Gerüstbauer – Ausbildung
Ein Gerüstbauer ermöglicht es anderen Handwerkern, Arbeiten an Stellen auszuführen, die sie nicht vom Boden aus erreichen. Dazu stellt er an Fassaden oder in Hallen Arbeits- und Schutzgerüste auf, sorgt für deren sicheren Betrieb und baut sie nach dem Einsatz wieder ab. Außerdem ist er für das Verladen, den Transport und den sachgerechten Umgang mit den Gerüstteilen verantwortlich.
Was macht ein Gerüstbauer?
Ein Gerüstbauer ist ein Arbeitsvorbereiter: Er macht es möglich, dass Handwerker aus anderen Gewerken, Techniker und Prüfingenieure sowie weitere Personen mit verschiedensten Aufgaben an Stellen arbeiten, kontrollieren und beaufsichtigen können, die sie nicht vom Boden oder von einem anderen festen Untergrund aus erreichen.
Dazu stellt er an, in, auf oder unter Bauwerken Gerüste als „vorübergehend nutzbare begehbare Arbeitsflächen“ auf. In der Regel sind es Fassaden von Häusern, Hallen oder anderen Bauwerken, die er einrüstet. Seine Arbeit ist dabei nicht nur an vorhandenen Gebäuden gefragt, etwa wenn Renovierungs-, Sanierungs-, Reinigungs- oder Abrissarbeiten anstehen. Auch bei deren Erstellung, also auf Baustellen, an denen Neubauten entstehen oder Umbauten sowie Erweiterungen durchgeführt werden sollen, ist er tätig. Aber es kann sich auch um Halleninnenwände handeln oder, im Spezialgerüstbau, um Konstruktionen unter Brücken oder in Tunneln, etwa als Unterkonstruktionen für Betonschalungen – an denen er ein Gerüst oder eine fahrbare Arbeitsbühne aufstellen soll.
Der Gerüstbauer macht sich zunächst anhand von Bau- und Konstruktionsplänen oder durch einen Besuch der Baustelle mit der Situation vor Ort vertraut. Danach wählt er die erforderlichen Gerüstteile aus. Dabei handelt es sich in der Regel um Gerüstsysteme aus serienmäßig vorgefertigten Bauteilen wie Stahlrohren, Rahmen, Kupplungen und anderen Verbindungsteilen, Leitern und Laufplanken, aber auch um Befestigungsmaterialien, um das Gerüst zum Beispiel in der Wand des Gebäudes zu verankern, sowie Schutzeinrichtungen wie Netze, Handläufe oder Absturzsicherungen. Bei größeren Höhen und schwereren Arbeitsmitteln hat er auch an einen Aufzug oder ein anderes Hebezeug zu denken und dieses vorzuhalten. Die verschiedenen Bauteile verlädt er, oft mithilfe von Hebegeräten wie beispielsweise einem Kran oder einem Gabelstapler, auf einen Lkw oder Anhänger. Anschließend transportiert er die Gerüstteile zur Baustelle, lädt sie ab, lagert sie fachgerecht und montiert sie. Ist der Untergrund uneben oder zu wenig tragfähig, muss er die Standfläche ebnen und Höhenunterschiede ausgleichen sowie, wenn nötig, lasttragende Unterlagen anbringen. All diese Arbeiten werden im Team erledigt, da viele Arbeiten nur (mindestens) zu zweit durchgeführt werden können.
Ist das Gerüst aufgebaut, hat der Gerüstbauer die Standsicherheit und das gefahrlose Begehen zu überprüfen und sicherzustellen, aber auch den Zugang für Unbefugte durch technische oder organisatorische Maßnahmen zu unterbinden – meist reicht schon eine Absperrung. Unter Umständen muss er auch das Gerüst mit Netzen abhängen, um ein Herunterfallen von (Gebäude-)Teilen oder Werkzeugen zu verhindern und so Gefahren für Personen abzuwenden, die sich im Bereich des Gerüsts aufhalten. Manchmal muss er auch Anschlagpunkte für persönliche Schutzausrüstungen gegen Absturz anbringen, damit diejenigen, die später auf dem Gerüst arbeiten werden, sich sichern können.
