückblick: Lean Hospital Anwendertreffen 2026

Am 6. Mai 2026 fand in Dortmund das erste Lean Hospital Anwendertreffen statt: Ein Tag, der ganz im Zeichen von praxisnaher Prozessverbesserung, Austausch und konkreten Lösungsansätzen im Krankenhaus stand.

Fach- und Führungskräfte aus unterschiedlichen Bereichen des Gesundheitswesens kamen zusammen, um sich über ihre Lean-Management-Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam neue Impulse für den Klinikalltag zu entwickeln.

Im Mittelpunkt standen dabei nicht theoretische Konzepte, sondern vor allem die Frage: Wie gelingt es, Lean im Krankenhaus wirksam umzusetzen?

Durch die Veranstaltung führte Prof. Dr. Kirstin Börchers, die mit ihrer Moderation die unterschiedlichen Perspektiven aus Klinikmanagement, Pflege, Notaufnahme und Prozessorganisation zusammenführte. In ihrem Abschluss-Statement „Lean Hospital reloaded – Warum die Zukunft der Klinik in der Fabrik beginnt“ machte sie deutlich, dass Lean im Gesundheitswesen längst mehr ist als ein Methodenkoffer: Lean entwickelt sich zunehmend zu einem strategischen Organisations- und Führungssystem, das Prozessstabilität, Patientenorientierung und Digitalisierung miteinander verbindet.

Keynote Dr. Michael Thie

Die Keynote von Dr. Michael Thie zeigte eindrucksvoll, dass Lean Management nicht primär von Werkzeugen lebt, sondern von Führung, Routinen und einer lernenden Organisation. Seine zentrale Botschaft: „Lean Thinking braucht Lean Leading.“ Nachhaltige Verbesserung entsteht dort, wo Führung Orientierung gibt, Lernen ermöglicht und Problemlösung systematisch entwickelt wird.

Vortrag Christoph Marx-Pyko

Christoph Marx-Pyko zeigte anhand konkreter Beispiele aus einer neurologischen Reha-Klinik, wie eine nivellierte Belegung und standardisierte Abläufe den Stationsalltag spürbar stabilisieren können. Seine Kernaussage: Chaos ist selten Zufall, sondern häufig das Ergebnis ungleichmäßiger Prozesse.

Vortrag Constanze Meraner

Constanze Meraner veranschaulichte mit ihrem Praxisbericht aus der Poststelle des Universitätsklinikums Düsseldorf, wie bereits einfache 5S-Prinzipien Transparenz schaffen, Einarbeitung erleichtern und unnötige Nacharbeit reduzieren können. Besonders eindrucksvoll war dabei der Hinweis, welches Verbesserungspotenzial in verborgenem „Königinnenwissen“ steckt.

Vortrag Dr. Stephen Bodenberger

Dr. Stephen Bodenberger berichtete aus der interdisziplinären Notaufnahme des Krankenhauses Weilheim-Schongau über seine Erfahrungen mit Lean am Shopfloor. Dabei wurde deutlich, wie wichtig klare Kommunikationsroutinen, strukturierte Boards und die aktive Einbindung der Mitarbeiter sind. Und dass Lean nur dann funktioniert, wenn Vertrauen wichtiger wird als Kontrolle.

Vortrag Eckhard Remich

Eckhard Remich gab Einblicke in die Lean-Entwicklung am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein und zeigte, wie Teamboards, standardisierte Kommunikationsroutinen und interprofessionelle Zusammenarbeit auch unter hochkomplexen Bedingungen tragfähig umgesetzt werden können. Seine zentrale Botschaft: Forschung und Lehre brauchen Freiheit – Versorgung braucht Verlässlichkeit. Lean hilft dabei, beides besser miteinander zu verbinden.

Vortrag Mirja Büttner

Mirja Büttner gab einen praxisnahen Einblick aus Sicht der Geschäftsführung des AGAPLESION Diakonieklinikums Rotenburg. Sie schilderte offen, wie Lean schrittweise im Klinikalltag verankert wurde und warum Lean nur dann wirksam wird, wenn Strategie, Führung und tägliche Verbesserungsarbeit zusammengedacht werden. Besonders hervorgehoben wurde dabei die Bedeutung sichtbarer Unterstützung durch die Führungsebene.

 
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den interaktiven Workshops, in denen die Teilnehmer konkrete Fragestellungen aus ihrem eigenen Arbeitsumfeld bearbeiteten. Ob Gemba Walk, A3-Problemlösung oder KVP-Tafel – im Fokus standen klare Strukturen, pragmatische Lösungen und der direkte Transfer in die eigene Organisation.

Neben den fachlichen Impulsen bot die Veranstaltung vor allem eines: Raum für offenen Austausch. Viele Gespräche zeigten, dass die Herausforderungen in Kliniken oft ähnlich sind und dass der gemeinsame Blick über den eigenen Tellerrand wertvolle neue Perspektiven eröffnet.


Sie möchten auch Lean im Krankenhaus weiter voranbringen?

Dann informieren Sie sich über unser Lean Hospital Weiterbildungsangebot. Und melden Sie sich am besten direkt zum Lean Hospital Anwendertreffen 2027 an. Die Planung für 2027 läuft bereits – das konkrete Programm wird in den nächsten Monaten erarbeitet.

REFA LEAN Hospital

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für REFA-zertifizierte Lean Hospital Professionals

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Seminardauer:
1 Tag / 8 Stunden
Termine:
12.05.27 Dortmund