Wird das Gerüst nicht mehr benötigt, baut der Gerüstbauer es wieder fachgerecht ab, verlädt die Einzelteile und transportiert sie ins Lager oder auf die nächste Baustelle. Werden die Gerüstteile nicht sofort wieder eingesetzt, reinigt er sie, lagert sie ein und hält sie instand.
Als Arbeitgeber kommen alle Unternehmen bzw. Gewerbebetriebe infrage, die in der Bauwirtschaft bzw. im Hochbau angesiedelt sind oder dieser Branche als Dienstleister zuarbeiten – und selber Gerüste aufbauen oder dies als Leistung anbieten. Das Spektrum reicht vom Neubau über Aus- und Umbau, Renovierung und Sanierung sowie Reinigung bis zum Abriss. Neben Bauunternehmen und den an der Erstellung von Gebäuden beteiligten Gewerken sind dies Firmen aus dem Beton-, Stahl- oder Schornsteinbau. Maler und Lackierer sind ebenso vertreten wie Stuckateure, Verputzer und Gipser, Fassadenbauer, Zimmerleute und Dachdecker oder auch Elektroausrüster, die Photovoltaik-Anlagen installieren. Ein Gerüstbauer ist daher häufig unterwegs und arbeitet auf Baustellen unterschiedlichsten Orten. Aber Gerüstbauer können auch „stationär“ eingesetzt werden, etwa im Metallbau, bei der Herstellung von Metallkonstruktionen.
Zu den Tätigkeiten, die ein Gerüstbauer durchführt, gehören damit unter anderem:
- Bedienen von Großgeräten wie Lkws, Kränen und Staplern;
- Baustellen einrichten und absichern;
- Bodenflächen als Standflächen vorbereiten und ebnen;
- Gerüstteile auswählen, verladen, transportieren und bereitstellen;
- Gerüste montieren, aussteifen und verankern;
- Gerüste auf Stand- und Verwendungssicherheit prüfen, Arbeitsschutzmaßnahmen durchführen;
- Gerüste demontieren und Verankerungsschäden am Gebäude beseitigen;
- Gerüstteile sachgerecht lagern, warten und instand halten.
Für wen ist die Gerüstbauer-Ausbildung geeignet?
Die Gerüstbauer-Ausbildung ist geeignet für jemanden, der lieber draußen arbeitet als in einer Werkshalle oder in einem Büro, fit genug und bereit ist, körperlich anspruchsvollere Tätigkeiten auszuführen, und außerdem schwindelfrei ist bzw. keine Höhenangst hat. Denn ein Gerüstbauer arbeitet in erster Linie auf Baustellen im Freien – und kommt beim Aufbau des Gerüsts in immer größere Höhen.
Ein Gerüstbauer ist also dem Wetter ausgesetzt und oft auch Maschinenlärm und Baustellenschmutz. Die körperliche Konstitution sollte robust sein, da der Umgang mit unhandlichen Metallteilen alltäglich ist. Kraft und Ausdauer sind nötig beim Heben, Tragen, Ein- und Ausrichten, Halten oder Ablegen der schweren Gerüstteile oder beim Arbeiten unter beengten Verhältnissen und in unbequemen Haltungen. Außerdem muss er sehr sicherheitsbewusst und teamfähig sein. Denn die Standfestigkeit und Stabilität des Gerüsts, das er aufgebaut hat, sowie die Sicherheitseinrichtungen, die er installiert hat, können die Personen, die am oder auf dem Gerüst arbeiten oder sich in der Nähe aufhalten, vor Schaden an Leib und Leben bewahren. Außerdem arbeitet er in der Regel mit mehreren Kollegen zusammen bei der Montage und Demontage eines Gerüsts und muss sich oft auch mit anderen Gewerken auf der Baustelle abstimmen. Auch örtlich und zeitlich flexibel sollte ein Gerüstbauer sein, denn er zieht von Baustelle zu Baustelle – und auf Großbaustellen ist Schichtbetrieb oder auch Wochenendarbeit üblich.
Weiter sind eine sorgfältige Arbeitsweise, handwerkliches Geschick und eine gute Auge-Hand-Koordination essenziell für Gerüstbauer, um nicht nur das Gerüst sicher zusammenzustecken und die Einzelteile zu verbinden, sondern auch um beispielsweise an der Fassade Löcher für die Gerüsthalter zu bohren und diese mit den entsprechenden Werkzeugen zu installieren. Körperbeherrschung, insbesondere bei Arbeiten in größeren Höhen, sowie Umsicht auf Leitern und Gerüsten, um niemanden – auch nicht sich selbst – zu gefährden, sind ebenfalls wichtig.
Technisches Verständnis ist notwendig, um beispielsweise Arbeitsmittel wie Lkw, Kran, Gabelstapler oder auch Bagger und Rüttelplatte einzusetzen. Ein Gefühl für Statik ist ebenfalls wertvoll, um die Qualität des Geländes als Gerüststandort beurteilen und die Standfläche des Gerüsts entsprechend vorbereiten zu können.
Damit sollte jemand, der eine Ausbildung zum Gerüstbauer anstrebt, unter anderem diese Voraussetzungen erfüllen:
- gute körperliche Konstitution;
- robuste Gesundheit;
- Schwindelfreiheit;
- selbstständige und verantwortungsbewusste Arbeitsweise;
- Teamfähigkeit;
- hohes Sicherheitsbewusstsein;
- örtliche und zeitliche Flexibilität;
- technisches Verständnis;
- handwerkliches Geschick.
Für die Ausbildung zum Gerüstbauer ist ein Schulabschluss aus rechtlicher Sicht nicht nötig. In der Praxis bilden Unternehmen aber überwiegend Personen mit Hauptschulabschluss aus. So hatten von den 390 Ausbildungsanfängern, die im Jahr 2023 diese Lehre antraten, 56 Prozent einen Hauptschulabschluss, 22 Prozent einen mittleren Bildungsabschluss, also die mittlere Reife, und 8 Prozent die Hochschulreife. Weitere 8 Prozent begannen die Ausbildung ohne Hauptschulabschluss und 6 Prozent als Quereinsteiger oder „Sonstige“, so das Datensystem Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).
Wie läuft die Ausbildung zum Gerüstbauer ab?
Die Gerüstbauer-Lehre ist eine anerkannte duale Ausbildung und dauert drei Jahre. Ausgebildet wird sowohl im Ausbildungsbetrieb als auch in der Berufsschule. Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahrs findet eine Zwischenprüfung statt. Die Abschlussprüfung folgt am Ende des dritten Lehrjahrs. Wird diese Gesellenprüfung bestanden, ist die Ausbildung beendet.
Die Ausbildung im Betrieb ist für den Auszubildenden kostenfrei. Oft stellt das ausbildende Unternehmen auch die Berufsbekleidung – dann mit Firmennamen und -logo – zur Verfügung; bei der notwendigen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), die normalerweise aus Sicherheitsschuhen Helm und Handschuhen besteht, ist er sogar dazu verpflichtet. Der Arbeitgeber zahlt meist auch die im Berufsschulunterricht benötigten Lernmittel und übernimmt die Aufwendungen für den Besuch von unternehmensübergreifenden Kursen oder Schwerpunktberufsschulen – samt Kosten für eine auswärtige Unterbringung, falls diese notwendig werden sollte. Wer als Azubi seinen Wohnort wechseln muss, um die Lehre antreten zu können, kann bei der Bundesagentur für Arbeit eine Förderung im Rahmen der Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) beantragen.
Die schulische Ausbildung findet in der Berufsschule während normaler Schulzeiten statt, normalerweise an maximal zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht. Die Berufsschulblöcke können auch zu jeweils mehrwöchigen Unterrichtseinheiten zusammengefasst werden und an weiter entfernten Schwerpunktschulen stattfinden. So wird der Berufsschulunterricht teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt. Das Zentrum für die Azubis, die in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland oder in bestimmten Landesteilen von Niedersachsen, Sachsen und Thüringen ausgebildet werden, ist das hessische Groß-Gerau. Wer in Schleswig-Holstein, Bremen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen oder in bestimmten Gebieten von Niedersachsen seine Lehre absolviert, besucht die Berufsschule in Dortmund. Auszubildende aus Berlin und Teilen von Brandenburg besuchen die Berufsschule in Berlin, die aus Mecklenburg-Vorpommern sowie bestimmten Gegenden Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens die in Magdeburg (Stand: 27.03.2025). Auf dem Stundenplan stehen, neben allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch, Englisch sowie Wirtschaft- und Sozialkunde, insbesondere berufsspezifische Inhalte. In den ersten beiden Jahren wird als Grundlage zunächst das Einrichten einer Baustelle vermittelt. Dann wird das Einrüsten von Wohnhäusern, gewerblich genutzten Gebäuden, Fabrikanlagen und auch Türmen behandelt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Herstellen von Trag- und Hängegerüsten oder der Bau von Reklamegerüsten oder Tribünen. Im dritten Berufsschuljahr werden die Besonderheiten beim Einrüsten von Fachwerkhäusern und gegliederten Gebäuden sowie der Bau von Fußgängerbehelfsbrücken oder Wetterschutzhallen besprochen.
Die praktische Ausbildung übernimmt das ausbildende Unternehmen. Das Ziel ist, dem Auszubildenden die Fähig- und Fertigkeiten zu vermitteln, die zur Durchführung aller üblicherweise beim Gerüstbau anfallenden Arbeiten notwendig sind, und ihn zu immer selbstständigerem Arbeiten zu befähigen. In den ersten beiden Jahren stehen nach Unterweisungen zum Arbeits- und zum Umweltschutz zunächst vorbereitende Arbeiten im Vordergrund: Dies beginnt mit dem Planen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen und dem Anfertigen und Anwenden von technischen Unterlagen. Dazu kommen das Lagern und Transportieren von Gerüstbauteilen sowie die sichere Verwendung von Werkzeugen, Geräten, Maschinen, samt deren Wartung und Instandhaltung. Dann folgen das Durchführen von Vermessungsarbeiten und das Einrichten, Sichern und Räumen von Baustellen, inklusive der Beurteilung der Bodenbeschaffenheit des Standorts und dem Herstellen der Tragfähigkeit. Weitere Schwerpunkte liegen auf dem Aufbau und der Verankerung der verschiedenen Gerüsttypen, Plattformen, Bühnen, Hallen und Aufzüge. Im dritten Lehrjahr werden die Kenntnisse aus den ersten beiden Jahren dann vertieft.
Wie viel verdient ein Gerüstbauer?
Wer eine Ausbildung im dualen System absolviert, hat ein Anrecht auf eine angemessene Ausbildungsvergütung. Diese wird von seinem Ausbildungsbetrieb gezahlt. Was angemessen ist, klärt das Berufsbildungsgesetz (§ 17 BBiG). Wurden in einer Branche oder in einem Tarifgebiet dazu keine tariflichen Vereinbarungen getroffen, gelten die gesetzlich festgelegten Mindestvergütungen. Seit dem 01.01.2025 betragen diese 682 Euro im ersten, 805 Euro im zweiten, 921 Euro im dritten und 955 Euro im vierten Ausbildungsjahr.
Wer als Azubi die Ausbildung zum Gerüstbauer beginnt, erhält gemäß Tarifvertrag Gerüstbaugewerbe, der im gesamten Bundesgebiet gilt, eine Ausbildungsvergütung von 1.050 Euro im ersten, 1.245 Euro im zweiten und 1.515 Euro im dritten Ausbildungsjahr als Monatsbrutto – Stand Oktober 2023. Diese Beträge werden von den meisten großen und auch mittelständischen Bauunternehmen gezahlt. Ist der Ausbildungsbetrieb nicht tariflich gebunden – was bei kleinen Handwerks- und Gewerbebetrieben mit eigenem Gerüstbau durchaus die Regel ist –, ist die Ausbildungsvergütung meist geringer – im ersten Lehrjahr auch unter 1.000 Euro brutto im Monat.
Nach dem Abschluss der Ausbildung liegt das Einstiegsgehalt meist bei rund 2.600 Euro brutto im Monat. Mit etwas Berufserfahrung steigt das monatliche Bruttogehalt dann im Durchschnitt auf ca. 2.800 Euro bis 3.300 Euro. Mit Zulagen für Wochenend- oder Akkordschichten und auch für Arbeiten „auf Montage“, also bei längerer Abwesenheit vom Wohnort, sind auch deutlich höhere Gehälter erreichbar.
Wie kann ein Gerüstbauer aufsteigen?
Der Fortschritt macht auch vor dem Gerüstbau nicht halt. Die Techniken zur Vermessung von Gebäuden und Baustellen werden digitalisiert, es gibt mittlerweile Apps für die Planung und für die Bemaßung von Gerüsten. Augmented-Reality- (AR-)Visulisierungen helfen dabei, mithilfe eines Tablets die passenden Gerüstteile, Anker oder Sicherungen auszusuchen und die benötigten Geräte zusammenzustellen. Moderne Hebezeuge und Arbeitsbühnen erleichtern den Gerüstbau ebenso wie Exoskelette, die beim Tragen von schweren Teilen und beim Aufstellen von Gerüsten unterstützen. Rüsttechniken sowie Techniken der Bodenbearbeitung und Stabilisierung werden modernisiert und neuen Umweltbestimmungen angepasst, um eine höhere Standsicherheit zu gewährleisten und Risiken auf der Baustelle zu minimieren. Das alles führt zu Änderungen in den betrieblichen Abläufen. Wer als Gerüstbauer arbeitet, sollte sich daher auf dem aktuellen Stand der Technik halten und kontinuierlich weiterbilden.
Anpassungsweiterbildungen sind für einen Gerüstbauer wichtig, um den Überblick zu behalten und den Anschluss nicht zu verlieren. Klassische Themen von Fortbildungen im Bereich Gerüstbau sind Wartung und Instandhaltung von eingesetzten Arbeitsmitteln, deren sachgerechte Lagerung, Transport und Ladungssicherung oder die sichere Verwendung von Hebezeugen wie Kränen oder Staplern. Dazu kommen die Baumaschinenführung sowie Bautechnik und Vermessung. Auch die Einrichtung und der sichere Betrieb von Baustellen sowie der Arbeitsschutz, also Themen wie Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, sind gerade für Gerüstbauer, die in der Höhe und auch bei schlechten Witterungsverhältnissen arbeiten, typische Schulungsthemen. Neu sind Bereiche wie der Einsatz digitaler Instrumente oder neuartiger Hebezeuge und Arbeitshilfen.
Aufstiegsweiterbildungen sind für Gerüstbauer eine Möglichkeit, sich beruflich höher zu qualifizieren und anspruchsvollere Arbeiten mit mehr Verantwortung zu übernehmen. Die nächste Karrierestufe nach der Ausbildung kann beispielsweise der Kolonnenführer im Gerüstbau sein. Wer noch einmal die Schulbank drücken möchte, kann sich technisch oder betriebswirtschaftlich weiterbilden und den Abschluss als technischer Fachwirt oder Fachmann für kaufmännische Betriebsführung anstreben. Auch der Weg zum Gerüstbauermeister steht über die Meisterschule offen oder der in Richtung Ausbilder. Wer sich als Fach- und Führungskraft qualifizieren möchte, sollte allerdings auch Führungsseminare besuchen und außerdem seine Softskills, zum Beispiel Kommunikationsfähigkeit oder Selbstorganisation und -motivation, stärken.
Mit der Hochschulreife ist auch ein Studium möglich. Hier bietet sich beispielsweise ein technisches Fach wie das Bauingenieurwesen an, das mit einem Abitur an einer Universität oder mit einem Fachabitur an einer Fachhochschule angetreten werden kann. Wer sich lieber betriebswirtschaftlich ausrichten, aber auf seinen bereits erworbenen technischen Kenntnissen aufbauen möchten, kann Wirtschaftsingenieurwesen als Studienfach wählen. Nach dem Studium bieten sich mit einem Bachelor- oder Magister-Abschluss viele Perspektiven im Baugewerbe, gerade in größeren Firmen.
Mit einem Meisterbrief oder auch einem Studienabschluss als Bachelor oder Master können sich Gerüstbauer auch selbstständig machen und eine eigene Existenz aufbauen. Mit dieser Qualifikation ist die Übernahme eines Gerüstbau-Unternehmens oder die Neugründung eines eigenen Betriebs möglich.
Ihr Ansprechpartner

Torsten Klanitz
Produktmanager
Fon: +49 6151 8801 125

